SV Schwarz-Weiß Merzbach ließ laufen
Projekt „Aus rot wird grün“ geht in die heiße Phase
Mehr als 100 Teilnehmer am Start - „Irres Ergebnis“ zugunsten des Kunstrasenplatzes erreicht
Merzbach. Das Projekt „Aus rot wird grün“ geht langsam in seine heiße Phase. Mitte September will der SV Schwarz-Weiß Merzbach den Spatenstich machen für den Umbau des stark sanierungsbedürftigen roten Aschenplatzes in einen modernen und pflegeleichten grünen Kunstrasenplatz. Der Rheinbacher Stadtrat muss zwar am 8. September noch das endgültige Okay dazu geben, doch das scheint nach dem eindeutigen Votum des Hauptausschusses nur noch Formsache zu sein.
Dann steht auch die Finanzierung endgültig, denn die Stadt Rheinbach wird nicht nur einmalig 66.000 Euro für die ohnehin notwendige Platzsanierung überweisen, sondern auch noch über 20 Jahre hinweg einen monatlichen Zuschuss von 1000 Euro, insgesamt also 240.000 Euro. Die sind dazu gedacht, Zins und Tilgung für den notwendigen Baukredit abzutragen, den der Verein als Bauherr und künftiger Platzbesitzer bei der NRW-Bank aufnehmen will.
Bürgermeister Stefan Raetz als Schirmherr
Denn der SV hat natürlich die veranschlagten 385.000 Euro, die der Kunstrasenplatz kosten soll, nicht in der Portokasse liegen. Etwa 80.000 Euro muss er aus eigener Kraft aufbringen und ist dabei auf Sponsoren und Spender angewiesen. Um Geld in die Kasse zu bekommen, startet der SV immer wieder neue Aktionen, wie jetzt einen Sponsorenlauf unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Stefan Raetz.
Mehr als 100 Läufer aller Altersstufen nahmen das Angebot an und kassierten von ihren jeweiligen persönlichen Sponsoren für jede geschaffte Runde einen vorher festgelegten Betrag. „Meist handelte es sich dabei um einen Euro“, wusste Schwarz-Weiß-Jugendleiter Jochen Bois, der die Idee zum Sponsorenlauf hatte und ihn auch organisierte, unterstützt von zahlreichen Vereinsmitgliedern.
Stadt Rheinbach unterstützt das Projekt
Den Startschuss am Morgen gab Vizebürgermeister Claus Wehage, der noch einmal betonte, die Stadt unterstütze das Projekt und wünsche dem Vorhaben viel Glück. Mit der Startnummer 1 machte sich der jüngste Teilnehmer, Raffael Saftig, mit seinen drei Jahren auf den Weg. Die 13-jährige Paula Hess von den C-Mädchen stellte mit 75 absolvierten Runden den Tagesrekord auf.
Natürlich waren alle Mannschaften des SV am Start, auch der Kindergarten und die Grundschule stellten starke Läuferteams ab, und selbst die Tennisspieler ließen sich nicht lumpen, sodass am Ende ein „irrer Erlös, ein sehr gutes Ergebnis“ zustande kam, so Bois. Dazu trugen unter anderem auch lustige Aktionen wie die von Jens Zimmermann bei, der zum Junggesellenabschied mit voller Schnorchel-Ausrüstung auf die Strecke ging und mit Schwimmflossen und Neoprenanzug immerhin elf Runden schaffte. Dank sieben Sponsoren kann damit ein Betrag von mehr als 100 Euro zusammen, darauf ist bestimmt auf seine künftige Ehefrau Kathrin Lanzrath stolz.
1000 Euro von der KJI Merzbach
Die Kinder- und Jugendinitiative Merzbach übergab einen Scheck über 1000 Euro, die CDU-Stadtratsfraktion spendete 100 Euro, und die Kreissparkasse Köln unterstützte das Projekt mit jeder Menge Equipment. „Wir werden auch in den nächsten Monaten noch weitere Aktionen starten“, versprach Bois, denn schließlich sollen die drei Senioren- und neun Jugendmannschaften sowie die Bambini schon nach einer Bauzeit von fünf Wochen begeisternde Spiele auf Kunstrasen absolvieren, statt einen unbespielbaren Platz bei schlechtem Wetter vorzufinden. Vor allem auf die Jugendarbeit lege der Verein großen Wert, derzeit trainierten mehr als 200 Jugendliche in den verschiedenen Nachwuchsmannschaften von den Bambini bis zur A-Jugend, so Jugendleiter Bois. Und mit dem Bau des Kunstrasenplatzes könne man die Zukunft des Vereins auf Dauer sichern, war er überzeugt.
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