SG Dieblich/Niederfell
Noch höherer Sieg war durchaus möglich
Dieblich. Bei ihrem Spiel bei der Reserve des TV Metternich ließ die erste Mannschaft der SG von Anfang an keinen Zweifel daran aufkommen, wer den Platz als Sieger verlassen würde. Vom Anpfiff weg war man spielbestimmend, agierte aber in einigen Aktionen noch zu hektisch. Die erste große Chance war in der 22. Spielminute ein toller Freistoß von Steffen Pistono, der aber ebenso stark vom Torhüter der Heimelf gehalten wurde. Vier Minuten später stand es aber dann doch 1:0 für die SG, als Jannik Schmieg mit leichter Unterstützung eines Abwehrspielers von Metternich einnetzen konnte. Danach kontrollierte man Ball und Gegner. Und nach 35 Spielminuten war es Michael Perscheid, der per Kopf auf Flanke von Niklas Pistono das 2:0 erzielen konnte. Eine Minute vorher hätte es allerdings gut und gerne 1:1 heißen können, als ein Stürmer von Metternich der SG-Abwehr entwischen konnte, mit seinem Schuss aber am fantastisch reagierenden SG-Torhüter Philipp Jung scheiterte. So blieb es bis zum Pausenpfiff beim klar verdienten 2:0.
Auch in der zweiten Halbzeit blieb die SG die überlegene Mannschaft. Und als Niklas Pistono sechs Minuten nach Wiederbeginn einen Rückpass des sich stark auf außen durchsetzenden Andre Sauer direkt aus gut 20 Metern ins Netz setzte, war die Partie praktisch schon entschieden. Trotzdem brauchte man in der ein oder anderen Situation etwas Glück, so drei Minuten nach dem 3:0, als Torben Roos mit tollem Einsatz auf der Torlinie klären konnte. In den letzten 20 Minuten ließ man es dann locker, vielleicht zu locker angehen, wodurch man die Heimelf immer wieder ins Spiel brachte. Es schien fast so, als bettelte man um ein Gegentor. Doch mangelnde Konzentration im Abschluss und ein starker Philipp Jung im Tor sorgten dafür, dass die Null endlich einmal stand. Auf der anderen Seite wäre durchaus noch ein höheres Ergebnis möglich gewesen, so nach 74 Spielminuten, als Michael Perscheid Andre Sauer bediente, dessen Schuss allerdings am Aluminium endete. So blieb es schließlich beim hochverdienten Erfolg der SG.
Fazit: Nach einer souveränen Vorstellung, bei der man alles in allem sicher die drei Punkte mit nach Hause nahm, ist die SG wieder Tabellendritter. Grund war das Unentschieden zwischen Spay und Spitzenreiter Kettig. Und bei fünf Punkten Rückstand auf Platz zwei und deren sechs auf Platz eins darf man weiter hoffen, doch noch das Unmögliche möglich zu machen. Doch dafür braucht man weiter einfach nur Siege.
Die SG spielte mit Philipp Jung, Andre Sauer, Torben Roos, Mike Czarneta, Niklas Pistono, Michael Perscheid (75. Sebastian Lechner), Steffen Pistono, Tobias Jung (76. Felix Jung), Robin Kissel, Jannik Schmieg (64. Philipp Volk), Tobias Arens.
Am Sonntag, 10. April, hat die erste Mannschaft der SG ein weiteres Auswärtsspiel, ist sie doch zu Gast beim Tabellenvorletzten FC Arzheim. Auch hier gibt es nur ein Ziel, und das heißt drei Punkte. Dieses Spiel beginnt um 14.30 Uhr.
Beim Tabellennachbarn TV Winningen musste die SG II eine klare Niederlage hinnehmen. Doch wie diese zustande kam, das ist schon sehr speziell. Der Zeiger der Uhr hatte nach dem Anpfiff noch keine vollständige Umdrehung hinter sich, da stand es schon 1:0 für die Gastgeber. Und als Winningen in der 13. Spielminute auf 2:0 erhöhen konnte, schien sich ein Debakel anzubahnen. Doch dann schüttelte man sich in der SG mal kräftig, und ab sofort war man die eindeutig spielbestimmende Mannschaft. Und als Christoph Berens und Philipp Schuster für das zu diesem Zeitpunkt hochverdiente 2:2 sorgen konnten, schien der Führungstreffer der SG nur eine Frage der Zeit. Immer wieder zeigte man sehr gute Spielzüge, doch leider wollte das 3:2 nicht fallen. Unmittelbar vor dem Pausenpfiff schaffte es dann ein Spieler der Gastgeber, im Strafraum über die eigenen Beine zu stolpern. Die Überraschung aber auf beiden Seiten: Der Schiedsrichter pfiff Elfmeter. Unglaublich, aber wahr. Und dass Winningen sich dieses verspätete Ostergeschenk nicht entgehen ließ, war verständlich.
Nach dem Seitenwechsel versuchte die SG nun alles, um dem Spiel noch eine Wende geben zu können. In der 61. Spielminute schien der Ausgleich dann fällig, als Nils Kräf fast allein vor das Tor der Gastgeber stürmte, von deren Torwart aber brutal gefällt wurde. Eine klarere Rote Karte gibt es nicht und der Torhüter rechnete insgeheim auch damit. Aber denkste: Der Schiri beließ es bei Gelb, wahrlich wieder eine völlig falsche Entscheidung. Doch das Fehlerfestival des „Unparteiischen“ ging weiter. Nachdem ein Ball gut einen Meter im Seitenaus war, stellten fast alle Spieler den Spielbetrieb ein. Ein Winninger allerdings lief noch ein paar Schritte und schoss den Ball ins Netz. Kleine Ratesendung: Was pfiff der Mann in Blau? Genau, Tor. Danach resignierte man etwas auf SG-Seite, zumal man selbst nicht richtig gefährlich vor das gegnerische Tor kam. Das 5:2 zehn Minuten vor dem Abpfiff war dann einer Fehlerkette in der Abwehr geschuldet. Und bei diesem Ergebnis blieb es dann auch.
Fazit: In diesem Spiel, bei denen die Gastgeber wahrlich nicht stärker waren als die SG, war sicherlich mehr drin. Aber gegen zwölf Mann ist es halt schwer zu spielen, zumal es sich dabei um schwerwiegende und spielentscheidende Entscheidungen handelte. Aber es lag nicht nur am Schiedsrichter. Doch es geht weiter.
Es kamen zum Einsatz: Philipp Dickhardt, Benedikt Koch, Daniel Fislage, Christoph Berens, Steffen Mewes, Tobias Weber, Stephan Smers, Dominik Schmitt, Robin Thillmann, Nils Kräf, Timo Gaumert, Philipp Schuster, Andy Krause, Michael Cadenbach. Mit dem Spiel gegen den SV Untermosel III beginnt für die zweite Mannschaft der SG nun eine Serie von gleich vier Heimspielen in Folge. Danach weiß man sicherlich, wo es in der Tabelle hingeht. Die Partie gegen den SVU wird am Samstag, 9. April, um 19 Uhr in Niederfell angepfiffen.
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