SV Rot Weiß Queckenberg - Erste Saisonniederlage
Pützchen wurde nicht „geputzt“
Queckenberg. Ein Fußballspiel dauert 90 Minuten. Für diese Weisheit darf man an jedem gepflegten Fußballstammtisch mindestens drei Euro ins Phrasenschwein einwerfen. Dass diese Erkenntnis des legendären Sepp Herberger nicht immer zutrifft, mussten die Queckies am Sonntag im Heimspiel gegen TuS Pützchen II leidvoll erfahren. Mit den Worten „meine Uhr zählt“ begründete der nicht immer auf Ballhöhe agierende Unparteiische die berechtigten Fragen der gefrusteten Gastgeber, warum er bereits nach 86 Minuten die Partie beendet hatte.
Zugegeben, an der sehr dürftigen Schiedsrichterleistung lag es nicht, dass die Madbachelf die erste Saisonniederlage hinnehmen musste; zumal auch der Gast des Öfteren mit den Entscheidungen des schwarzen Mannes haderte. Von Beginn an zeigten Klemm, Heiliger, Rau und Co, wer der Herr des (Quecken)Berges ist, wer hier unbedingt drei Punkte einfahren wollte. Allerdings gelang es trotz deutlicher Feld- und Spielüberlegenheit nur ganz selten, die dicht gestaffelte und gut organisierte Gästeabwehr in Verlegenheit zu bringen. Als man sich dann in der 18. Minute ein einziges Mal einen defensiven Aussetzer gönnte, bestrafte der abgezockt auftretende Gast diesen Fehler eiskalt und netzte zur Führung ein. Bis zum Pausentee blieb die Kurek/Abeling-Truppe die deutlich engagiertere Mannschaft, konnte aber aus ihrer Überlegenheit kein Kapital schlagen.
Im zweiten Abschnitt begann man nervös und hektisch. Erst ab der 55. Minute fand der RWQ seinen Rhythmus wieder, ballerte sich dann allerdings richtig warm. Geimer und Mundorf, die an diesem Tage Kilometer abspulten, als wollten sie die Welt umrunden, ließen beste Möglichkeiten liegen (62./65.). Doch auch davon ließ sich das Team nicht aus der Bahn werfen. Capitano Uygur trieb immer wieder seine Jungs gen Gästekasten, übernahm auf jedem Flecken der roten Asche Verantwortung und verlagerte das Spielgeschehen weit in die gegnerische Hälfte; allein die Murmel ging einfach nicht hinein… Als dann Raffinos regelkonforme Grätsche mit gelb-rot bestraft wurde (73.), wütete die rot-weiße Seele umso mehr. Doch alles Herzblut wurde an diesem verdammten Kirmessonntag leider vergeblich vergossen. Am Ende durften die Gäste aufgrund ihrer Cleverness verdient drei Punkte mit nach Hause nehmen. Aufgrund der gezeigten Leistung gibt es auf dem Mount Queck jedoch überhaupt keinen Grund, um Trübsal zu blasen.
Am nächsten Spieltag haben die Männer aus der Voreifel die Chance, die blütenweise Weste des Spitzenreiters Rot Weiß Dünstekoven zu beflecken, und das zu dessen Einweihung des nagelneuen Naturrasenplatzes.
Aufstellung: Watty - Heiliger, Winkel, Klemm, Rau - Geimer, I. Uygur, Rücker, Mundorf, Becker - Raffino; Verstärkung: Dupin, D. Uygur Eiserne Reserve: Kolvenbach, Nehring; Mit dem Herzen dabei: Declair, Wyrzykowsky.
