Lokalsport | 26.10.2017

Turnerschaft Bendorf 1861/ 1890 e.V.

Powercamp mit Iljo Duketis

Die Teilnehmer des Powercamps mit ihren Trainern um Iljo Duketis. privat

Bendorf. Drei Tage Handball Power Camp in Bendorf. Mit Cheftrainer Iljo Duketis, Mathias Kremer, Gilani Lück und Thomas Gutfrucht hat Jugendleiter Paul Schmidt wieder ein Team zusammengestellt, dass die Kinder zu begeistern wusste. Iljo ist in den vielen Jahren der Zusammenarbeit ein treuer Freund und zugleich ein Fan der Turnerschaft Bendorf geworden. Schon heute freut sich die TSB auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr. Wieder mit viel Power und neuen Überraschungen.

Hier die Zusammenfassung des Camps durch Chefcoach IIjo Duketis:

Der 1. Tag

Große Begrüßung am Freitag in Bendorf. Iljo fühlt sich fast wie zu Hause, denn er schaut in viele bekannte Gesichter. Aber auch viele „neue“ junge Spieler sind dabei – die große Erwartung steht allen ins Gesicht geschrieben. Darum wird nicht viel gequasselt, sondern es geht gleich los mit dem gemeinsamen Aufwärmen. Die Teilnehmer merken schnell, dass viel Wert auf Disziplin gelegt wird und Iljo seine Augen überall hat. Sich Hinsetzen im Training geht gar nicht und wer bei den Übungen mogeln will, wird sofort ertappt. Manche Übungen sind noch nicht bekannt und es klappt nicht alles auf Anhieb. Darum wird immer wieder korrigiert, denn es ist sehr wichtig, dass alle Übungen richtig ausgeführt werden. Zwischendurch muss der Chefcoach auch mal sehr laut werden, aber die „alten Hasen“ wissen schon, wie das gemeint ist. Schnell hat er die nötige Aufmerksamkeit und es kann weiter gehen. Das traditionelle Vormittags-Turnier verläuft reibungslos. Nach dem Mittagessen und der Mittagspause geht es nun in den Bereich Technik. Eine gut ausgebildete Technik ist Voraussetzung für eine sichere Ballbehandlung, für Effektivität im Spiel eins gegen eins und den „perfekten“ Abschluss, darum wird das Thema „Technikausbildung“ den Nachwuchs ein ganzes Sportlerleben begleiten. Man sieht schon, dass die Beine bei einigen nun schon schwer werden, aber alle sind noch mit viel Spaß dabei und frohen Mutes wird die Nachmittagseinheit beendet. Resümee der abschließenden Tagesbesprechung: Ein toller Auftakttag, talentierte Kinder, vorbildlicher Einsatz und ein optimales Umfeld. So darf es ruhig weiter gehen. Die Kids verabschieden sich mit müden, aber lachenden Gesichtern mit dem Versprechen, am nächsten Morgen auch wieder pünktlich zur Stelle zur sein.

Der 2. Tag

Pünktlich stehen die jungen Handballspieler schon wieder auf der Platte und warten auf den Pfiff, dann kann es losgehen. Iljos Trainerkollege Matthias Kremer übernimmt Gruppe 2, um mit ihnen ein Faszien-Training (Black-Roll) zu absolvieren und Iljo verbessert mit seiner Gruppe das schnelle Umschalten von Abwehr zu Angriff. Am zweiten Tag wird viel gelaufen: die Jungs üben intensiv den erweiterten Gegenstoß mit 1. und 2. Welle mit Hauptaugenmerk auf Passgenauigkeit und erfolgreichem Torabschluss. Hier zeigen sich die technischen Fertigkeiten jedes Einzelnen, da jetzt in vollem Lauf die Pässe ankommen müssen und der Überblick für den besser postierten Mitspieler gefragt ist. Eine anstrengende und anspruchsvolle Übung, aber gottseidank ist gleich Mittagspause.

