LG Rhein-Wied
Medaillenregen in Budapest
Region. Die besondere Ehre, Deutschland zu vertreten, wurde einigen U18-Leichtathleten der DJK Andernach und des DJK Neuwieder LC zuteil. Bei den FICEP-Games, den „Weltmeisterschaften“ der katholischen Sportverbände, genossen die Talente aus den beiden DJK-Stammvereinen der LG Rhein-Wied das besondere Flair und am Ende auch Top-Ergebnisse. Sophia Junk siegt beim internationalen Meeting in Wetzlar.
Weil Deutschland sowohl im männlichen als auch im weiblichen Bereich die Bronzemedaille in den Mannschaftswettbewerben gewann, brachten alle Neuwieder und Andernacher Edelmetall aus Budapest mit. Hinzu kamen eine Staffel- und sechs Einzelmedaillen. Die zuständigen Trainer zeigten mit der Staffelbesetzung, dass die Rhein-Wieder im deutschen Quartett eine wichtige Rolle spielen. Lotta Meuter, Johanna Karst und Lina Schmidt bildeten drei Viertel der Staffel, die mit einer Zeit von 47,80 Sekunden Bronze gewann. Schmidt war die erfolgreichste Rhein-Wiederin. Sie lief über 100 Meter in persönlicher Bestzeit von 12,14 Sekunden auf den Bronzerang und schob sich im Hürdensprint noch einen weiteren Platz nach vorn. Nach einer Halbfinalzeit von 14,84 Sekunden steigerte sie sich im Endlauf auf 14,24 Sekunden. „Meine persönliche Bestleistung im Sprint war mein sportliches Highlight. Ich habe mich über diese Zeit sehr gefreut.“, sagte Schmidt. Auf den Hürdenstrecken fühlte sich die Fraktion aus dem Rheinland in der ungarischen Hauptstadt pudelwohl, denn Samuel Lehnart (59,65 Sekunden) und Lotta Götz (1:04,61 Minute) waren jeweils die Nummer zwei über 400 Meter Hürden. Lena Eichhorn machte in der 800-Meter-Konkurrenz schon im Halbfinale ihre Medaillenambitionen deutlich und bestätigte diese als Dritte im Endlauf (2:16,07 Minuten).
Das beste Ergebnis in den technischen Disziplinen verzeichnete Lotta Meuter, die Bronzemedaillengewinnerin im Weitsprung mit Hausrekord von 5,48 Metern. Neben dem erfolgreichen sportlichen Abschneiden bleiben unvergessene Erinnerungen in den Köpfen. „Die FICEP-Spiele in Ungarn waren für mich etwas ganz Besonderes. Ich bin nicht nur mit meiner sportlichen Leistung zufrieden, sondern auch damit, was wir als Team erreicht haben. Wir haben uns gegenseitig unterstützt und uns in der Gruppe richtig wohl gefühlt. Aber auch der Austausch mit den vielen Athleten aus den anderen Ländern war sehr spannend und es war interessant zu sehen, welche unterschiedlichen Rituale sie hatten“, schildert Lina Schmidt. Die deutschen Athleten verstanden sich sportartenübergreifend als große Einheit. Die Leichtathleten nutzten zum Beispiel ihren freien Tag, um die Volleyball-Mannschaft anzufeuern und zu unterstützen. Umgekehrt drückten die Basketballer und Volleyballer den Leichtathleten bei ihren Wettkämpfen die Daumen. „Die Zeit in Ungarn war eine tolle Erfahrung. Ich habe viel gelernt, neue Leute kennengelernt und war zudem auch mit meiner Leistung richtig zufrieden. So hat Sport richtig Spaß gemacht“, schwärmt Lina Schmidt im Rückblick auf diesen besonderen Wettkampf.
Weitere Platzierungen:
Männliche Jugend U18, 100 Meter, Vorlauf: Maximilian Überhofen 11,87 Sekunden. 800 Meter: 8. Jasper Kraus 2:11,45 Minuten (Halbfinale: 2:02,92 Minuten); Halbfinale: Sebastian Henne 2:09,17. Weitsprung: 4. Noah Seibel 6,47 Meter. Speerwurf: 6. Seibel 45,22 Meter. 200 Meter, Vorlauf: Überhofen 23,91 Sekunden. 4x100 Meter: 4. Moritz Storch/Überhofen/Samuel Lehnart/Seibel 44,78 Sekunden. 400 Meter, Halbfinale: Lehnart 52,93 Sekunden; Kraus 53,97. 110 Meter Hürden: 4. Lehnart 15,83 Sekunden; 6. Überhofen 16,47. 3000 Meter: 7. Sebastian Henne 9:08,04 Minuten.
Weibliche Jugend, U18, Kugelstoß: 8. Johanna Karst 10,96 Meter. 100 Meter Halbfinale Johanna Karst 13,14 (Vorlauf: 12,92). 200 Meter, Vorlauf: Lina Schmidt 25,82 Sekunden; Lotta Götz 25,92. 400 Meter: 4. Lena Eichhorn 58,56 Sekunden. 100 Meter Hürden, Halbfinale: Götz 15,85 Sekunden. 800 Meter Halbfinale Alina Forkert 2:28,66 Minuten. 1500 Meter: 8. Alina Forkert 5:22,75 Minuten. Mixed-Staffel: 10. Götz/Überhofen/Lehnart/Eichhorn 2:12,20 Minuten.
Viele Siege bei diversen Meetings
Beim Meeting in Dortmund starteten drei Rhein-Wieder Athleten in vier Disziplinen und erreichten durch die Bank Klassensiege: Finn-Justus Dörrenberg über 400 Meter (48,82 Sekunden), Paul Jacobi im Stabhochsprung (4,06 Meter) und U18-Sprinterin Jule Babel über 200 (28,83 Sekunden) sowie 100 Meter (14,08 Sekunden). Jacobi schloss das Stabhochspring-Meeting in Kreuztal noch einmal mit vier Zentimetern mehr (4,10 Meter) auf Rang eins ab.
Beim internationlen Meeting in Wetzlar bestätigte Sophia Junk ihre tolle Verfassung. Nach ihrer persönlichen 200-Meter-Bestleistung bei der Team-Europameisterschaft standen diesmal 22,73 Sekunden – Junks bislang zweitbeste in einem Wettkampf erzielte Zeit. Über 100 Meter stellte die Olympia-Dritte mit der Staffel bei minimalem Gegenwind (0,1 Meter pro Sekunde) ihren Hausrekord von 11,21 Sekunden ein, verzichtete nach dieser Vorlaufleistung aber auch das Finale. Jessica Roos belegte im B-Finale mit 11,76 Sekunden den zweiten Rang. In Köln mischten Lennert Kolberg (11,11 Sekunden) und Reiko van Wees (11,15) nach zehn Vorläufen und großer Auslese ebenfalls im B-Finale mit. Carolina Menrath wurde 400-Meter-Fünfte in 58,05 Sekunden.
In internationalen Feldern behaupteten sich Pascal Kirstges und Jessica Roos in Eindhoven auf den kurzen Strecken. Kirstges wurde 100-Meter-Zweiter (10,56 Sekunden), Roos gewann die 200 Meter (23,80 Sekunden) und musste im 100-Meter-Lauf (11,67 Sekunden) nur einer Gegnerin den Vortritt lassen. Für Radha Fiedler stand nach dem Meeting in Heusden-Zolder eine 1500-Meter-Zeit von 4:46,39 Minuten, Viktoria Müller kam über 100 Meter Hürden in Hösbach nach 14,57 Sekunden im Ziel an.
