Rockenfeller zeigt in beiden DTM Rennen spektakuläre Motorsportaction und rast auf die Plätze fünf und vier
Meisterschaftsaspirant Mike Rockenfeller in Zolder
Neuwied. Der Circuit im belgischen Zolder wurde 1963 eröffnet. Die mit 4003 Meter lange aktuelle Rennstrecke besteht aus vielen Geraden, die in teilweise sehr engen Kurven und anspruchsvollen Schikanen übergehen. Ist der erste Streckenteil rund und flüssig, wird der Verlauf im zweiten Abschnitt wegen der vielen kleinen Richtungsänderungen und den damit verbundenen Bremsmanövern unruhiger. „Die Strecke in Zolder ist eine schnelle Strecke, die aber sehr enge Passagen hat und insbesondere vor Start-Ziel nicht so sehr flüssig ist. Hier sind gute Bremsen gefragt und auch die Reifen spielen hier eine große Rolle. Denn die müssen bei korrekt eingestellten Luftdrücken auf die optimale Temperatur gebracht werden, damit ich wieder schnell aus diesen engen Abschnitten herausbeschleunigen kann.
Die DTM Autos haben circa 620 PS Leistung und Reifen, aber auch Bremsen und Kupplung werden stark beansprucht. Ich erhoffe mir in den Rennen natürlich zu gewinnen und möglichst viele Punkte in der Meisterschaft zu erkämpfen“, so Mike Rockenfeller. Rockenfeller und sein Teamkollege Loic Duval aus Frankreich starten für das Audi Sport Team Phoenix Racing unter dem Teamchef Ernst Moser und der hatte auch allen Grund zur Freude an diesem Wochenende. Im Qualfying begann das Wochenende für den Neuwieder mit Rang 16 noch nicht so gut, denn die Mechaniker mussten bis tief in die Nacht die Kupplung seines Boliden reparieren. Doch das Blatt sollte sich dann im ersten Rennen wenden. Polemann wurde der Zweifachchampion der DTM Marco Wittmann auf BMW M4 DTM. Im Rennen, bei dem 39 Runden absolviert wurden, belohnte sich Rockenfeller mit einem tollen Rennen und fuhr als fünfter durchs Ziel. Mit seiner ganzen DTM Erfahrung kämpfte er sich durch das Feld nach vorne und auch das Team machte einen Superjob an der Box. Teamkollege Loic Duval komplettierte das gute Ergebnis mit Rang vier im Rennen, auch er fuhr von Startplatz 14 von ganz hinten nach vorne. “Ich freue mich für mich und das ganze Team, das sich die harte Arbeit im Endeffekt gelohnt hat. Die Mechaniker mussten bis in die frühen Morgenstunden an der Kupplung des DTM Boliden arbeiten. Danke an das Team und die Mechanikercrew für die harte Arbeit, die sich gelohnt hat, denn Platz fünf ist super.“ Sieger im ersten DTM Rennen in Zolder wurde der Österreicher Philipp Eng auf BMW M4 DTM vor dem Schweden Joel Eriksson ebenfalls auf BMW M4 und dem besten Audipiloten Nico Müller aus der Schweiz. Rockenfeller heimste mit seinem 5. Platz einige Punkte im Kampf um die DTM Meisterschaft ein.
Das zweite DTM Rennen
Im zweiten Qualifying konnte Rockenfeller vor vollem Haus tollen Motorsport beweisen und belegte den sechsten Rang. Teamkollege Duval wurde elfter. Zwischen dem Ersten, dem Polemann und Vortagessieger Philipp Eng und dem Neuwieder war es nur eine achtzehntel Sekunde. Mit einer Zwei-Stopp- Strategie fuhr der schnelle Mann aus Neuwied ein beherztes Rennen und zeigte dabei seine ganze DTM Erfahrung. Spektakulär war vor allem die letzte Runde des Rennens, als er mit dem Briten Jamie Green um den begehrten Podestplatz kämpfte. Die Fans auf den Tribünen erhoben sich und spendeten Beifall. Für sich, sein Team und die Mechanikermannschaft war es am Ende ein schöner Lohn. Rockenfeller und Fahrerkollege Duval kamen im zweiten DTM Rennen erst sehr spät zum Reifenwechsel an die Box und hatten somit im Endspurt nach einer Savetycarphase frischere Reifen als die meisten ihrer Konkurrenten. Das hatte zur Folge, dass Rockenfeller Boden um Boden gutmachte und bis zur letzten Runde um den Podestplatz kämpfte. Den verfehlte er nur um einen Wimpernschlag. „Natürlich bin ich happy mit meinen Ergebnissen in Zolder, zumal das Wochenende nicht so gut anfing, weil wir ja nach der ersten Quali von hinten starten mussten. Doch mit zwei wirklich starken Rennen haben wir das beste daraus gemacht. In der neuen Turbo DTM geht so richtig die Post ab und hier in Zolder hat es sehr viel Spaß gemacht. Es war eine tolle DTM Veranstaltung, die ja nach ganz langer Zeit wieder ins DTM Programm aufgenommen wurde. Ein großer Dank gilt meinen Mechaniker, die sich die Nacht um die Ohren geschlagen haben, um die Kupplung zu reparieren, danach lief das Auto wieder super“, so Rockenfeller. Und auch der Teamchef Ernst Moser sprach seinen Fahrern und der Mannschaft ein großes Lob aus: “Was die Mechaniker geleistet haben in Nachtarbeit, um die Kupplung an Mikes Auto zu reparieren, dafür ein großes Kompliment und dass meine Fahrer Mike Rockenfeller und Loic Duval so weit vorne gelandet sind in den Rennen, da bin ich stolz auf die Truppe.“ Sieger wurde im zweiten Rennen Rene Rast auf Audi vor dem Österreicher Philipp Eng und Jamie Green aus England. Vierter Mike Rockenfeller auf Audi RS5 DTM. In der DTM Meisterschaft liegt der Neuwieder mit 42 Punkten auf dem vierten Rang. Es führt Philipp Eng mit 59 Punkten vor Renen Rast auf Audi mit 54 Zählern und Marco Wittmann auf BMW mit 43 Punkten. In dieser Tabellenkonstellation zeigt sich, dass Rockenfeller zu den Meisterschaftsaspiranten in der DTM 2019 zählt. Im italienischen Misano geht es vom 7. bis 9. Juni in die nächste DTM Runde.
DEB
Das Team des Neuwieder Fahrers war nicht nur beim Boxenstopp voll dabei- auch in den Nächten mussten sie ihr Können unter Beweis stellen. Fotos: DEB Foto: Hoch Zwei / Juergen Tap
