Lokalsport | 07.07.2022

60 Kilometer-Wanderung des Good Walking Club e.V. Rheinbach führte durch das Ahr- und Sahrbachtal

Naturerlebnis und Härtetest

Von Krezuberg bis nach Plittersdorf folgten die Wanderer dem Sahrbacher Höhenweg.

Region. 290 Langstreckenwanderer nahmen an dem Sahrtal Trail 60K mit Start und Ziel in Rheinbach teil. Sie waren der Einladung des Rheinbacher Good Walking Club e.V. gefolgt, der die anspruchsvolle 60 Kilometer lange Wanderung in den vergangenen Monaten geplant hatte. Der Rundkurs führte von der Gesamtschule an der Villeneuver Straße über Hilberath und Kalenborn nach Altenahr, Lind, Plittersdorf, Kirchsahr, Winnen, das Sahrbachtal und Krälingen wieder zurück nach Rheinbach. Unterwegs hatten die Teilnehmer, die aus ganz Deutschland und den Benelux-Ländern angereist waren, zahlreiche An- und Abstiege zu bewältigen. Eine Herausforderung, die den Aktiven alles abverlangte. Doch die waren bestens vorbereitet: „260 Aktive erreichten das Ziel innerhalb des vorgegebenen Zeitlimits von 15 Stunden. Das ist ein Spitzenergebnis, das auch unterstreicht, dass wir mit einer starken Teamleistung, der Streckenauswahl sowie unseren neun Verpflegungsstellen augenscheinlich vieles richtig gemacht haben“, freute sich Frank Piontek vom Good Walking Club e.V.

Die Rückmeldungen der Teilnehmer bestätigt die Einschätzung des Flerzheimers, der mit seiner Ehefrau Saskia sowie den Vereinsmitgliedern Rita Kröker, Wilfried Lange und Evelin Bartsch, die Wanderung in den vergangenen Monaten vorbereitet hatte. Bei der Streckenplanung erhielten die Organisatoren auch Unterstützung und gute Hinweise durch die Forstverwaltungen in Rheinbach und Vischel. So entstand eine abwechslungsreiche und sichere Strecke, die zu einem echten Naturerlebnis und Härtetest für die Teilnehmer wurde. Ihnen standen rund 70 Helfer sowie zahlreiche Sanitäter zur Seite.

Ehemalige Weltrekordhalterin im 100 Kilometer-Lauf lobt Event

„Perfekte Organisation, schöne Strecke, alles super!“ lautetet das Fazit der ehemaligen Weltrekordhalterin im 100 Kilometerlauf Birgit Lennartz (7:18 Stunden in 1990) aus Sankt Augustin, die sich diesmal auch unter die Langstreckenwanderer gemischt hatte. „Das Lob einer solch erfolgreichen Sportlerin, die in ihrer Karriere weltweit einige der bedeutendsten Ultra-Langstreckenläufe mehrfach gewonnen hat, freut uns natürlich sehr!“, so Piontek weiter.

Diesmal gab es aber keine Wertung oder Siegerpreise. „Der Sahrtal Trail ist kein Wettkampf. Hier geht es darum, die anspruchsvolle Strecke gehend zu absolvieren - das Ziel zu erreichen. Nach Möglichkeit, dabei auch die Natur zu genießen!“, stellte Wilfried Lange mit einem Augenwinkern heraus. Mit seiner Familie und einem Freund betreute er gleich zwei Verpflegungsstellen. Zunächst morgens in Altenahr bei Kilometer 14, die ersten Aktiven waren bereits um 5 Uhr in Rheinbach gestartet. Am Mittag empfingen sie die Wanderer in dem kleinen Ort Winnen bei Berg wieder. Dort hatten die bereits 40 Kilometer hinter sich und gerade den bis zu 30 Prozent steilen Sauriersteig hinauf nach Winnen bezwungen. „Auf dem Sauriersteig hätte ich mich am liebsten streikend auf einen Baumstumpf gesetzt“, berichtete Teilnehmerin Rebecca Fiedler. Sie fügte aber sofort hinzu: „Es war großartig.

Danke auch dafür, dass ihr die Situation im Ahr- und Sahrbachtal nach der Flutkatastrophe noch einmal bewusst gemacht habt.“ Auf ihrem Weg waren die Aktiven auch durch Altenahr und Kreuzberg an der Ahr gegangen und hatten sich einen Eindruck über die Auswirkungen der Flutkatastrophe und den Fortgang des Wiederaufbaus gemacht.

Der Verein, der bereits im vergangenen Jahr 21.000 Euro an die Katastrophenhilfe der Verbandsgemeinde Altenahr weitergeleitet hatte, wird mit Einnahmen aus dieser Veranstaltung sein Engagement vor Ort fortsetzt.

In Winnen und Krälingen begrüßte die Landrätin des Kreises Ahrweiler, Cornelia Weigand, viele Teilnehmer an den dortigen Verpflegungspunkten und dankte den ehrenamtlichen Helfern vor Ort für ihren Einsatz. Dieser verlief für die Einsatzkräfte des DRK Kreisverbandes Ahrweiler und der Malteser Meckenheim ruhig. Sie mussten nur in wenigen Fällen kleinere Blessuren versorgen. Mit einem eigens eingerichteten Shuttle-Dienst wurden die Aktiven, die ihren Marsch vorzeitig beenden mussten, nach Rheinbach zurückgefahren. Dort empfing Moderator Arne Pöppel, der mit dem Team des Beueler10er (Laufveranstaltung in Bonn-Beuel) für ein schönes Ambiente im Ziel sorgte, alle Finisher persönlich. Außerdem gab es für sie eine große Medaille und eine Urkunde. Besonders viel hatten Physiotherapeut Ralf Schönberg und sein ACTIVIVER-Team aus Rheinbach und Meckenheim zu tun. Vom ersten bis zum letzten Finisher massierten sie deren strapazierte Beine und Rücken. Premium-Service beim Sahrtal Trail. „Zehn von zehn Punkten!“, brachte es Teilnehmer Eric Schmidt auf den Punkt.

