Lokalsport | 04.04.2022

Fußball-Rheinlandliga, Nachholpartie vom 19. Spieltag

„Manchmal ist es wie verhext“

SG Eintracht Mendig/Bell unterlag bei der abstiegsgefährdeten SG Ellscheid mit 0:1 (0:0)

Im Heimspiel gegen den TuS Montabaur, das auf dem Kunstrasenplatz in Kottenheim ausgetragen wurde, hatte sich André Marx (rechts) schon in der ersten Halbzeit verletzt, hielt aber bis zur 60. Minute durch. In Gillenfeld wurde er an allen Ecken und Enden vermisst. Torwarttrainer Arno Rothbrust scheint schon kein gutes Gefühl zu haben.  Foto: SK

Gillenfeld.Vier Siege in Folge hatte es für die SG Eintracht Mendig/Bell nach der Winterpause in der Fußball-Rheinlandliga gegeben. Und wo anders als bei der abstiegsgefährdeten SG Ellscheid sollte diese Serie enden? In einer Nachholpartie des 19. Spieltags unterlag die Mannschaft des weiterhin verletzten Spielertrainers Kodai Stalph vor 120 Zuschauern auf dem Kunstrasenplatz in Gillenfeld bei ihrem Angstgegner mit 0:1 (0:0).

„Manchmal ist es wie verhext, es sollte einfach nicht sein. Wir waren es selbst schuld und müssen uns an die eigene Nase fassen. Zur Pause hätten wir schon mit 2:0 führen müssen. Das war aber nicht der Fall, somit konnte der Gegner immer im Spiel bleiben“, suchte Frank Schmitz, der Sportliche Leiter der Gäste, nach Erklärungen. Im ersten Abschnitt gab die Eintracht klar den Ton an und sorgte über die Flügel immer wieder für torgefährliche Situationen. Philipp Pohl scheiterte mit einem Fernschuss an der Latte (17.), das hätte schon die Führung sein können. Die größte Möglichkeit in der ersten Hälfte vergab der ansonsten zuverlässige Mittelfeldspieler Manuel Oster nach einer knappen halben Stunde, als er den Ball nach einer Hereingabe des Franzosen Brice Braquin aus kurzer Distanz neben das Tor setzte. Zuvor war bereits Alexander Court am Spielgerät vorbeigerutscht.

Nach Wiederanpfiff ging die spielerische Linie etwas verloren, die Gäste versuchten es zu oft mit langen Bällen und passten sich mehr und mehr den Hausherren an. Pascal Zimmer hätte nach 72 Minuten für das 0:1 sorgen müssen, aber seine Volleyabnahme strich ganz knapp am Gehäuse vorbei. Endgültig zum Unglücksraben avancierte der Innenverteidiger nur 180 Sekunden später, als er sich beim Spielaufbau von Yannick Becker überraschen ließ. Eintracht-Schlussmann Robin Rohr wollte den Ball, der einen komischen Drall bekommen hatte, per Kopf klären und verschätzte sich dabei. Becker ließ sich nicht zweimal bitten und schob das Spielgerät aus 25 Metern ins verwaiste Tor. Es sollte die Entscheidung sein, die SG Ellscheid durfte sich über drei wichtige Punkte im Abstiegskampf freuen.

„Selbst bei einem 0:0 hätte ich von zwei verlorenen Punkten gesprochen, nun stehen wir sogar völlig mit leeren Händen da. Ein solches Gegentor wie heute fällt alle 100 Jahre einmal“, ärgerte sich Schmitz. „Natürlich sind wir ersatzgeschwächt und mit nur einem Auswechselspieler angetreten, aber auch mit dieser Mannschaft hätten wir niemals verlieren dürfen.“ Neben Niklas Heinemann (Muskelfaserriss) und den beiden Langzeitverletzten Angelo Heid und Majdi Mahmud fehlte Routinier André Marx an allen Ecken und Enden. Er hatte sich eine Woche zuvor in der Partie gegen den TuS Montabaur eine Fußverletzung zugezogen. Wie schlimm es Marx erwischt hat, wird in dieser Woche klar, wenn der Befund der MRT-Untersuchung vorliegt.

SG Ellscheid: Stefan Diedrich, Christoph Gräfen, Jan Fritz, Jannick Land (73. Alexander Roos), Yannick Becker (86. Noah Ostermann), Jan Michels, Lorenzo Nebeler, Luca Haeb (65. Nils Reuter), Patrick Phlepsen (84. Nick Schäfer), Julian Stolz, Markus Boos.

SG Eintracht Mendig/Bell: Robin Rohr, Milan Rawert, Florian Schlich, Pascal Zimmer, Florian Birnstock, Ali Mirzaie, Manuel Oster, Tim Montermann, Philipp Pohl, Alexander Court (74. Lars Assenmacher), Brice Braquin.

Schiedsrichter: Arianit Besiri (Trier-Tarforst).

Zuschauer: 120.

Tor: Yannick Becker (75.).

Im Heimspiel gegen den TuS Montabaur, das auf dem Kunstrasenplatz in Kottenheim ausgetragen wurde, hatte sich André Marx (rechts) schon in der ersten Halbzeit verletzt, hielt aber bis zur 60. Minute durch. In Gillenfeld wurde er an allen Ecken und Enden vermisst. Torwarttrainer Arno Rothbrust scheint schon kein gutes Gefühl zu haben. Foto: SK

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