Lehrreicher Auftakt
Ahrweiler. Sieben Fahrer des RSV Sturmvogel Ahrweiler starteten am Sonntag, 30. März, bei „Rund um Merken“ in Düren in die neue Saison. Das Team war durch mehrere krankheits- und verletzungsbedingte Ausfälle bereits im Vorfeld geschwächt.
Der Renntag selbst wurde zur echten Belastungsprobe: Starker Seiten- und Gegenwind, unterbrochen von heftigen Böen, prägten die offene Strecke. Windkantenrennen – eine taktisch anspruchsvolle Rennsituation – ließ das Feld früh zerfallen. Wer den Anschluss verlor, fand kaum zurück.Im Amateurrennen waren Rene Bethke, Dennis Schneider, Nico Metz, Lukas von Tagen und Felipe Santos für den RSV am Start. Bethke musste nach einem Defekt an der Sattelstrebe das Rennen vorzeitig beenden.
Schneider stieg krampfgeplagt nach rund drei Vierteln der Distanz aus. Metz hatte bereits in Runde zwei mit einem gelockerten Lenker zu kämpfen, wartete eine Runde auf das Feld und stellte sich fortan in den Dienst des Teams. Lukas von Tagen, bei seinem Renndebüt, konnte sich zwar nicht lange im Feld halten, sammelte aber wichtige Erfahrungen.
Santos verlor nach gutem Start durch einen unglücklichen Positionswechsel den Anschluss, kämpfte weiter und beendete als einziger Amateur mit Rang 46 das Rennen.Im Rennen der Elite-Amateure gingen Kai Rendschmidt und Tobias Lingen für den RSV an den Start. Auch hier war das Team geschwächt: Benedikt Bauer musste nach einem unverschuldeten Trainingsunfall mit einem Auto kurzfristig absagen, Nico Brenner fiel krankheitsbedingt aus, und Jacob Heß startet erst nach einer Operation wieder ins Training. Rendschmidt fuhr ein starkes Rennen in einer der vorderen Gruppen und verpasste als 21. nur knapp die Punkteränge – ein Platz fehlte.
Die Windkante forderte hohen Energieeinsatz – die mangelnde Erfahrung in solchen Situationen war bei beiden Akteuren spürbar. Lingen, nach überstandener Krankheit und somit Zwangspause kurzfristig ohne große Erwartung angetreten, beendete sein erstes Elite-Rennen in einer hinteren Gruppe auf Rang 38 – auch für ihn ein wichtiger Schritt, um Rennerfahrung auf diesem Niveau zu sammeln.
Trotz ausbleibender Platzierungen war das Rennen in Merken ein wertvoller Test. Die Fahrer sammelten wichtige Erfahrung – besonders im Umgang mit extremen Bedingungen. Der Fokus liegt nun auf dem Heimrennen am Ostermontag, 21. April: dem Osterpreis in Ahrweiler.
