SV Rot Weiß Queckenberg
Mount Queck unter Feuer
3: 4 Niederlage gegen den ISC AlHilal Bonn II
Queckenberg. Durch verletzungsbedingte Ausfälle oder dringende private Gründe kam es zu einigen Spielerabsagen vor dem letzten Punktspiel. Doch wenn man dann die klangvollen Namen der wiederbelebten Urgesteine liest und dadurch ein Wiedersehen feiern darf mit solch legendären allzeit bereiten Geheimwaffen wie Weinand, Frank oder Themel, dann wird einem RWQ-Anhänger einfach nur heiß ums rot-weiße Fanherz! Mit einer sehr gesunden Mischung aus Jung und Alt kreuzte man auf dem Mount Queck die Klingen mit den Torgaranten vom ISC AlHilal Bonn II. Aufgrund derumgestellten Startelf benötigten die Einheimischen ca. 20 Minuten, um in den Rhythmus zu kommen und sich auf die extrem ballversierten Gäste einzustellen. Doch genau diese unsichere Auftaktphase nutzte der Internationale Sportclub zweimal in der 22. und 30. Minute aus und verurteilte die auf den Berg gepilgerten Fans vorerst zum Schweigen. Der ISC blieb weiter spielbestimmend. Doch wie aus dem Nichts schädelte Bellinghausen eine punktgenaue Geimer-Flanke zum völlig überraschenden Anschlusstreffer in die Maschen. Endlich, lief der RWQ-Motor heiß und schaltete ohne Zwischenintervall vom ersten in den sechsten Gang. Zusätzlich angepeitscht vom lautstarken Voreifeler Publikum verzückten die Queckies mit einer kämpferischen Galavorstellung. Der Gast, dessen Strafraum nun einer belagerten und aus allen Richtungen beschossenen Mittelalterfestung glich, kam kaum mehr zum Luft holen geschweige denn einmal gefährlich von den Weinand-Kasten. Den verdienten Lohn der rot-weißen Daueroffensive erntete erneut Bellinghausen in der 42. Minute. Die sichtlich angeschlagenen, schwer taumelnden Gäste wirkten nun mehr und mehr gereizt. Der Schiedsrichter hatte die hektischer werdende Partie im Griff und rettete den ISC mit seinem Pfiff in die Pause. Nach dem Seitenwechsel gönnte die angriffslustige Naeve-Kurek-Truppe dem Gegner weiterhin keine Sekunde zum Durchatmen und keine Gelegenheit zur eigenen Entfaltung. 300 Sekunden nach Wiederanpfiff passte Geimer mit einem gefühlvollen Schlenzer vom rechten Strafraumeck das Ergebnis dem Spielverlauf an. Konnten die Gäste zu Spielbeginn noch durch Ballkönnen überzeugen, setzten sie angesichts dieser Führung nun verstärkt auf Aktionen, die unter der Gürtellinie eingeordnet werden müssen. Warum der bis dahin sehr souveräne Schiedsrichter all die Spuckattacken und Ohrfeigen, das Nachtreten und Ballwegschlagen usw. ignorierte, konnten selbst neutrale Zuschauer kaum nachvollziehen. Obwohl der Gastgeber nun (gefühlt) gegen 12 Mann ankämpfen musste, lieferte der RWQ weiterhin seine beste Saisonleistung ab und drängte mit Macht und Wut auf die Entscheidung. Weinand bewies in der 62. Minute Killerinstinkt, parierte großartig einen berechtigten Elfmeter und der RWQ durfte weiter vom ersten Heimsieg der Saison träumen. Eine Viertelstunde vor Schluss musste Queckenbergs Torwartopa denn doch den Ausgleich der weiterhin extrem grenzwertig auftretenden Gäste quittieren. Diese dezimierten sich nach einer Notbremse selbst und waren sichtlich schockiert, dass in diesem Moment tatsächlich einmal eine Entscheidung gegen sie getroffen wurde. Weitere fünf Minuten später übersah der Referee zum wiederholten Male eine klare Tätlichkeit. Der blonde Riese Declair stürzte wie ein gefällter Baum zu Boden, die sichtlich geschockte Hintermannschaft vergaß in dieser Sekunde kurzfristig das Fußballspielen und die mit allen (Ab)Wassern gewaschenen Gäste nutzten den sich bietenden Vorteil zur Führung. Im Anschluss sah ein sichtlich und vollkommen zu Recht erregter Nehring die rote Karte, der die vorangegangenen Fehlentscheidungen wohl etwas zu lautstark kommentiert hatte. Die Queckenberger Volksseele kochte endgültig über, selbst der sonst besonnene Naeve musste sich eingestehen, dass hier definitiv nicht alles mit rechten Dingen zuging und verlor für einen Moment seine guten Manieren. Der RWQ war nun psychologisch am Boden zerstört, dass er auch die 10-minütige Nachspielzeit nicht nutzen konnte, um den mehr als verdienten Ausgleich zu erzwingen. Am nächsten Spieltag geht es am 11. Oktober zum Auswärtsspiel zum FC Flerzheim II. Aufstellung: Weinand - Becker, Declair, Winkel, Heinrichs - Geimer, Nehring, Klemm, Bellinghausen, Peters - Klimaszewski, Verstärkung: Rau, Müller, Frank, Eiserne Reserve: Themel.
