Lokalsport | 24.10.2022

46. DMV-Münsterlandpokal

Phoenix Racing doubelt seinen Erfolg vom Rennen zuvor

Phoenix Racing feierte mit seinen beiden Audis R8 zum zweiten Mal in Folge einen Doppelsieg. Fotos: BURG

Nürburgring. Mit dem 46. DMV-Münsterlandpokal bog am vergangenen Samstag die Nürburgring-Langstrecken-Serie auf die Zielgerade ein. Ebenso wie bei dem Rennen 14 Tage zuvor, machten auch bei diesem Lauf die beiden Phoenix Audi R8 den Sieg unter sich aus. Mit einem Vorsprung von 28,79 Sekunden verwiesen dabei Jakub Giermaziak (Polen) und Kelvin van der Linde (Kempten) im Audi mit der Startnummer 16 ihre Teamkollegen Frank Stippler (Bad Münstereifel) und Vincent Kolb (Frankfurt) auf den zweiten Rang. Die Besatzung des Falken-Porsche Tim Heinemann und Martin Ragginger (beide Österreich), die als dritte die Ziellinie gekreuzt hatten, wurden jedoch nachträglich mit einer Zeitstrafe belegt. Somit konnten sich Marcel Marchewicz (Schwetzingen), Marc Böckmann (Lautersheim) und Kenneth Heyer (Viersen) die einen der beiden Schnitzelalm-Mercedes GT3 pilotierten, über ihr erstes Podium in der NLS freuen. Direkt hinter dem Trio platzierte sich das zweite Schnitzelalm-Auto mit Peter Terting und Carrie Schreiner (beide Dreieich) auf dem vierten Rang. Der Dinamic-Porsche von Alessio Picariello (Frankreich) und Adrien de Leener (USA) komplettierte die Top-Fünf, bevor auf Rang sechs der erste BMW folgte. Tim Heinemann und Martin Ragginger mussten sich am Ende nach der Addition ihrer Zeitstrafe mit Platz sieben statt mit dem Podium begnügen.

Für das Duo Stippler und Kolb war es bereits das vierte Mal in dieser Saison das man, als Zweite das Podium bestieg. „Ich bin sehr glücklich“, „Natürlich fuchst es mich etwas, immer nur Zweiter zu werden“, sagte der Amateurpilot Kolb. „Man darf aber nicht vergessen, dass ich einem normalen Beruf nachgehe. Da ist es schon cool, bei den ganzen Top-Fahrern in der NLS am Ende Zweiter zu sein.“

Mit dem Einsatz eines Toyota Supra GT4 in der Klasse SP10 betrat das Adenauer Team von Teichmann Racing beim DMV-Münsterlandpokal Neuland. Nachdem der 14 Tage zuvor verunfallte KTM X-BOW GTX noch nicht einsatzbereit auf den Rädern stand, nahm das Fahrerquartett Maik Rönnefarth (Bad Neuenahr-Ahrweiler), Georg Griesemann (Bornheim), Yves Volte (Renningen) und Felix von der Laden (Köln) diesen Lauf in einem Toyota in Angriff. Über einen dritten Klassenrang, bei diesem ersten Testrennen zeigten sich am Ende Team und Fahrer mehr als zufrieden. Das zweite Auto des Teams, welches von Michael Mönch (Adenau) und Stefan Brodmerkel (Waldesch) pilotiert wurde, über querte in der KTM-Klassenwertung am Ende als einziges Fahrzeug und damit siegreich die Ziellinie.

Einen Sieg in der Klasse SP3 hätten auch die Piloten des Porsche 718 Cayman GT4 von Schmickler Performance (Bad Neuenahr-Ahrweiler) benötigt, um sich eine Chance auf die Meisterschaft zu bewahren. Es sollte für das Trio Mauro Calamia, Ivan Jacoma und Kai Riemer aber nur zu Rang drei in der Klassenwertung reichen. Damit wäre der Weg zur vorzeitigen Meisterschaftsentscheidung auch ohne einen Klassensieg für die Tabellenführer Oscar Sandberg (Adenau), Sindre Setsaas (Norwegen) und Daniel Zils (Bendorf) frei gewesen. Doch die Piloten des BMW 330i vom Adrenalin Motorsport gaben sich auch beim siebten Saisonlauf keine Blöße und entschieden die Klassenwertung abermals für sich. Mit diesem Erfolg stellt das Team von Adrenalin Motorsport bereits zum fünften Mal in Folge die neuen Champions in der Langstrecken-Serie.

Aber nicht nur motorsportlich sorgte der 46. DMV-Münsterlandpokal für Aufmerksamkeit, auch die Teilnehmerzahlen ließen im negativen Sinne aufhorchen. Zwar gingen auch in den vergangenen Jahren mit auslaufender Saison die Starterzahlen zurück, aber in diesem Jahr dürfte der Schwund an Teilnehmern auch für die Verantwortlichen größer als erwartet gewesen sein. Mit am Ende nur 95 Starten verzeichnete das Teilnehmerfeld das geringste Starterfeld seit dem 26. Juni 1999. Damals hatten zum 31. ADAC-Barbarossapreis nur insgesamt 91 Fahrzeuge das Rennen aufgenommen.

Letztmalig werden die NLS-Boliden zum Saisonabschluss 2022 am 5. November mit dem Nachholtermin des DMV 4h-Rennens noch einmal die Hatz durch die Grüne Hölle aufnehmen. BURG

Mit dem BMW 330i von Adrenalin Motorsport sicherten sich Sindre Setsaas, Oscar Sandberg und Daniel Zils vorzeitig die NLS-Meisterschaft 2022.

Mit dem BMW 330i von Adrenalin Motorsport sicherten sich Sindre Setsaas, Oscar Sandberg und Daniel Zils vorzeitig die NLS-Meisterschaft 2022.

Rang drei beim Ersten Einsatz des Toyota Supra GT4 in der Klasse SP10 für das Team von Teichmann Racing.

Rang drei beim Ersten Einsatz des Toyota Supra GT4 in der Klasse SP10 für das Team von Teichmann Racing.

Phoenix Racing feierte mit seinen beiden Audis R8 zum zweiten Mal in Folge einen Doppelsieg. Fotos: BURG

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