SV Alemannia Adendorf – SV Wachtberg III 2:4 (0:0)
Niederlage im Wachtberg-Derby
Adendorf. Nach dem 7:1-Kantersieg gegen den SC Altendorf-Ersdorf II stand diesmal ein Heimspiel gegen den Tabellenführer SV Wachtberg III auf dem Spielplan. Das Hinspiel hatte der SVA trotz einer 2:0 Führung durch einige völlig unnötige Abwehrfehler knapp mit 2:3 verloren. Die erste Halbzeit verlief ereignisarm und torlos. Die Wachtberger kamen zwar zu mehr Torabschlüssen, die den sicheren SVA-Torhüter Steven Potthoff aber keine größeren Probleme bereiten konnten. Der Alemannia boten sich gegen die aufmerksame Defensive der Gegenmannschaft kaum nennenswerte Schuss-Chancen.
Umso interessanter wurde es in der zweiten Halbzeit. Als sich der freistehende David Lecke gegen zwei Abwehrspieler durchsetzen konnte, klingelte es zum ersten Mal im Tor der Adendorfer (52.). Das wirkte wie ein Weckruf für die Alemannia, die in der Folge immer besser ins Spiel kam. Als sich Philipp Woll an der Strafraumgrenze freistehend eine Schussmöglichkeit bot, setzte er kurz entschlossen seinen schwächeren rechten Fuß ein und traf aus ca. 12m zum Ausgleich (59.). Die davon beeindruckten Wachtberger gerieten danach deutlich unter Druck und konnten einen Rückstand nur mit viel Glück und dank der Latte ihres Tores verhindern. Das eher überraschende 1:2 durch Stefan Klein in der 72. Minute entsprang einer ähnlichen Situation wie zuvor. Der Rückstand erhöhte sich auf 1:3, als David Lecke einen sehr flach geschossenen Eckball der Wachtberger nur noch über die Linie zu drücken brauchte (82.). Die Angriffsbemühungen der Adendorfer führten in der 93. Minute zu einem Foulelfmeter, den Philipp Woll sicher zum 2:3 verwandelte. Der SVA warf nach dem Anstoß alles nach vorne und kassierte direkt den Gegentreffer durch Stefan Klein (94.). Sicherlich ist es keine Schande, gegen den Tabellenführer zu verlieren. Trotzdem aber ist die Niederlage etwas ärgerlich, da wie im Hinspiel mehr möglich gewesen wäre. Die größere Zielstrebigkeit der Wachtberger, die sich in nicht unbedingt angenehmer Form auch akustisch bemerkbar machte, gab den Ausschlag. Hier musste die sehr junge Adendorfer Mannschaft noch einmal Lehrgeld zahlen. Diese Erfahrungen sind aber eine gute Investition in die Zukunft.
