Andernacher Sportler beweisen sich auch auf internationaler Ebene
Mit der Sportlerehrung ging wieder ein leistungsstarkes Wettkampfjahr zu Ende
Andernach. Sie nahmen in diesem Jahr an einer deutschen Meisterschaft oder höheren Qualifikation teil und erzielten respektable Erfolge: Die herausragenden Leistungen der zehn Andernacher Sportlerinnen und Sportler wurden in der vergangenen Woche im Historischem Rathaus im Rahmen der Sportlerehrung 2016 gewürdigt.
Außerdem konnte Oberbürgermeister Achim Hütten noch drei Sonderehrungen und eine Mannschaftsehrung vornehmen.
Das sportliche Feld in Andernach ist bestellt
Die rund 30 Sportvereine in Andernach bilden eine große sportliche Gemeinschaft. Als Pfeiler des gesellschaftlichen Lebens in der Stadt bieten sie den über 30.000 Einwohnern, mit ihrem Angebot im Jugend- und Breitensport, Möglichkeiten zur Bewegung, zum Spiel oder gar zum Wettkampf, also zum Kampf um beste Leistungen. Der bekannte Pädagoge Herman Nohl (+1960) sah das „Wetteifern“ als eine pädagogische Kategorie, die sich bei Kindern und Jugendlichen schon von frühster Jugend an manifestiert.
Wen wundert’s daher, dass die Bäckerjungenstadt eine Vielzahl von beachtlich guten Sportlerinnen und Sportlern aufzuweisen hat. Mit überdurchschnittlichen persönlichen Bestleistungen und Erfolgen, auch in diesem Jahr, machten sie sich und ihren Vereinen alle Ehre.
Zur Sportlerehrung 2016 begrüßte Achim Hütten neben den Athleten, Kämpfern, Spielern und deren Trainern auch Beigeordnete und Vertreter des Sportausschusses. Die vom städtischen Sportreferenten, Andreas Versch, bestens vorbereitete Feierstunde im Ratssaal des Historischen Rathauses, wurde musikalisch gestaltet von der jungen Punkpop-Band „Talk about Tomorrow“ (Schlagzeug: Dominik Zester; Bass: Dominik Gusch; Leadgitarre: Dennis Dyck; Gesang, Gitarre: Pascal Schöer; Technik: Niclas Raap), die leidenschaftlich ein Ziel verfolgt – einen Gig bei „Rock am Ring“.
Einzel- Mannschafts- und Sonderehrungen
Nachfolgend die Sportlerinnen und Sportler, die für Ihre Leistungen und ihr Engagement mit einer individuellen Laudatio und einem Präsent geehrt wurden:
Sportgemeinschaft DJK Andernach: Ilona Kirchesch (W55): 2. Platz Senioren-Europameisterschaft 20 km Gehen Mannschaft; 4. Platz Senioren-Europameisterschaft 20 km Gehen Einzel; 2. Platz Deutsche Meisterschaften 5000m Bahngehen.
Roger Gurski: 3. Platz Weltmeisterschaften U-20 4x100m; 6. Platz Weltmeisterschaften U-20 200m; 4. Platz Deutsche Meisterschaften Männer 4x100m; 1. Platz Deutsche Meisterschaften U-20 200m; 5. Platz Deutsche Meisterschaften U-20 100m. Ingo Neumann: 4. Platz Deutsche Berglaufmeisterschaften M 45; 4. Platz Deutsche Berglaufmeisterschaften Mannschaft M40/45; 5. Platz Deutsche Marathon-Meisterschaften M45; 4. Platz Deutsche Marathonmeisterschaften Mannschaft M40/45
Taekwondo-Club Andernach: Emily Kunz (10 Jahre); Deutsche Rangliste: 1. Platz Jugend C (U12) 29 kg; Rheinland-Pfalz-Meisterin 2016 Jugend C (U12) 29 kg
Turnerbund Andernach (Karate): Jennifer Bahlert (3. DAN): 4. Platz Kata Einzel Int. Dt. Meisterschaft; 1. Platz Kata Team Reichenbach/Vogtland. Josef Zabbei (4. DAN) 2. Platz Kata Einzel Int. Dt. Meisterschaft; 1. Platz Kata Team Reichenbach/Vogtland. David Kubatzki (5. DAN): 1. Platz Kata Einzel Int. Dt. Meisterschaft; 2. Platz Kata Team Reichenbach/Vogtland. Andre Noel Zabbai (1. Kyu): 2. Platz Kata Einzel Int. Dt. Meisterschaft; 1. Platz Kata Team Reichenbach/Vogtland.
Andernacher Tennisclub (ATC):
Margreth Beyer: Platz 1 der Deutschen Rangliste Damen 60; 2. Platz Int. Europameisterschaften in Baden-Baden; 1. Platz Doppel Deutsche Meisterschaften; Bonzemedaille bei den Mannschaftsweltmeisterschaften in Helsinki. Urs Breitenberger (Gehörlosen-Tennis): Silbermedaille (Doppel) und Bronzemedaille (gemischtes Doppel) bei den Europameisterschaften der Gehörlosen in Portoroz (Slowenien).
Sonderehrungen und Mannschaftsehrung
Hans-Peter Büntgen, ehemaliger erfolgreicher Judoka, musste sich infolge eines schweren Unfalls vom aktiven Sport verabschieden.
In der Folgezeit engagierte er sich im Turnerbund Andernach als Übungsleiter der Judoabteilung und als Kampfrichter. Inzwischen ist er auch Bundeskampfrichter, leitet seit 1986 die Judoabteilung des Turnerbundes und wirkt als stv. Präsident im Vorstand des Vereins mit.
Norbert Neitzert ist seit 1976 im Freibad als ausgebildeter Sanitätshelfer ehrenamtlich tätig. Trotz seiner Querschnittslähmung hat der 60-Jährige immer noch Freude daran, sich für das DRK aktiv im Schwimmbad zu engagieren.
Auch durch das Engagement von Armin Granath entwickelte sich der Andernacher Tennisclub in Rheinland-Pfalz zu einem „Vorzeigeverein“. Der ehemalige Sportwart des Vereins wurde 2012 vom Landesverband für seine ehrenamtliche Tätigkeit mit der Ehrennadel ausgezeichnet.
Nach ihrem Klassenaufstieg im Jahr 2015 konnte die 1. Herren-Mannschaft der SG 99 die diesjährige Hinrunde in der Rheinlandliga mit einem Platz im Mittelfeld beenden. Die Mannschaft (Altersdurchschnitt 22 Jahre) besteht überwiegend aus ortsansässigen Spielern bzw. ehemaligen eigenen Jugend-Spielern.
