Fußball-Bezirksliga Ost - Saison 2018/19 - aktuell
Nur die SG Ahrbach konnte siegen
Die SpVgg Steinefrenz-Weroth, die SG Hundsangen und der TuS Montabaur unterlagen allesamt
Montabaur. Es war ein bitteres Wochenende für die Teams aus der Verbandsgemeinde, wenn man sich die Gesamtbilanz ansieht. Drei Niederlagen in vier Begegnungen. Einzig die SG Ahrbach rettete die Ehre der Fußballer aus der Region in dieser Liga und besiegt die SpVgg Lautzert-Oberdreis erwartungsgemäß deutlich.
SG Ahrbach - SpVgg Lautzert-Oberdreis 6:0 (3:0)
Heiligenroth. Sechs Tore, schön gleichmäßig auf beide Halbzeiten verteilt. Bei der SG Ahrbach war man zufrieden nach dem 6:0 gegen das Ligaschlusslicht. Die Gäste, bisher sieglos, blieben während der neunzig Minuten chancenlos. So sahen die Zuschauer eine sehr einseitige Partie.
Ahrbach, stets bemüht konzentriert aufzutreten, hatte bereits nach einer guten halben Stunde das Spiel entschieden. Markus Rausch (07., 17) mit einem Doppelpack und Niklas Wörsdörfer (36.) zeigten sich hier für die Treffer verantwortlich. Nach der Pause legte dann Wörsdörfer (58.) nochmals nach, ehe in der Schlussphase Noah Quirmbach (86.) und Oskar Höwer (88.) noch zweimal nachlegten.
SG Ahrbach: Schröder, Quirmbach, Laux, Trumm, F. Kuhn (61. Lemmerz), Schaaf (78. Pörtner), Wörsdörfer, Lenz, Klar (70. Höwer), T. Kuhn, Rausch.
VfB Wissen - SpVgg Steinefrenz-Weroth 6:0 (3:0)
Wissen. Chancenlos war am Ende auch die SpVgg Steinefrenz-Weroth. Auch hier fielen sechs Treffer. Allesamt für den VfB Wissen, die somit ebenfalls einen in dieser Höhe verdienten Heimerfolg feiern konnten. Bereits nach zehn Minuten sorgte Emre Bayram für den ersten Treffer des Tages.
Und als fünf Minuten später Justin Keeler auf 2:0 erhöhte, war den 150 Zuschauern schon klar, wer heute als Sieger den Platz verlassen sollte. Bis zur Pause fiel dann noch durch Hüseyin Samurkas (34.) der dritte Treffer. In Halbzeit zwei ließen es die Gastgeber dann ruhiger angehen und setzten das muntere Tore schießen erst in den letzten zwanzig Minuten fort. Alexander Rosin (71.), Kevin Kostka (80.) und Kenny Scherreiks (87.) machten eine deutliche Hausnummer aus dem Ergebnis und sorgten dafür, dass der VfB Wissen aktuell mit mehr als nur einem Auge auf die Rheinlandliga schielen kann. Für Steinefrenz dagegen droht der Weg wieder in die andere Richtung zu gehen. „Für uns war das heute eine Lehrstunde“, gab Weroths Trainer Torsten Hehl unumwunden zu.
SpVgg Steinefrenz-Weroth: Weimer, Bode, Gloning, Paul (77. E. Hannappel), Hosel, Pörtner, Diensberg, Brand, Schuh, Silberzahn (34. Eidt), Görg (66. Rick).
SG Hundsangen/Obererbach - SG Wallmenroth/Scheuerfeld 0:4 (0:2)
Hundsangen. Trotz einer klaren 0:4-Niederlage der SG Hundsangen/Obererbach wollte nach Spielende Thomas Arzbach seinem Team keine großen Vorwürfe machen. „Meine Mannschaft hat beherzt gekämpft, die Einstellung hat gestimmt. Es hat einfach an Kleinigkeiten gefehlt“. Und genau diese Kleinigkeiten, wie zum Beispiel eine effektive Chancenverwertung, haben wohl auch dafür gesorgt, dass Wallmenroth aktuell in der Tabelle den zweiten Platz belegt. Mit dieser Effektivität legten die Gäste bereits in Halbzeit eins los. So hatten Kai Fischbach (17.) und Nikolai Heidrich (37.) bis zur Pause je einmal getroffen. Zwar hatte Hundsangen insgesamt immer mehr Ballbesitz vorzuweisen, aber eben ohne Erfolgserlebnis. Und wenn es wirklich mal gefährlich wurde, stand da mit Niklas Platte ein reaktionsschneller Keeper zwischen den Pfosten, der die wenigen Bälle, die durchkamen, entschärfte. Und als dann – nur 120 Sekunden nach der Pause – auch noch Hussein Jouni, per Foulelfmeter den dritten Gästetreffer markierte, war die Partie endgültig gelaufen. Den Schlusspunkt setzte dann Manuel Plath (69.), der zum 0:4-Endstand vollendete.
SG Hundsangen/Obererbach: Schmitt, Faulhaber, Schwickert, Hannappel, Weimer, Brühl, F.Steinebach, Schneider (79. Baum), Pineker (59. Tuchscherer), Heinz (59. Noll), Hürter.
SG Weitefeld-Langenbach - TuS Montabaur 2:1 (1:0)
Friedewald. Es war Einiges los beim TuS Montabaur. Unter anderem eben auch wegen des unnötigen Spielabbruchs gegen den VfB Wissen. Darum trennte sich der Verein von Samet Sögünmez. „So ein Auftreten hat auf einem Sportplatz nichts zu suchen“, gab Trainer Sven Baldus nur einen knappen Kommentar zu den Vorkommnissen. In Friedewald sollte das Sportliche wieder im Vordergrund stehen. Und dies gelang insgesamt auch. Zwar unterlag Montabaur den Gastgebern hier knapp mit 1:2, doch legte der TuS insgesamt einen guten Auftritt hin. „Montabaur war bisher der stärkste Gegner, der hier angetreten ist“, fasste Jörg Mockenhaupt nach den neunzig Minuten das Spiel zusammen. Und seine Mannschaft hatte Glück in der Anfangsphase, denn wenn Jung Hun Kim nach einer Viertelstunde seinen Schuss einen Tick tiefer angesetzt hätte, dann wäre der Ball nicht gegen die Latte gegangen, sondern im Netz gelandet. Und mit einer Führung im Rücken hätte Montabaur hier noch sicherer auftreten können. So aber gelang den Hausherren der erste Treffer des Tages. Praktisch mit dem Pausenpfiff sorgte Dominik Neitzert für das 1:0. Als dann der TuS durch Kim (54.) ausgleichen konnte, schien alles wieder offen.
Der TuS bestimmte weiterhin das Spiel und Weitefeld verlegte sich auf Konterfußball. Letzteres war unter dem Strich die erfolgreichere Variante.
Denn nur sechs Minuten nach dem Ausgleich sorgte Justin Hagel für die erneute Führung und auch für den Endstand. So konnte Baldus in seinem Fazit nur die Chancenverwertung kritisieren: „Insgesamt war das ein guter Auftritt. Bei gefühlten 80 Prozent Ballbesitz muss man einfach anmerken, dass Weitefeld heute effektiver aufgetreten ist“.
TuS Montabaur: Kloft, Henich (79. Brugnano), Gelhard, Meuer, Stera, Jost, Scumaci, Schnabel, Ilbey, Kim, Acquah. TH
