Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar, zweiter Spieltag
Nur kurz kam ein wenig Hoffnung auf
Rot-Weiß Koblenz - TuS Koblenz 4:1 (2:1)
Koblenz. Die TuS Koblenz tritt in der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar weiter auf der Stelle. Im Stadtderby bei Rot-Weiß Koblenz verloren die Blau-Schwarzen erneut mit 1:4 (1:2). Die Niederlage war insgesamt verdient und hätte auch wesentlich höher ausfallen können. Einzig in der Phase, als der Anschlusstreffer gelungen war, kam noch einmal so etwas wie Hoffnung auf im Lager der TuS-Fans unter den 1120 Zuschauern.
Die hatten nach acht Minuten bereits den Führungstreffer der Rot-Weißen gesehen. Eine verunglückte Flanke von Henrik Hillen entpuppte sich als Glücksschuss. Der Ball segelte in hohem Bogen über den verdutzten Dieter Paucken ins lange Eck und leitete die beste Phase der Gastgeber in Halbzeit eins ein. Das Team von Fatih Cift ließ Ball und Gegner laufen, vergaß aber das Toreschießen. Mit Ausnahme von Sascha Engel (34.), der das 2:0 markierte. Umso überraschender, dass die TuS ins Spiel zurückfand. Ein Sonntagsschuss von Jurij Gros landete unhaltbar im Kasten von Tobias Oost zum 2:1-Anschlusstreffer (41.).
Als Thilo Krämer in Minute 53 den dritten Treffer für die Gastgeber markierte, war die Partie endgültig entschieden. In der Folgezeit versäumte es Rot-Weiß, richtig nachzulegen. So war es am Ende Dominik Schmidt vorbehalten, den letzten Treffer des Tages zu markieren (78.). „Es war ein verdienter Sieg“, gestand Anel Dzaka nach Spielende unumwunden ein. „Wir sind an den Standardsituationen der Rot-Weißen gescheitert, die uns nach dem Anschlusstreffer wieder aus dem Spiel geworfen haben.“ Auf der Gegenseite dagegen strahlte Fatih Cift. Wobei der bei der Analyse Wert darauf legte, mit der angeschlagenen Konkurrenz respektvoll umzugehen. „Sicherlich hätten wir höher gewinnen können. Aber ich muss auch eingestehen, dass ich froh war, mit einer Führung in die Pause zu gehen. Nach dem dritten Treffer hatten wir das Spiel aber wieder im Griff.“
Rot-Weiß Koblenz: Oost, Meinert, Kraemer, Altin (74. Sauerborn), Arndt (46. Barut), Hillen, Miles, Weidenbach, Schmidt, Masala, Engel (82. Yavuz).
TuS Koblenz: Paucken, L. Gietzen, M. Gietzen, Kositzki, Hadzic, Gonzalez, Abdullei, Könighaus (63. Gür), Gros (56. Käfferbitz), Lubaki, Softic. TH