Die Organisatoren werden im Herbst entscheiden, ob es im kommenden Jahr eine Wiederholung des Sahrtal Trails geben wird.

Nach den ersten 20 Kilometern legten die Aktiven eine kurze Pause in Kreuzberg an der Ahr ein.

Nach den ersten 20 Kilometern legten die Aktiven eine kurze Pause in Kreuzberg an der Ahr ein.

Gemeinsam die 60 Kilometer mit mehr als 1600 Höhenmetern Anstieg geschafft.

Gemeinsam die 60 Kilometer mit mehr als 1600 Höhenmetern Anstieg geschafft.

Von Krezuberg bis nach Plittersdorf folgten die Wanderer dem Sahrbacher Höhenweg.

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Lena: Diversität ist wichtig: Der Wolf reguliert Überpopulationen ( z.B. Schwarzwild, Rehwild). Für schlecht geschützte Herdentiere sind die Besitzer verantwortlich.
  • Peter 1: Trotzdem ist der Wolf hier vollkommen überflüssig.
  • Walter Miller : Ein verpixeltes Bild von der durch den Wolf getöteten Ziege. Was will man damit ausdrücken ? Das ein Wolf besonders grausam ist ? Er ist ein Geschöpf der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den 467.000 Jägern in Deutschland.
  • Michael Geiger, 56337 Eitelborn: Michael Geiger, Leider kann ich die Losnummern aus der Ziehung vom 28.03.26 im Globus Bubenheim nicht finden.. Warum nicht
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Dagmar Both: Guten Morgen Herr Winkelmann, herzlichen Dank für ihre Berichterstattung. Wenn sie von einer vertrauensvollen Abstimmung im Abstimmungsprozess zum Sondervermögen berichten, - dann gilt dies leider nicht für die Freien Wähler.
Daueranzeige
Kreishandwerkerschaft
Dauerauftrag Imageanzeige
Holz Loth-Entsorgung
Oster-Anzeige
Maschinenbediener, Staplerfahrer
Ostergruß
Titelanzeige
Mitarbeiter IT-Administrator
Stellenanzeige Kita
Empfohlene Artikel
Der MGC Bad Bodendorf startet vielversprechend in die neue Saison.  Foto:privat
62

Köln. Mit Spannung war der erste Spieltag der NBV Bezirksliga 4 erwartet worden – und er hielt, was er versprach. Auf der Betonbahn in Köln-Neubrück schickten fünf Vereine insgesamt 39 Spielerinnen und Spieler ins Rennen. Der MGC Bad Bodendorf zeigte dabei eine kämpferisch, aber durchwachsene Teamleistung und belegte am Ende Rang vier. Besonders zwei Akteure rückten ins Rampenlicht: Oliver Frings und der noch schulpflichtige Nachwuchsspieler Simon Weber.

Weiterlesen

Die ADAC RAVENOL 24h Nürburgring sind in Sachen der Teilnehmerzahl traditionell das größte Rennen der Welt.
46

Nürburg. Der Wandel gehört bei den ADAC RAVENOL 24h Nürburgring zum Konzept. Schließlich passen die zuständigen Organisatoren beim ADAC Nordrhein das Reglement des Klassikers seit der Premiere im Jahr 1970 immer wieder an. So halten sie mit der technischen Entwicklung schritt, aber auch die Abläufe wurden immer wieder verbessert und die Sicherheit für alle Beteiligten erhöht. Wie attraktiv das Rennen auch bei seiner 54 Auflage ist, zeigt der Riesenandrang der Teams.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Verkehrssituation an der Aloisius-Grundschule stresst die Anwohnerschaft. Foto: ROB
2299

Immer wieder kommt es zu kritischen „Manövern“: Auch die Stadtverwaltung sieht zunehmende Belastung:

HeimatCheck: Ahrweiler: Eltern-Taxis stressen alle

Ahrweiler. Seit mehreren Jahren steht die Aloisius-Grundschule vor einer wachsenden Herausforderung: dem zunehmenden Verkehrsaufkommen durch sogenannte „Elterntaxis“. Leser von BLICK aktuell berichten, dass sich die Situation trotz wiederholter Hinweise und Appelle bislang nicht verbessert habe. Insbesondere zu den morgendlichen Bringzeiten sowie am Mittag beim Abholen der Kinder kommt es regelmäßig zu kritischen Verkehrssituationen rund um das Schulgelände.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Adobe Stock
135

Bonn. Am kommenden Samstag (04.04.2026) findet in Beuel und in der Bonner Innenstadt der „Bonner Ostermarsch 2026“ statt. Zu dieser Friedensdemonstration erwarten die Veranstalter rund 500 Teilnehmende. Die Versammlung beginnt um 13:00 Uhr auf dem Mirecourtplatz am Beueler Rheinufer. Von dort aus ist folgender Aufzugsweg vorgesehen:

Weiterlesen

Dauerauftrag 2026
Kreishandwerkerschaft
Essen auf Rädern
Dauerauftrag 2025
Alles rund ums Haus
Fahrer gesucht (m/w/d)
Imageanzeige Dauerauftrag 04/2026
Titel
Koblenz blüht
Osterangebot
Hasenhoppeln & Heimatshoppen
First Friday Anzeige März
Stellenanzeige mehrere Stellen
Ostergrußanzeige
Unterstützeranzeige
Stellenanzeige Personalreferent/in
Stellenanzeige Personalsachbearbeiter/in