Fußball-Bezirksliga Mitte, vierter Spieltag
Lars Assenmacher kam, sah und traf zur Entscheidung
SG Eintracht Bell behielt im Derby gegen den Lokalrivalen TuS Mayen vor 321 Zuschauern mit 2:0 (1:0) die Oberhand
Mendig. Die SG Eintracht Mendig hat das Derby der Fußball-Bezirksliga Mitte gegen den Lokalrivalen TuS Mayen mit 2:0 (1:0) für sich entschieden. Die 321 Zuschauer auf dem Kunstrasenplatz an der Brauerstraße sahen eine umkämpfte Partie mit vielen Möglichkeiten auf beiden Seiten, die trotz zweier Gelb-Roten Karten und zahlreichen Verwarnungen immer im Rahmen des Erlaubten blieb. In der Tabelle konnte die Eintracht mit nunmehr neun Punkten aus vier Spielen die Gäste, die nach drei absolvierten Partien sechs Zähler aufweisen, überflügeln.
„Der Sieg war sicherlich verdient, wir hatten nur kurz nach der Pause eine zehnminütige Schwächephase. Danach waren wir wieder drin im Spiel“, zog Eintracht-Trainer Jörg Schäfer nach dem Erfolg ein zufriedenes Fazit. „Wir haben uns für eine starke Mannschaftsleistung belohnt. Besonders freut mich, dass wir endlich mal zu Null gespielt haben.“
Die Anfangsphase gehörte den Hausherren. Im Mittelpunkt stand dabei Mittelfeldregisseur Niklas Heinemann: Zunächst flog ein Linksschuss knapp am rechten Pfosten vorbei (6.), anschließend ging ein Heber mit seinem schwächeren rechten Fuß am linken Pfosten vorbei (7.). In der 16. Minute köpfte der Ex-Mendiger Philipp Pohl einen Heinemann-Freistoß von der Linie. Die größte Möglichkeit bis dahin verzeichneten allerdings die Gäste, ein Schuss von Leon Kohlhaas wurde im letzten Moment von Lukas Binder abgeblockt (23.). Für den ersten Treffer an diesem Nachmittag sorgte SG-Torjäger Brice Braquin. Der Franzose, von Heinemann auf die Reise geschickt, ließ TuS-Torhüter Niklas Nett mit einem platzierten Schuss ins lange Eck keine Abwehrchance (30.). Josip Bilic hatte Sekunden vor der Pause das 1:1 auf dem Fuß, doch sein Heber fand nicht den Weg ins Tor (45.).
Nach Wiederanpfiff lag der Ausgleich mehrfach in der Luft. Kohlhaas (51.) und Noor Alden Abo Zard (52.) zeigten vor dem Tor Nerven, bei einem abgefälschten 30-Meter-Schuss von Tim Feiler griff SG-Schlussmann Robin Rohr über und fischte den Ball noch aus dem Winkel (56.). Sieben Minuten später war der Deckel drauf: Bei einem der wenigen Konter legte Co-Trainer Damir Mrkalj das Spielgerät mit der Sohle gekonnt auf den kurz zuvor eingewechselten Lars Assenmacher zurück, der keine Mühe hatte, aus acht Metern zu vollenden. In der 89. Minute vergab Assenmacher mit einem Kopfball aus kurzer Distanz, der Zentimeter über die Latte zischte, den durchaus möglichen dritten Treffer. Ein 3:0 wäre aber des Guten zu viel gewesen.
„Im ersten Abschnitt waren wir vor und nach dem 1:0 besser im Spiel als der Gegner. Das hat sich in den zweiten 45 Minuten fortgesetzt, wir waren dem 1:1 näher als die Eintracht dem 2:0. Was wir aber vor dem Tor gezeigt haben, das war nicht professionell. Unsere Abschlüsse waren schwach, das lässt sich auch nicht mit Pech erklären“, wollte Walter Retterath, der Sportliche Leiter des TuS Mayen, nicht um den heißen Brei herumreden. „Eine Niederlage im Derby tut immer weh, wir hätten die drei Punkte gern mit nach Hause genommen. Mit sechs Zählern aus drei Spielen sind wir aber im Soll. Gegen die Reserve von Mülheim-Kärlich sollte am Samstag aber wieder ein Sieg her.“
SG Eintracht Mendig: Robin Rohr, Johannes Limbach (43. Martin Breil), Nikolas Groß, Lukas Binder, Julian Groß, Jacob Groß (61. Lars Assenmacher), Niklas Heinemann, Leonard Zerwas, Damir Mrkalj, Tim Montermann, Brice Braquin.
TuS Mayen: Niklas Nett, Kevin De Jesus Francis Cabello, Tim Oliver Gilles, Tim Krechel, Josip Bilac, Philipp Pohl, Tim Feiler (78. Tom Johann), Saeed Barakzaie (69. Marcel Löhr), Noor Alden Abo Zard (69. Calvin Müller), Leon Kohlhaas (82. Ridvan Akburak), Nico Anheier.
Schiedsrichter: Jan-Hagen Engel (Monzelfeld).
Zuschauer: 321.
Tore: 1:0 Brice Braquin (30.), 2:0 Lars Assenmacher (63.).
Besonderheiten: Gelb-Rote Karten gegen Tim Krechel (86.) wegen Foulspiels und Meckerns sowie gegen Betreuer Hans Günter Weis (87., beide TuS Mayen) wegen wiederholten Meckerns innerhalb von wenigen Sekunden, Gelbe Karten gegen Torwarttrainer Arno Rothbrust (69., SG Eintracht Mendig), gegen den Sportlichen Leiter Walter Retterath (71.) und gegen Trainer Marc Steil (82., beide TuS Mayen), alle wegen Meckerns. Weil die Trikots für das Schiedsrichtergespann schlecht zu unterscheiden waren, musste der TuS Mayen in hellblauen Leibchen antreten.
Nächste Aufgabe für die SG Eintracht Mendig: am Mittwoch, 6. September, um 20 Uhr in der zweiten Runde des Rheinlandpokals gegen den FC Germania Metternich. Am kommenden Wochenende ist die Eintracht in der Bezirksliga Mitte spielfrei.
Nächste Aufgabe für den TuS Mayen: am Samstag, 9. September, um 15.30 Uhr gegen die SG 2000 Mülheim-Kärlich II.
Mit diesem Heber hätte Josip Bilac vom TuS Mayen kurz vor der Pause durchaus für den Ausgleich sorgen können.
