Turnerschaft Bendorf 1861/1890 e.V. - 1. Mannschaft
Lucky Punch zum Punktgewinn
Rheinlandliga: TSB I – SV Urmitz 31:31 (13:18)
Bendorf. Mit einem Unentschieden im Stile eines Sieges startet die Turnerschaft Bendorf in die neue Rheinlandligaspielzeit. Beim 31:31 wurde dem Lokalrivalen aus Urmitz in letzter Sekunde ein Punkt abgetrotzt. Über eine geschlossene Teamleistung kämpften sich die Bendorfer Falken in die Partie zurück und zeigten die passende Reaktion auf das Pokalaus gegen Mertesdorf in der Vorwoche. Die Begegnung begann aus Bendorfer Sicht recht ordentlich. Philipp Hopfner, Lucas Litzmann und Philipp Majewski hatten die Turnerschaft nach zehn Minuten mit 5:3 in Front gebracht. Nico Hemmerle konnte bis dato einige Bälle halten und sicherte die Führung. Doch mit zunehmender Spieldauer kam der SV Urmitz besser in die Partie. Die Deckung dämmte die Angriffsbemühungen der Bendorfer ein und so wurde eine Fahrtkarte nach der nächsten geschossen. Sprich: Bendorf verlor in der Offensive immer wieder das Spielgerät und Örms nutzte die Situation durch Konter gnadenlos aus. Folglich wurde stark an den Kräfteverhältnissen gerüttelt. Aus der 6:4-Führung wurde bis zur 20. Minute ein 9:14-Rückstand. Die TSB kam nun wieder besser in die Spur, bis zum Seitenwechsel konnte der Rückstand jedoch nicht egalisiert werden. Demnach gingen die Mannschaften mit 13:18 in die Kabine.
In Spielabschnitt zwei zeichnete sich aus Bendorfer Sicht ein düsteres Bild ab. Im Angriff wurde das gewisse Quäntchen Glück schmerzlich vermisst und die Gäste erhöhten unterdessen fleißig weiter. In der 34. Minute leuchtete der 13:20-Zwischenstand auf. Partie verloren? Haken dran? Von wegen! Die Truppe um das Trainergespann Gutfrucht/Keip bündelte die Kräfte und nahm die Verfolgungsjagd auf. Die bislang zu harmlos agierende Defensive brachte der Truppe den nötigen Rückhalt, wie auch ein stark parierender Niko Jansen. Über 15:20, 17:21 und 20:23 biss sich die Turnerschaft an den Gästen fest. Auch die einfachen Tore über Stellungsfehler der Abwehr oder Gegenstöße gelangen den Falken. Urmitz versuchte zwar in der 45. Minute noch einmal zum 22:26 Reißaus zu nehmen, doch der Wille der Bendorfer war zu stark. Konzentriert wurde der Rückstand abgeschmolzen. Ob über den Rückraum, den Kreis oder die Außenpositionen, die Torgefahr ging von jedem Einzelnen aus. Als dann Conni Becher kurze Zeit später viermal nach Gang traf, stand die Halle Kopf. 50. Spielminute: 26:26 – der erste Ausgleich seit der 12. Minute. In den packenden Schlussminuten legten die Gäste immer wieder auf ein Tor vor, doch die TSB zog stets nach. In der letzten Minute traf Urmitz dann erneut zur Führung (30:31) und Bendorf handelte sich zusätzlich noch eine Zeitstrafe ein. Demnach mussten es die sechs verbliebenen Akteure richten. Druckvoll wurde in den letzten Angriff gegangen, um das eine, so wichtige Tor, zu machen. Urmitz stemmte alles dagegen. Noch 15 Sekunden auf der Uhr, Bendorf bekam einen Freiwurf, der mehrfach zurückgepfiffen wurde und so sahen sich schon einige TSB Fans auf der Verliererstraße. Der Freiwurf wurde ausgeführt, Philipp Majewski nahm sich ein Herz und bugsierte das Spielgerät wenige Sekunden vor der Schlusssirene in den Kasten der Gäste. Was für ein Lucky Punch. Frenetisch wurde der Punktgewinn in buchstäblich letzter Sekunde umjubelt. Insbesondere über die kämpferische Einstellung hatte sich Bendorf den ersten Saisonpunkt redlich verdient.
Im ersten Auswärtsspiel der neuen Spielzeit gastiert die TSB am kommenden Sonntag um 17 Uhr beim HSC Schweich in der Stefan-Andres-Halle.
Es kämpften für Bendorf I: Conni Becher (5), Niclas Kirschhöfer (2), Pascal Brink, Salar Issa, Lucas Litzmann (4), Jannis Hofmann, René Engler (5), Florian Schmitt (4), Philipp Hopfner (2), Lukas Schlicht, Philipp Majewski (7/2), Luca Guttandin (2); im Tor: Nico Hemmerle, Niko Jansen.