Lokalsport | 26.11.2018

Turnerschaft Bendorf 1861/1890 e.V. - 1. Mannschaft

Mertesdorf hat den längeren Atem

Rheinlandliga: TSB I – HSG Mertesdorf/Ruwertal 31:38 (18:18)

Bendorf. Der „Red-White-Saturday“ bringt nicht die erhoffte Überraschung. Trotz vieler Angebote schnappten sich die Gäste aus dem Ruwertal schlussendlich zwei Meisterschaftspunkte. Lange konnte Bendorf den Tabellendritten ärgern, doch ab der 45 Minute fehlten die durchschlagenden Argumente. Anders als noch in der Vorwoche ließ sich die Turnerschaft dieses Mal nicht direkt von Anfang an überrennen. Die Keip/Gutfrucht-Sieben machte sorgfältig ihre Hausaufgaben und legte nach fünf Spielminuten auf 4:2 vor. Auch Rückschläge wurden abgearbeitet. So drehten die Gäste kurze Zeit später an den Spielverhältnissen und legten selbst auf 4:7 vor. Doch Bendorf kam über Treffer von Philipp Hopfner und Florian Schmitt wieder auf 7:7 heran. Über 8:9, 10:10 und 12:10 wurde den zahlreichen Zuschauern ein packendes Spiel gezeigt. Insbesondere Niko Jansen im Bendorfer Tor machte mit glänzenden Paraden immer wieder auf sich aufmerksam. Zugleich gelang es der Turnerschaft ein um das andere Mal geduldig auf die Lücken in der gegnerischen Abwehr einzuwirken. Zahlreiche Treffer fielen durch das sog. „Abräumen“. Demnach konnte die TSB mit breiter Brust bis auf 18:16 vorlegen. Der HSG glückte jedoch noch vor dem Halbzeitpfiff der Ausgleichstreffer zum 18:18. Dennoch konnte sich die bisherige Leistung der Falken sehen lassen. Dem stärksten Angriff der Liga konnte Paroli geboten werden und so sollte es auch weitergehen.

Wenngleich die Defensivleistung der Gastgeber mehr und mehr bröckelte, so stimmte nach wie vor die Angriffsleistung. Viele leichte Tore konnten über Kreisanspiele erzielt werden. Ömer Acar konnte sich in diesem Zuge gleich sechs Mal in die Torschützenliste eintragen und auch die Statistik der gepfiffenen Siebenmeter forcieren. Folglich entwickelte sich aus dem 19:20, 22:22 und 23:24 zwar ein leichtes Übergewicht bei Mertesdorf/Ruwertal, doch Bendorf blieb – trotz roter Karte gegen Anonym (laut NuLiga-Spielbericht) - in Schlagdistanz. Um die EU-Datenschutzgrundverordnung zu gewährleisten erwähnen wir eben nicht, dass es René Engler bereits in der 35. Minute mit der Disqualifikation erwischt hatte. Und auch die rote Karte gegen Maximilian Simon von der HSG in der 38. Minute lassen wir fast gänzlich unerwähnt. Zurück zum Spiel: Als ab der 45. Minute mit zunehmender Spieldauer die Kaltschnäuzigkeit der Hausherren vor dem Tor nachließ, bekam die HSG Oberwasser. So wurde aus dem 24:26-Rückstand ein 6-Tore-Rückstand in der 51. Minute (26:32). Bei der Turnerschaft machte sich Resignation breit und kräftemäßig gingen allmählich die Lichter aus. Demnach musste sich die Keip/Gutfrucht-Truppe mit dem Abpfiff 31:38 geschlagen geben. Die Mannschaft hat gut gekämpft, doch es hatte nicht sollen sein.

Am kommenden Samstag spielen die Bendorfer Falken in der Dauner Wehrbüschhalle. Anpfiff ist um 19:30 Uhr. Der Fanbus startet um 17 Uhr am Yzeurer Platz.

Es kämpften für Bendorf I: Conni Becher (1), Niclas Kirschhöfer (2), Pascal Brink, Lucas Litzmann (4), Ömer Acar (6), Jannis Hofmann, René Engler (3), Florian Schmitt (5), Philipp Hopfner (6/6), Lukas Schlicht (4), Luca Guttandin, Jonas Kaltenbach; im Tor: Nico Hemmerle, Niko Jansen.

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