Nach der Pause wird Trainer Gilani Lück vorgestellt, der eine Sprint- und Sprung-Schulung durchführt. Thema der anderen Gruppe ist die individuelle Verbesserung des positionsspezifischen Wurfes. Das lieben alle Handballer: Tore werfen unter Berücksichtigung der verschiedenen Wurftechniken. In der nächsten Trainingseinheit wird das Zusammenspiel in der kleinen Gruppe trainiert. Jetzt wird gezaubert mit einfachem „Kempa“ und sogar auch mit dem zweifachen „Kempa“. Großer Jubel, wenn’s geklappt hat und es sieht fast so aus „wie bei den Großen“. Zum Ende des Trainingstages wird die Sprungkraft trainiert, aber zur Freude der Kids mit dem Trampolin. Sie würden gerne immer so hoch springen können, auch ohne das Trampolin. Das Training geht zu Ende, aber die Jungs möchten nicht aufhören. Sie sind so fasziniert von dieser Art Sprungkrafttraining, am liebsten möchten sie noch den ganzen Abend springen, hoch springen, höher springen, springen, springen, springen. Irgendwie können die Jungs überzeugt werden, dass morgen auch noch ein Tag ist, der wieder neue Übungen mit sich bringt, die bestimmt genauso viel Spaß machen. Für Iljo geht ein toller Tag zu Ende. Besonders freut er sich über den Besuch ehemaliger Camp-Teilnehmer, die gekommen sind, nur um ihn zu treffen und sogar die Eltern mitgebracht haben. Das Wiedersehen ehrt Iljo und er bedankt sich bei jedem Gast dafür, dass er ihn nicht vergessen hat. Die Handballer sind eben eine große Familie. Dann bis Morgen, alle sind schon müde und brauchen ein wenig Schlaf…

Der 3. Tag

Der dritte und letzte Tag steht an. Iljo weiß, dass er sich heute etwas Besonderes ausdenken muss, denn die Knochen aller sind schwer, wahrscheinlich hat sich auch schon etwas Muskelkater bei den Kids breitgemacht. Aber er hat einen Plan, wie er sie aus der Reserve locken kann. Nicht umsonst nennt man ihn „Trainerfuchs“, mit List bringt er die Camp-Teilnehmer dazu, das „Letzte“ aus sich rauszuholen und schon bald werden alle ihre Müdigkeit vergessen haben. Also: was lieben Handballspieler besonders? Genau: Tore werfen! Aber keine „0-8-15“-Tore, nein, besonders schöne und spektakuläre Aktionen versüßen jeden Torerfolg. Darum folgen heute Vormittag individuelle Angriffsschulung mit Wurfserien sowie individuelles Angriffsverhalten im Spiel eins gegen eins inklusive Täuschungen mit und ohne Ball. Alle Teile des Angriffs sind wichtig und nur gemeinsam glänzt das Team. Viele Tricks werden geübt, denn nicht zuletzt möchte man auch den Zuschauern etwas bieten. Zwar klappt nicht alles gleich auf Anhieb, aber der gute Wille zählt und Spaß macht es trotzdem. Während der Mittagspause freuen sich alle schon auf das „Highlight“, das legendäre Abschlussturnier. Aus allen Teilnehmern werden drei homogene Teams gebildet und in den Spielen gegeneinander kommt das in den letzten Tagen Erlernte auch schon zur Anwendung.

Nach dem abschließenden Turnier steht das Fotoshooting auf dem Programm. Auch hier glänzt Iljo als Perfektionist, denn erst, wenn alle in der richtigen Position stehen und den optimalen Gesichtsausdruck aufgesetzt haben, darf das Foto „geschossen“ werden. Zwar dauert dies etwas länger, aber dafür sind die Fotos umso schöner. Das sehen zum Glück auch schließlich alle ein. Leider steht nun der Abschied an – ein Abschied von alten aber auch vielen neuen Freunden -, der schwerfällt, auch wenn man überall hört: „Ich komme nächstes Jahr wieder – versprochen ist versprochen.“

Zum Abschluss bedankte sich Iljo Duketis ganz herzlich beim Vorstand der TS Bendorf für Ihr Vertrauen in seine Arbeit; bei den drei Trainerkollegen Thomas Gutfrucht, Matthias Kremer und Gilani Lück für eine tolle Zusammenarbeit; bei allen Helfern, die für den reibungslosen Ablauf gesorgt haben; bei Günter und Ursula Schmidt für die herzliche Gastfreundschaft sowie bei den Kids für ihr großartiges Engagement und den tollen Einsatz in den drei lehrreichen Handballcamp-Tagen.

Für die laufende Saison wünscht er allen weiterhin viel Erfolg, eine schöne Zeit und freut sich auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr.

Wenn Iljo Duketis erklärt, hören alle Campteilnehmer aufmerksam zu.

Wenn Iljo Duketis erklärt, hören alle Campteilnehmer aufmerksam zu.

Powercamp mit Iljo Duketis

Die Teilnehmer des Powercamps mit ihren Trainern um Iljo Duketis. Fotos: privat

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