Fußball-Rheinlandpokal Viertelfinale - Saison 2018/19 - Aktuell
Pokalträume wurden geweckt: Die Eisbären stehen im Halbfinale
Nach dem Sieg in Altenkirchen erwarten sie TuS Koblenz als nächsten Gegner
Altenkirchen. Ein bärenstarker Lukas Reitz sorgte dafür das die Sportfreunde Eisbachtal endlich wieder einmal von einem Pokalendspiel träumen dürfen. Bei der SG Altenkirchen/Neitersen traf Reitz dreimal ins Schwarze und sorgte somit fast im Alleingang für den Pokalerfolg der Eisbären. Von Beginn an nahmen die Gäste das Spielgeschehen in die Hand. Allerdings zunächst, ohne wirklich gefährlich zu werden. Die Hausherren verteidigten geschickt und ließen den Gästen kaum Räume. So war ein Schuss von Marc Tautz nach knapp 20 Minuten die einzige nennenswerte Offensivaktion der Gäste. Dies änderte dann Reitz innerhalb von neun Minuten mit einem Doppelpack. Nach schönem Doppelpass mit Max Hannappel traf er erst von der Strafraumgrenze und, neun Minuten später, aus fünf Metern ins Schwarze. Somit konnten die Eisbären eigentlich beruhigt aus der Pause kommen. Doch Neitersen drehte nach dem Wechsel auf und zeigte das sie auch Offensivqualitäten besitzen. So war es zehn Minuten nach dem Wechsel Andre Fischer, dem der Anschlusstreffer gelingen sollte. Somit wurde eine spannende Schlussphase eingeläutet, bei der beide Teams weitere Treffer erzielen konnten. Letztendlich gelang dies aber nur den Gästen, die mit Reitz den Held des Abends stellten. Der Stürmer sorgte nach einer guten Stunde mit dem 3:1 nicht nur für seinen dritten Treffer, sondern auch gleichzeitig für den Endstand. „Auf die gesamte Spielzeit betrachtet war dies schon ein verdienter Erfolg meine Mannschaft“, gab sich Trainer Marco Reifenscheidt zufrieden.
Nun kann Eisbachtal nach rund 20 Jahre wieder von einem Pokalsieg träumen. Im Polcher-Maifeld-Stadion holten sich damals die Eisbären 1998 ihren letzten der bisher beiden Pokalsiege im Verbandswettbewerb. Gegen den SV Prüm gab es seinerzeit ein 2:0. Drei Jahre später übrigens waren die Prümer Geschichte. Der Verein löste sich auf. Ein Schicksal, was auch dem kommenden Gegner der Eisbären drohen kann. Die TuS Koblenz siegte am Mittwoch zwar gegen Eintracht Trier (5:3 n.E.), doch ob die Schängel wirklich im Halbfinale in Nentershausen auflaufen dürfen, ist noch nicht sicher. Unter der Woche wird über die Insolvenz entschieden. Und hier könnte dann doch noch die Reißleine gezogen werden und somit sogar Eintracht Trier zurück in den Wettbewerb befördert werden. Sollte bei den Verhandlungen keine Einigung entstehen, würde der Verein bereits in der Winterpause abgemeldet. Wie sich dies dann auf den Pokalwettbewerb auswirkt, bleibt abzuwarten. Sogar eine Endspieleteilnahme mit einem Freilos scheint hier möglich.
TH
