Erste Frauenmannschaft des FV Rübenach in der Rheinlandliga
Leichtfertig Punkte verschenkt
SV Ehrang – FV Rübenach 1:1 (0:1)
Koblenz. Bei hochsommerlichen Temperaturen über 30 Grad und zahlreichen Ausfällen durch Urlaub oder Verletzung traten die FVR-Frauen vor Kurzem bei einem sehr unangenehmen sowie körperlich und kämpferisch starken Gegner an. Die Anfangsphase war etwas schleppend auf beiden Seiten, die Teams agierten abwartend, und zahlreiche Fehlpässe und Ballverluste taten sich auf. Rübenach versuchte, das Spiel an sich zu reißen und seiner Favoritenrolle gerecht zu werden, doch fehlte es am finalen Pass oder der zündenden Idee.
Chancen wurden nicht genutzt
Nach etwa 15 Minuten des Abtastens kam dann eine der besseren Phasen, hierbei hatten Luisa Erbar, Hannah Skrobek und Lisa-Marie Zühlke jeweils hundertprozentige Chancen auf dem Fuß, welche aber von der starken Torfrau der Heimelf, oder durch den leidenschaftlichen Einsatz der heimischen Abwehr, vereitelt werden konnten. Die Heimmannschaft wurde immer wieder mit Distanzschüssen gefährlich, wobei Julia Schürmann gut auf dem Posten war. Kurz vor der Halbezeitpause kam dann doch die Erlösung, Jana Dasenbrock ließ auf Höhe des 16-Meter-Raumes ihre Gegenspielerin ins Leere laufen und konnte sehenswert ins untere, linke Eck zum 1:0 einnetzen. Aufgrund des klaren Chancenplus war es die verdiente und längst überfällige Führung für die Rheingold-Frauen.
Geschenk für Ehrang
In der zweiten Hälfte agierten die Ehranger-Damen mit mehr Ballbesitz und einer aggressiven Spielweise, womit sie die Gäste immer wieder zu Fehlern zwangen. Ehrang stellte vorne früh zu und ging voll auf den ersten Ball, jedoch blieben klare Chancen der Trierer weiter aus. Dann kam der Wendepunkt des Spiels: Nach einem riskanten Rückpass auf Julia Schürmann konnte diese nur ins Leere treten, und die Stürmerin aus Ehrang nahm das Geschenk dankend an und schob ins leere Tor zum 1:1 ein. Ein krasser Aussetzer, der die Heimelf wieder ins Spiel brachte, schmeichelhaft, aber aufgrund der kämpferischen Leistung nicht ganz unverdient. Nach dieser Aktion waren die Koblenzerinnen geschockt, die Hausherrinnen weiterhin mit mehr Ballbesitz und ihrer wohl besten Phase im Spiel, jedoch fehlten ihnen auch die Mittel, um sich klare Torchancen herauszuspielen. Nach einem Doppelwechsel in der 65. und 70. Minute (Kataschewski für Skrobek und Mohrs für Dasenbrock) kam frischer Wind in die Partie. In den letzten 15 bis 20 Minuten waren die Gäste wiederum klar besser und hatten das Spiel wieder im Griff, wobei einige Großchancen ausgelassen wurden.
Über die Zeit gerettet
Am Ende rettete sich die Heimelf über die Zeit und hatte sich das Glück aufgrund ihrer kämpferischen und leidenschaftlichen Spielweise auch verdient. Der Rübenacher Elf fehlte es im Abschluss dann doch zu oft an Qualität und Konzentration.
Trainer Nico Koch sprach in seinem Fazit von einer gefühlten Niederlage, die ihn sehr ärgere. Seine Mannschaft hätte bei den zahlreichen Torchancen fünf bis sechs Treffer machen müssen. Aufgrund der vielen Ausfälle habe es aber an Qualität in der Offensive gefehlt.
FV Rübenach: Schürmann, Portugall, Kretzer, Müller, Bartscht, Huebsche, Dasenbrock (70. Mohrs), Skrobek (65. Kataschewski), Attig, Zühlke, Erbar.
Erste Frauenmannschaft Saison Rheinlandliga 2018/2019: hintere Reihe (v.l.) Laura Attig, Sarah Portugall, Hannah Skrobek, Nina Agic, Olga Kataschewski, Lisa-Marie Zühlke. Mittlere Reihe ((v.l.) Jürgen Peifer (Torwart-Trainer), Nico Koch (Trainer), Maike Kretzer, Annika Homburg, Anika Utsch, Markus Mannebach (Sportlicher Leiter), Dominik Minning (Betreuer). Vordere Reihe (v.l.) Luisa Erbar, Swantje Hübsche, Tabea Müller, Julia Schürmann, Esra Capa, Claudia Cormann, Luisa Meffert, Jana Dasenbrock. Es fehlen: Sophie Doll, Melanie Müller, Laura Brönner, Luisa Nick, Lydia Bartscht, Marie Mohrs, Michelle Potthast.Foto: privat
