Fußball-Bezirksliga Ost in der Saison 2015/16
Nur die SG Hundsangen konnte siegen
TuS Montabaur kommt trotz einer 3:1-Führung nur zu einem 3:3 beim VfL Bad Ems
Verbandsgemeinde Montabaur. Ein Sieg, Sommerfußball und den Verlust eines Zwei-Tore-Vorsprungs: Die Bezirksligateams aus der Verbandsgemeinde hatten alles in ihrem Programm am letzten Wochenende.
SG Hundsangen – SG Westerburg 3:2 (2:0)
Hundsangen. Die SG Hundsangen sammelt weiter Punkte gegen den Abstieg. Im Heimspiel gegen die SG Westerburg siegte das Team von Egid Hannappel knapp mit 3:2 und verließ damit erst einmal die Abstiegsplätze. Bereits zur Pause führten die Gastgeber mit 2:0. Und das hochverdient, denn die Gastgeber hatten trotz dieser Führung bereits zahlreiche Möglichkeiten ausgelassen. Schon nach zwei Minuten hatte Winterneuzugang Kelvin Rodrigues die erste Gelegenheit zu einem Treffer. Hier aber blieb Westerburgs Keeper Carsten Wolf noch Sieger. Gut 25 Minuten später machte es Marcel Hürter besser. Nach Vorarbeit von Niklas Steinebach traf Hürter zur Führung. Westerburg hatte sich von diesem Nackenschlag kaum erholt, da klingelte es zum zweiten Mal im Kasten der Gäste. Rodrigues legte ein tolles Solo hin und vollendete dies zur Pausenführung. Und auch nach dem Wechsel dominierte zunächst die SG Hundsangen. Sebastian Schneider (54.) oder auch Steinebach (55.) hatten weitere Tormöglichkeiten, ließen diese aber ungenutzt. Umso überraschender, dass die Partie auf einmal zu kippen schien, denn plötzlich stand es wieder Remis. Mario Wasna (59., 79.) hatte innerhalb von zwanzig Minuten das Spiel praktisch auf den Kopf gestellt. Aber Hundsangen steckte nicht auf. „Respekt wie mein Team trotz des überraschenden Ausgleichs weiter an sich geglaubt hat und nicht den Kopf in den Sand gesteckt hat“. Allerdings mussten die rund 130 Zuschauer bis drei Minuten vor Spielende warten, ehe sie wieder jubeln durften. Mavluet Saritas traf nach Vorarbeit von Nildo da Silva zum 3:2 und sorgte somit für den verdienten Sieg der Hausherren.
SG Hundsangen: Kraft, Brühl, Leonardi, D. Hannappel, J. Hannappel (83. F. Steinebach), da Silva, N. Steinebach, Rodrigues, Pistor (68. Noll), Schneider (71. Saritas), Hürter.
SG Elbert – SG Weitefeld 0:2 (0:1)
Stahlhofen. Auch wenn sich sogleich das Phrasenschwein in Erinnerung ruft. Aber ein anderer Begriff als „Sommerfußball“ fällt einem zu der Begegnung der SG Elbert gegen die SG Weitefeld nicht ein. Am ersten schönen Tag des Jahres war während der neunzig Minuten genau das die Kost, die die knapp 100 Zuschauer geboten bekommen haben. Ein Spiel ohne richtige Höhepunkte endete am Schluss mit einem 2:0-Erfolg für die Gäste. Spieler des Tags war Dominik Neitzert, der zweimal ins Schwarze traf (42., 76.) und damit für die einzigen Höhepunkte sorgte. Daran, dass sportlich nicht viel geboten wurde, wollte Elberts Coach Michael Diel auch nichts schönreden. „Heute fehlte es an Aggressivität und an Leidenschaft“, fasste er die Vorstellung knapp zusammen. Aufgrund des Ergebnisses sah dies sein Gegenüber Jörg Mockenhaupt natürlich anders. „Ich bin zufrieden“, freute er sich über den Dreier seines Teams. Dass er sich am Ende darüber freuen konnte, lag an den beiden hellen Momenten seines Angreifers Dominik Neitzert. Wie zum Beispiel drei Minuten vor der Pause als er eine Vorlage von Maik Oliver zur Pausenführung vollendete. Der lichte Moment Nummer zwei folgte dann eine Viertelstunde vor Spielende. Ein schöner Heber von der Strafraumkante senkte sich ins lange Eck und sorgte somit für den Sieg der Gäste.
SG Elbert: K. Jung, Brand, Bode, Höber, M. Müller (71. Silbernagel), M. Stera, Ferdinand, Gombert, Otto, Orendzi, Klotz (82.A. Jung)
VfL Bad Ems – TuS Montabaur 3:3 (1:1)
Bad Ems. Nach einer Stunde schienen drei Punkte für den TuS Montabaur eingetütet. Am Ende reichte es aber beim VfL Bad Ems doch nur zu einem 3:3-Remis. „Es ist schon bitter. Schon wieder haben wir kurz vor Spielende zwei Punkte aus der Hand gegeben“, ärgerte sich TuS-Trainer Benedikt Lauer. Zunächst hatte es aber überhaupt nicht danach ausgesehen, dass Montabaur überhaupt etwas aus dem Lahntal mitnehmen könnte. Bad Ems war schnell dank Ernesto Victor (06.) in Führung gegangen. Zwar konnte der TuS knapp zwanzig Minuten später durch einen verwandelten Freistoß von Tobias Schulz ausgleichen, aber damit war die Geschichte der ersten Hälfte auch schon erzählt. Der Rest waren vor allem viele kleine und meist unnötige Fouls.
Dies änderte sich in den zweiten 45 Minuten. Jetzt sahen die Zuschauer eine interessante Partie, in der zunächst Montabaur den Ton angab. Und sich dafür auch zehn Minuten später belohnte. Pascal Tillmanns hatte bei einem Freistoß aus dreißig Metern Maß genommen und getroffen. Und der TuS konnte vier Minuten später dank Mario Denker sogar nachlegen. Sein Distanzschuss, leicht abgefälscht, schien die Vorentscheidung. Aber Bad Ems kämpfte sich nochmals zurück und drückte vehement, um doch noch zumindest einem Punkt im Stadion Silberau zu behalten. Und die Kurstädter sollten belohnt werden. Zehn Minuten vor Spielende war es zunächst Elia Brustolon, der zum Anschlusstreffer traf. Der gleiche Akteur sollte dann in der vierten Minute der Nachspielzeit sogar für den Ausgleich sorgen. „Das war heute wichtig für die Stimmung in der Mannschaft das wir hier noch gepunktet haben“, freute sich VfL-Trainer Kai Ludwig.
TuS Montabaur: Lollert, Hatta, Schulz, Schwickert, Merl, Leisenheimer (53. Omi), Stähler (88. Pineker), Tillmanns, Obrebski, Brenner (78. Husaj), Denker. TH
