Lokalsport | 02.05.2023, 15:06 Uhr

SV Alemannia Adendorf

Nervenaufreibende Schlussphase

TuS Odendorf 1919 – SV Alemannia Adendorf 2:3 (0:2)

Adendorf. Für das Spiel in Odendorf stand Wiedergutmachung auf dem Programm. In der Hinrunde hatte die seinerzeit stark ersatzgeschwächte Alemannia mit der wohl schlechtesten Saisonleistung eine glatte 2:6-Niederlage auf heimischen Boden hinnehmen müssen.

Ganz anders trat der SVA diesmal in der ersten Halbzeit auf. Mit flüssigem Kombinationsfußball und einer sicheren Defensive bestimmten die Alemannen das Spielgeschehen, konnten aber kaum gute Torchancen erspielen. Der Führungstreffer in der 23. Minute fiel durch einen schönen Schlenzer von Mervin Schuster aus halblinker Position und Abdo Khalil konnte nach einem schönen Alleingang von Jereon van de Vliet wenig später auf 2:0 erhöhen. Danach ließ der SVA die Odendorfer etwas kommen, ohne dass das eigene Tor ernsthaft in Gefahr geriet.

In der zweiten Halbzeit versäumte die Alemannia trotz eines Feldverweises gegen einen Oderdorfer mit einem 3:0 alles klar zu machen. Philipp Woll traf freistehend nur den Pfosten. Aber auch die Odendorfer kamen zu guten Chancen und Torhüter Steven Potthoff musste mehrfach sein ganzes Können aufwenden, um einen Gegentreffer zu verhindern. Eine ungeschriebene Regel im Fußball ist, dass eine Mannschaft, die nicht konsequent ihre Chancen nutzt, den Gegner stark macht. Entsprechend fiel in der 75. Minute der Anschlusstreffer durch den Odendorfer Marcel Schmitt und es begann ein wilder Schlagabtausch, bei dem die Alemannia einige Riesenchancen vergab. Bei einem in der Ausführung fragwürdigen Schiedsrichterball vor dem Adendorfer Strafraum, der die Adendorfer Defensive verwirrte, genügte ein Pass in den Strafraum auf den freistehenden Marcel Schmitt (85.), der sich die Ausgleichschance nicht entgehen ließ. Es sollte noch schlimmer kommen, als in der Nachspielzeit ein harmloser langer Ball unterschätzt wurde und ein Adendorfer Verteidiger auf Kosten eines Elfmeters für Odendorf die Situation zu bereinigen versuchte. Torhüter Steven Potthoff krönte seine makellose Leistung, indem er den Strafstoßhielt. Quasi mit dem Schlusspfiff in der 95. Minute konnte Fabian Kuhnle auf dem linken Flügel freigespielt werden, der die Nerven behielt, den herauslaufenden Odendorfer Torhüter ausspielte und aus zehn Metern und spitzem Winkel traf.

Ein Spiel, das an Dramatik in der Schlussphase nicht zu überbieten war. Ergebnismäßig ist die Wiedergutmachung geglückt. Über den Verlauf der zweiten Halbzeit in Überzahl für Adendorf sind aber sicherlich noch einige Nachbesprechungen notwendig. Ein Zuschauer merkte zu Recht an, dass die Adendorfer ein solches Spiel vor einem halben Jahr noch verloren hätten. Mittlerweile ist die Mannschaft stabil genug, auch einmal einen LastMinute-Sieg zu landen.

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Dauerauftrag 2026
Vorabrechnung, Nr. AF2026.000438.0, August 2026 Teil 2
Imageanzeige - Sommeraktion 2+1 - 3. Anzeige o.B.
Gesundheitsexperten Bad Neuenahr-Ahrweiler
Gesundheitsexperten Bad Neuenahr-Ahrweiler
Kooperation Klangwelle 2026
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel
Pfarrer P. Magnus Ifedikwa - Foto bei der Ariendorfer Kirmes am vergangenen Wochenende.
275

Rückkehr des Suitbertus-Schreins in Kaiserswerth

Grußwort aus Rheinbrohl

Rheinbrohl/Kaiserswerth. Der prächtige, aufwendig restaurierte Suitbertusschrein kehrt zum Suitbertusfest am 6. September nach Kaiserswerth zurück, nachdem er seit 2021 in der Kölner Domgoldschmiede in seine rund 1100 Einzelteile zerlegt und instand gesetzt worden war.

Von Pressebüro A. Kossmann aus Homburg

Weiterlesen