SV Rot Weiß Queckenberg - Bitburger Kreispokal
Medusa kennt bereits das Endergebnis
Am Sonntag, 2. August gegen SV Rot Weiß Merl
Queckenberg. Unendlicher Jubel brach los in der Winand-Pütz-Halle auf dem Mount Queck, als die Glücksfee dem SV Rot Weiß Queckenberg im Bitburger Kreispokal ein absolutes Traumlos bescher-te. Als Spiel Nummer neun wurde dem D-Ligisten mit dem Namensvetter aus Merl einer der dicksten Brocken im Lostopf auf die Asche an der Madbachtalsperre geschickt.
Zum Hintergrund
Natürlich wurden in den nächsten Minuten nach der frohen Kunde sämtliche Fußballweisheiten zitiert, und waren sie auch noch so abgedroschen. Zusätzlich strapazierte man alle verfügbaren Fußballarchive, um mit historischen Pokalsensationen die minimale Chance auf das Weiterkommen des Underdogs erklären zu können. Wer erinnert sich nicht gern daran, als z.B. im Jahr 2000 der Viertligist 1. FC Magdeburg mit dem 1. FC Köln und den großen Bayern aus München gleich zwei Schwergewichte aus dem Wettbewerb kegelte. Gleiches erfuhren die beiden eben genannten mehrfachen Meister und Pokalgewinner 1995 in Beckum bzw. 1994 in Vestenbergs-greuth. Der Bundesligadino Hamburger SV musste sogar sechsmal recht frühzeitig seine Reiseplanungen nach Berlin auf Eis legen, weil er seiner Favoritenstellung nicht gerecht werden konnte. Die größte Pleite erfuhr wohl der 1. FC Nürnberg 2001, als man beim SSV Ulm, damals in der Verbandsliga Württemberg (5. Spielklasse) beheimatet, mit 2:1 die Segel streichen musste. So könnte man die Liste der eigenen Pokalgesetze noch endlos weiterführen. Doch auch der RWQ kann aus seiner jüngeren Vergangenheit Mut und Selbstvertrauen für die vor ihm liegende, schier unmöglich anmutende Herausforderung schöpfen: so wurde am 31. Juli .2011 der damalige B-Ligist FC Pech nach einem wahren Husarenstück mit 6:5 im Elfmeterschießen niedergekämpft. Zudem hofft Abeling auf den Heimvorteil, zumal hier auf einem für den Bezirksligisten ungewohnten Ascheplatz gekickt wird.
Die (Sieges) Trauben hängen sehr hoch
Natürlich sind die Mannen um Kapitän Pierre Watty realistisch genug, um die Konstellation richtig einzuschätzen. Mit Leidenschaft, Mut, großer Moral und vor allem hoch erhobenem Haupt werden sich die Queckies in dieses Highlight schmeißen. Sie werden den Gästen einen wackeren Pokalfight bieten. Möglicherweise braucht Betreuer Charly Nazarek nach dem Match zwanzig Hände, um die Truppe für die neue Saison wieder fitzumassieren. In jedem Falle werden die (Sieges)Trauben auf der Alm an jenem Pokalsonntag sehr hoch hängen. Mit einem Augenzwinkern orakelte übrigens Stoßstürmer „Medusa“ Klimaszewski: auf alle Fälle zieht am Ende Rot Weiß in die nächste Runde ein; dem ist wohl nichts weiter hinzuzufügen!!!
Die Macher rund um die Fußballabteilung hoffen auf eine gut gefüllte und lautstarke „Hütte“. Anstoß am Sonntag, 2. August ist voraussichtlich um 17 Uhr. Aktuelle Informationen sind der Homepage zu entnehmen.
