Dritte Runde um den Fußball-Rheinlandpokal
Paul Becker: Die Jungs haben alles in die Waagschale geworfen
VfB Linz - FV Engers 1:3 (1:2)
Linz. In der dritten Runde des Fußball-Rheinlandpokals schied der VfB Linz nach einer lebendigen und unterhaltsamen Begegnung gegen den FV Engers, seines Zeichens Tabellenführer der Rheinlandliga, durch eine 1:3 (1:2)-Niederlage aus.
Die favorisierten Gäste begannen offensiv und besaßen durch Kapitän Marian Kneuper (3.) die erste Torchance, der aber am glänzend reagierenden VfB-Torhüter Sebastian Seitz scheiterte. Nach einer Viertelstunde Spielzeit war Seitz allerdings machtlos, als Yannik Finkenbusch nach Vorlage von Kneuper unhaltbar zum 0:1 einnetzte.
Die Antwort der Linzer erfolgte bereits eine Minute später. FV-Abwehrspieler Björn Kremer foulte den Linzer Angreifer Leonor Tolaj elfmeterreif. Michael Fiebiger verwandelte den Strafstoß sicher zum 1:1-Ausgleich. Der Ausgleich machte die Platzherren in ihren Aktionen selbstbewusster. Es entwickelte sich eine abwechslungsreiche Begegnung, die allerdings von zwei kompakten Abwehrreihen dominiert wurde. In der 28. Minute dann doch Torjubel auf dem Kaiserberg, als dem Engerser Feisal Aziz mit einem unhaltbaren 20-Meter-Distanzschuss die 2:1-Pausenführung gelang. Und in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit wäre um ein Haar das 3:1 gefallen, doch ein Linzer Akteur kratzte den Kopfball von Aziz nach Kremers Flanke gerade noch von der Linie.
Nach Wiederanpfiff sahen die 300 Zuschauer eine spielerisch und läuferisch überlegene Elf der Gäste, die dem VfB keine Entfaltungsmöglichkeiten mehr ließ. Dennoch besaßen die Becker-Schützlinge die erste Einschussmöglichkeit im zweiten Durchgang. Nach Vorarbeit von Tolaj und Arjan Kuqi tauchte Dustin Friese (53.) frei vor dem Gästekasten auf, dessen Zwölf-Meter-Schuss aber von FV-Schlussmann Dieter Paucken problemlos gemeistert wurde. Eine Minute später erhöhten die Gäste auf 3:1. Giovani Lubaki vernaschte die gesamte Linzer Hintermannschaft und vollendete eiskalt. Das war die Entscheidung. Nun hatte Linz nichts mehr entgegenzusetzen. Engers hätte bei einem Abseitstor von Sascha Kaiser (58.) und zwei weiteren Großchancen des eingewechselten Angreifers (78., 82.) sogar noch höher gewinnen können. „Die Engerser waren uns in fast allen Belangen überlegen“, urteilte VfB-Trainer Paul Becker, lobte aber im gleichen Atemzug seine Schützlinge: „Trotzdem hat mein Team ein Kompliment verdient, die Jungs haben alles in die Waagschale geworfen.“
VfB Linz: S. Seitz, Kastert, Lacher, Muders (68. Schäfer), Joch, Tolaj, Y. Becker (78. Böcking), Kizilkan, Kuqi (57. Skorobogatki), Fiebiger, Friese.
Schiedsrichter: Athanasios Fasoulas (Ahrbrück).
Zuschauer: 300.
Torfolge: 0:1 Yannik Finkenbusch (15.), 1:1 Michael Fiebiger (16., Foulelfmeter), 1:2 Feisal Aziz (28.), 1:3 Giovani Lubaki (54.). LS
