Freundschaftsspiel des SV Rot Weiß Queckenberg
Mit reichlich Feuerwasser den Fluch besiegt
Queckenberg. Da der FC Tannenbusch nur neun Spiele nach seiner plötzlichen Wiederauferstehung ebenso schnell wieder in die ewigen Fußballjagdgründe entschwunden ward, konnte sich der SV Rot Weiß Queckenberg leider nicht im Rahmen des letzten Heimspiels von seinen treuen Fans verabschieden. Verdient hätte es der rot-weiße Anhang allemal, schließlich begleitete man die Bures-Buben bei Wind und Wetter quasi vom Ural bis an den Atlantischen Ozean. Um dann nicht gänzlich spielfrei zu bleiben, nahm Sportdirektor Jürgen Kurek liebend gern die Einladung des FC Pech II an zu deren Saisonabschluss auf der Kunstrasenanlage am Gudenauer Weg.
Die letzten Besuche hoch oben über Pech weckten keine guten Erinnerungen: 4:20 Tore und null Punkte liest sich die Bilanz der letzten drei Gastspiele. Überhaupt datiert der letzte Sieg gegen den FC vom 31. Juni 2011, als man die erste Mannschaft, den damaligen B-Ligisten, völlig überraschend aus dem Kreispokal kegelte.
Doch die Kerle von der Madbach reisten frohen Mutes in die Fremde. Das flaue Gefühl in der Magengegend bei dem einen oder anderen Queckie hatte definitiv andere, hochprozentige Ursachen als möglicherweise Respekt vor dem Gastgeber. So ging die mächtig durcheinander gewirbelte Truppe in den Sommerkick.
Die Aufstellung war eine Anerkennung und ein Dankeschön an Fahrenbruch, Jentsch, Claßen und Erol, die oftmals im Dienste der Mannschaft vorbildliche, eiserne Reservisten waren.
Und trotzdem oder vielleicht auch gerade wegen des verspürten Vertrauens durch den Trainer lieferte die vermeintlich zweite Garde eine ordentliche Leistung ab und verteidigte eine frühe 1:0 Führung über 76 Minuten. Ein etwas fragwürdiger, jedoch auch nicht unberechtigter, Elfmeter ließ die Einheimischen kurz jubeln und zumindest für 13 Minuten am Unentschieden schnuppern.
Doch dann blitzten noch einmal Spielwitz und Spielfreude, Technik gepaart mit Laufbereitschaft, Übersicht und unbedingtem Siegeswillen auf. Flo Breuer, der Eisschrank höchstpersönlich, servierte Cipera das Leder in den Lauf. Der Jungspund schickte sich dann quasi selbst auf der linken Außenbahn auf Reisen, um dann ganz überlegt in den Rücken der FC-Abwehr zu passen. Dort stand Mittelfeldhüne Klemm und schweißte volley mit dem rechten Vollspann ein. Damit war es also endlich vollbracht: Einer der letzten schwarzen Fußballflecken aus Queckenberger Sicht wurde in rot-weiß getüncht!
Letztes Meisterschaftsspiel
Das letzte Meisterschaftsspiel führt den RWQ nach Godesberg, wo ab 12:30 Uhr der Tabellenzweite und designierte Aufsteiger 1. FC Ringsdorff Godesberg II zum Saisonhalali bläst. Doch der eigentliche Höhepunkt und hoffentlich schillernde Abschluss findet am 16. Juni auf dem heiligen Fußballhügel statt. Ab 14 Uhr feiert die Fußballabteilung zusammen mir ihren Fans und treuen Wegbegleitern unter dem Motto Tag der Legenden. Ab 15 Uhr müssen die Bures-Buben noch einmal alle Kräfte mobilisieren, denn dann geht es in dreimal dreißig Minuten gegen eine kunterbunt zusammengewürfelte RWQ-All-Star-Truppe um die berühmte Ehre. An diesem Tage gibt es auf oder auch neben dem Platz ein Wiedersehen mit so klangvollen und ruhmreichen Namen wie Jochen Steidel, Rainer Münster, Udo Wassong, Peter Sommer, den Gründungsmitgliedern Wolfgang Preuhs, Heinrich und Peter Bertram sowie Heinrich Kessel, aber auch Vertretern der jüngeren Generation wie zum Beispiel Alex Frank, Jean Mundorf oder Markus Becker. Leider ist an diesem Tage mit „Holle“ einer der absoluten Publikumslieblinge nicht am Start. Er steht derzeit im Dienste der Bundesrepublik ca. 5.000 Kilometer weiter südlich seinen Mann. Der SV Rot Weiß Queckenberg wünscht ihm für die nächsten Monate in Mali viel Glück und eine gesunde Heimkehr.
Aufstellung: Claßen – Erol, Uygur, Breuer – Fahrenbruch, Declair, von Sturm, Leifer, Klimaszewski, Cipera – Mücklich
Verstärkung: P. Watty, Klemm, A. Watty, Jentsch
Pressemitteilung
SV Rot Weiß Queckenberg e.V.
