Lokalsport | 02.09.2015

Hertha - ASG Uni Bonn e.V. 3:3

Packendes Remis bei heißer Platzpremiere

Dritter Spieltag

Beide Mannschaften lieferten sich eine spannende Partie. Privat

Buschhoven. Viele Zuschauer waren bei hochsommerlichen Temperaturen gekommen, um der Pflichtspielpremiere der Hertha auf ihrer neuen Heimat beizuwohnen. Dort an der B56, wo vor einem Jahr noch ein Feld beackert wurde, steht nun eine Sportanlage von hervorragendem Format. Zwei Kunstrasenplätze, eine Weitsprunggrube, ein Bouleplatz, ein Beachvolleyballfeld und eine Tribüne, die jedoch in der prallen Sonne bei diesem Wetter verständlicherweise leer blieb. Die Zuschauer wichen auf die Gegenseite in den Schatten aus. Lediglich das Sportlerheim existiert noch nicht, der Bau hierfür beginnt in den nächsten Wochen. Die Anspannung im Team war verständlicherweise groß, die Vorfreude auf das perfekte Geläuf aber noch größer und so starteten die Herthaner in ihrer neuen weißen Spielkleidung wie die Feuerwehr in die Partie. Mit der Spielfreude der Gastgeber hatten die Bonner sichtliche Probleme.

Bereits nach sechs Minuten schlug der Ball dann auch das erste Mal im Gehäuse der Gäste ein, Torschütze war Nico Dreßler mit einem wunderschönen Fernschuss. Die Hertha drückte weiter und hatte kurze Zeit später Pech, als Abdi Aslan mit seinem Torabschluss nur die Unterkante der Latte traf. Doch auch auf der Gegenseite wurde nun Fußball gespielt und das relativ effektiv, denn mit den ersten beiden Chancen gingen die Bonner gleich in Führung. In der 13. und 21. Minute ging Christian Botz jeweils ins 1-gegen-1 mit SVH-Schlussmann Markus Euler und schob lässig ein - 1:2. Buschhoven verlor nun ganz die Ordnung und verfiel in alte Muster, im Spiel stimmte fast nichts mehr. Die ASG ließ die Kugel clever über das künstliche Grün laufen und war zu dieser Phase klar feldüberlegen. In der 35. Minute nahm das Unheil seinen Lauf und Florian Quaing traf aus kurzer Distanz sogar zum 1:3. Der nach langer Zeit erste strukturierte Angriff der Schwarz-Weißen kurz vor der Pause führte schließlich in der 42. Minute zum überraschenden Anschlusstreffer. Aus der Abwehr spielte Kapitän Marvin Schuster einen eröffnenden Ball auf Dreßler links raus, dessen Pass in die Mitte wurde auf Michael Schallenberg in Höhe des 16-Meter-Raums weitergeleitet und dieser traf per Direktabnahme unhaltbar links unten ins Tor. In der zweiten Halbzeit gestaltete sich die Begegnung ausgeglichener, das 2:3 hatte den Herthanern wieder Mut gemacht, und so gelang Kai-Michael Overkamp nur vier Minuten nach der Pause der umjubelte Ausgleich. Ein Freistoß von halb links in Höhe der Mittellinie (!) flog an Freund und Feind vorbei, prallte im Strafraum einmal auf und senkte sich anschließend ins lange Eck. Dieses kuriose Kunststück blieb das letzte Tor an diesem Nachmittag, wenngleich beide Seiten das Spiel zu ihren Gunsten hätten drehen müssen. Bei Buschhoven war nun vor allem Markus Euler ein starker Rückhalt, auf der Gegenseite wurde der einschussbereite Monsef noch im letzten Moment gestört und Schallenberg vergab mit dem schwächeren Fuß frei stehend knapp am Tor vorbei. Die Freude über die leistungsgerechte Punkteteilung trübte lediglich die rote Karte gegen Aslan zehn Minuten vor Schluss, der ungeschickt in einen Zweikampf ging und dabei lediglich den Gegner, statt den Ball traf und dafür vom sehr umgänglichen und guten Schiedsrichter Jens Weber des Feldes verwiesen wurde. Das nächste Spiel findet statt am Sonntag, den 6. September um 16 (!) Uhr in Oedekoven bei Blau-Weiß. Die Hertha erwartet einen heißen Tanz bei hoffentlich nicht mehr so glühenden Bedingungen, Oedekoven steht mit Siegen aus zwei Spielen ud 8:2 Toren auf Platz drei.

SVH: Euler, Schönenstein (25. Schallenberg), Overkamp, Weber, Quast (60. Hennes), Dreßler, Schröder (70. S. Schlösser), Arenz, Monsef, Aslan, Schuster

1:0 Dreßler (6.); 1:1 Botz (13.); 1:2 Botz (21.); 1:3 Quaing (35.); 2:3 Schallenberg (42.); 3:3 Overkamp (49.)

Beide Mannschaften lieferten sich eine spannende Partie. Foto: Privat

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