2. Bundesliga: Koblenz/Weibern verliert auswärts mit 20:38
Neckarsulmer Sportunion macht Aufstieg perfekt
Neckarsulm. Die Neckarsulmer Sportunion hat mit einem Heimsieg gegen die Vulkan-Ladies Koblenz/Weibern vorzeitig den Aufstieg in die 1. Bundesliga klar gemacht. Die Gastgeberinnen schlugen vor 1.260 Zuschauern das Team vom Deutschen Eck auch in der Höhe verdient mit 38:20 (22:9). Die Gäste hatten zu keinem Zeitpunkt die Chance, den wie entfesselt aufspielenden Gastgeberinnen das Momentum aus der Hand zu reißen.
„Glückwunsch zum Sieg und zum Aufstieg“, gratulierte Vulkan-Ladies-Trainer Caslav Dincic dem Gegner fair. „Das war erstligareif, was Neckarsulm heute und auch schon in der ganzen Saison gespielt hat. Das Team steht hochverdient an der Spitze.“
Die Partie war gerade einmal 3:15 Minuten alt, da musste Dincic schon die erste Auszeit nehmen. Der Trainer hatte sein stärkstes Team auf das Parkett geschickt, doch das lag zu diesem Zeitpunkt bereits mit 0:4 hinten. Evelien Grob im Tor, dazu Dora Varga, Lenka Hradilova, Monika Odrowska, Diana Sabljak, Franziska Ringleb und Petra Adamkova fanden schon zu Beginn kaum Zugriff auf Spiel und Gegner. „Ich musste die Auszeit nehmen, um uns ein wenig Luft zu verschaffen. Und ich hatte danach auch kurz das Gefühl, dass wir uns jetzt fangen könnten.“ Doch die Hoffnung des Trainers wurde nur kurz bestätigt. Monika Odrowska und Diana Sabljak verkürzten auf 2:4, doch das Aufbäumen war danach schnell wieder Geschichte. Nach 18 Minuten führte Neckarslum ein erstes Mal mit zehn Toren (15:5), die Partie war schon zu diesem frühen Zeitpunkt entschieden.
Natürlich hätten die Vorzeichen für diese Partie kaum unterschiedlicher sein können. Was in der Hinrunde noch ein absolutes Spitzenspiel war, hatte sich – der Entwicklung in beiden Lagern geschuldet – zu einem ungleichen Duell gemausert. Auf der einen Seite die sich im Höhenflug befindlichen Neckarsulmer, auf der anderen Seite die Vulkan-Ladies, die in der zweiten Saisonhälfte sportlich enttäuscht hatten und die zudem die Nachricht verkraften mussten, dass am Saisonende Schluss ist. Selbst mit viel Optimismus war nicht zu erwarten, dass die Vulkan-Ladies am Samstagabend den Spielverderber geben könnten.
Zur Pause lag Neckarsulm mit 22:9 deutlich in Führung
Schon zur Pause lagen die Gastgeberinnen deutlich mit 22:9 in Führung. In Hälfte zwei wurde auf beiden Seiten kräftig durchgewechselt, was das Kräfteverhältnis auf dem Feld jedoch nicht verändern sollte. Beste Schützin bei den Vulkan-Ladies war Franziska Ringleb mit ganz starken neun Treffern, davon zwei von der Siebenmeter-Marke. „Wir haben heute nicht gut gespielt“, sagte Dincic, der in Neckarsulm auf die angeschlagene Hildigunnur Einarsdottir verzichten musste. „Wir sind früh einem klaren Rückstand hinterhergelaufen und waren auch vom Kopf her nicht so schnell wie Neckarsulm. Während wir nach dem Pfiff der Schiedsrichter meist noch ein, zwei Sekunden überlegt haben, was passiert ist, lief Neckarsulm schon den Angriff. Die waren einfach frischer. 15 Tore nach Tempogegenstöße sprechen eine deutliche Sprache.“
Vulkan-Ladies Koblenz/Weibern: Zec, Gerken, Grob – Schmidt, Sabljak (5), Varga (1), Laszlo, Hradilova (1), Einarsdottir, Odrowska (1), Adamkova (1), Ringleb (9/2), Kundija, Stockhammer (2). Schiedsrichter: Patrick Arndt, Christian Kobilke. Zuschauer: 1.260. Siebenmeter: 2/2 – 3/2. Zeitstrafen: 4 – 4.
Pressemitteilung Vulkan-Ladies Koblenz/Weibern
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