TV Urbar, Abteilung Lauftreff
Mülltonnentrommler heizen ordentlich ein
Urbar. Der TV Rengsdorf veranstaltete den Westerwaldlauf und den Volkswandertag. Selbstverständlich waren auch einige Läufer vom TV Urbar dabei, die den Westerwaldlauf als Training ansahen. Auf unterschiedlichen Strecken zwischen zehn und 50 Kilometern konnte ohne offizielle Zeitnahme gestartet werden. Start und Ziel befanden sich am Freibad in Rengsdorf. Viele Läufer kamen wie in jedem Jahr von weit her angereist. Ein Großteil begab sich auf die 50-Kilometer-Strecke, die mit etwa 1500 Höhenmetern gespickt war. Auch Almuth Sax vom Lauftreff TV Urbar ging über diese Distanz an den Start. Die 32-Kilometer-Strecke nahmen Mareike Sültz, Peter Schweda und Frank Hardt unter ihre Laufsohlen. Auf die 20-Kilometer-Runde machten sich Claudia Lohner, Stefan Gangler und Benjamin Hoch. Die Strecke war wie immer hervorragend markiert. Die Verpflegungsstellen hatten natürlich alles Nötige, um die Distanzen zu meistern. Die in jedem Jahr unterschiedliche Strecke begeisterte auch diesmal wieder die Teilnehmer auf ganzer Länge. Nach dem Zieleinlauf ließen alle noch bei dem ein oder anderen Bier die Laufveranstaltung ausklingen oder kühlten sich im Freibad ab. Alljährlich veranstaltet der Lauftreff des TV Urbar einen Kurs für Anfänger oder Wiedereinsteiger. Ziel ist es, nach zehn Wochen mit je drei Trainingseinheiten sechs Kilometer oder eine Stunde am Stück laufen zu können. Schon nach kurzer Zeit mussten die Übungsleiter dieses Ziel auf zehn Kilometer nach oben korrigieren. Die Teilnehmer waren in diesem Jahr besonders ambitioniert und vielleicht doch etwas „vorbelastet“. Und so war es nicht verwunderlich, dass sich die Mädels des Kurses kurzerhand vornahmen, an dem zum ersten Mal in Koblenz ausgetragenen „Forum Mittelrhein Ladies Run“ über fünf Kilometer teilzunehmen. Nach einem leichten Warm-Up für die Teilnehmerinnen fiel mit leichter Verspätung kurz nach 17 Uhr endlich der Startschuss, auf den alle hingefiebert hatten. Der ein oder anderen war die Nervosität vor dem Startschuss anzumerken. Der Adrenalinspiegel war hoch. Die ersten Meter wirkten wie ein Nadelöhr in der Einkaufspassage, raus auf die Casinostraße und nach links in die Schlossstraße. Hier heizten „Mülltonnentrommler“ mit Guggemusik ähnlichen Tönen ordentlich ein. Das Feld war noch immer ziemlich eng zusammen. Weiter ging es zur Pfaffendorfer Brücke, Unterführung Rhein-Mosel-Halle und ab in die Kaiserin-Augusta-Anlagen. Am Wendepunkt angekommen, ging es über den Leinpfad vorbei zur Stresemannstraße in Richtung Schloss über den Vorplatz. Zwischendurch waren Läuferinnen auszumachen, die eine Gehpause einlegten. Nicht so die sieben Starterinnen des TV Urbar. Mit einem Lächeln im Gesicht liefen sie über den Vorplatz des Schlosses - weit mehr als die Hälfte der Strecke war bewältigt - noch mal zur Pfaffendorfer Brücke und von dort zurück zum Forum. Es war geschafft. Das Finisher-Bier hatten sich alle redlich verdient.
