Lokalsport | 27.02.2017

Fußball-Regionalliga Südwest – Saison 2016/17

Rassiges Derby am Oberwerth

TuS bezwingt Eintracht Trier - Michael Stahl trifft in der Schlussminute zum Sieg

Im Sitzen stochert Michael Stahl den Ball über die Linie und sorgte somit für eine vorgezogene Rosenmontagsfeier im Stadion Oberwerth.TH

Koblenz. „Das war ein Sieg gegen einen bockstarken Gegner“. Mit dieser Aussage begann Petrik Sander seine Ausführungen nach dem 1:0-Erfolg gegen die Trierer Eintracht. Aber nicht nur der Erfolg freute den Coach, sondern auch das Spiel selbst. Sander weiter: „Wir haben hier ein rassiges, klasse Derby erlebt mit allem was dazugehört. Trier ist schon zehn Tage im Punktspielbetrieb und hat hier zuvor sieben Punkte geholt. Dass meine Mannschaft am Ende so gegenhalten konnte, das hat mir schon imponiert.“

Vor allem die erste Halbzeit erlebten die rund 2.400 Zuschauer eine aufregende Partie. Den ersten Aufreger lieferten die Moselaner als Jonathan Zinram sich in Richtung TuS-Tor bewegte und erst kurz vor dem Abschluss von Robert Stark noch abgedrängt wurde.

Eine Minute später kam die TuS innerhalb von sechzig Sekunden gleich zu zwei Gelegenheiten. Erst war es Kevin Lahn, der sich auf der rechten Seite durchgesetzt hatte, aber dann den Ball knapp neben den Pfosten setzte. Danach folgte ein toller Pass von Dejan Bozic auf Neuzugang Dimitrios Popovits. Aber auch beim Griechen verfehlte der Ball nur knapp sein Ziel. Zehn Minuten später tauschten die beiden Protagonisten die Rollen. Jetzt legte Popovits mustergültig für Bozic auf. Leider blieb auch hier das Ergebnis das Gleiche. Der Ball rutschte erneut am rechten Pfosten vorbei.

Trotz der klareren Möglichkeiten blieben die Gäste bei Kontern immer gefährlich. So auch nach einer halben Stunde Als es sogar auch zu einem Torerfolg reichte. Muhamed Alawie traf doch Schiedsrichter Nikolai Kimmeyer (Karlsruhe) hatte zuvor eine Abseitsposition gepfiffen, und gab diesen Treffer nicht. Zwei Minuten später stand erneut der Unparteiische im Mittelpunkt. Nach einem Foul von Stark, der Zinram zu Fall gebracht hatte, entschied Kimmeyer sofort auf Strafstoß. Aber kein Problem für Sebastian Patzler. Der Keeper konnte den Ball des Trierers Alawie sogar festhalten: „Einen so schwach geschossen Elfmeter habe ich hier seit Jahren nicht mehr gesehen“, schmunzelte TuS-Torwart Werner Adam.

Zwei Höhepunkte hatte die erste Hälfte bis zum Pausenpfiff auch noch zu bieten. Zehn Minuten vor dem Wechsel entschärfte SVE-Torwart Chris Keilmann einen wuchtigen Freistoß von TuS-Kapitän André Marx, unmittelbar vor dem Kabinengang verzog dann auf der anderen Seite Christos Papadimitriou aus zentraler Position.

Und der Trierer Angreifer blieb weiterhin im Blickfeld. Zunächst setzte der, zwei Minuten nach der Pause das Spielgerät an den Pfosten um wenig später nach einer Tätlichkeit vom Platz zu fliegen. Zuvor hatte ihn zwar Ricardo Antonaci gefoult, und dafür auch gelb erhalten, aber der Trierer revanchierte sich und traf seinen Gegenspieler im Affekt mit dem Ellenbogen im Gesicht. Aber selbst in Unterzahl ließ die Eintracht nun lange Zeit keine wirklich guten Chancen der Platzherren mehr zu. So blieb unter anderem die Diskussion von Gästetrainer Oscar Corrochano mit dem Schiedsrichter, drei Minuten vor Spielende, die für den Trierer Coach mit dem Gang zur Tribüne endeten, einer der wenigen Höhepunkte. Der Coach war vor allem verärgert über eine Einwurf Entscheidung kurz davor: „Daraus resultierte letztendlich der Freistoß der die Führung einleitete und bei dieser Einwurf Entscheidung lag der Linienrichter daneben. Aber ich habe nichts gesagt was, unter die respektlose Schiene ging. Daher bin ich mal gespannt, was im Spielbericht steht.“ Ohne ihren Chef an der Linie kassierten die Moselaner dann doch noch ihren Gegentreffer. Ein langer Freistoß von Andreas Glockner landete urplötzlich bei Michael Stahl der, halb auf den Rücken liegend, das Spielgerät über die Linie stocherte. „Ich glaube da weiß Stahli selbst nicht, wie er den Ball über die Linie bekommen hat“, schmunzelte Sander in seinem Rückblick und schaute dann aber gleich auf die kommenden Wochen. „Wir haben jetzt 36 Punkte. Das ist zwar zunächst beruhigend, aber um die Liga zu halten, brauchen wir noch acht bis zehn. Daher müssen wir jetzt aufpassen das wir die Spannung halten. Gerade unter dem Gesichtspunkt das uns auch noch Ausfälle erwarten durch die fünfte Gelbe Karte.“.

In Stuttgart, dort muss die TuS am kommenden Sonntag antreten, sind davon mit Stark und Bozic gleich zwei Spieler betroffen. Ob es am Ende für etwas Zählbares reicht, bleibt abzuwarten. Aber die Serie spricht für die Schängel. In acht Pflichtspielen blieb die TuS gegen die Schwaben bisher ungeschlagen. Im Hinspiel trennten sich beide zwei Clubs beim 1:1 zum fünften Mal mit einem Remis. Ein Ergebnis, welches auch am Samstag mindestens angestrebt wird.

TuS Koblenz: Patzler, Antonaci, Marx, Buchner, Stark, Lahn (71. Schmidt), Stahl, Grupp, Popovits (77. Charrier), Bozic, Glockner (91. Saito).

Eintracht Trier: Keilmann, Garnier, Cinar, Blum, Heinz, Telch, Zinram (60. Dingels), Lienhard, Kaminiotis, Papadimitriou, Alawie (77. Szimayer).

TH

Im Sitzen stochert Michael Stahl den Ball über die Linie und sorgte somit für eine vorgezogene Rosenmontagsfeier im Stadion Oberwerth.Foto: TH

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Sandra Sattler: Der Zustand der L330 zwischen. Nassau und Zimmerschied ist eine absolute Katastrophe- und das nicht erst seit gestern! Wir sind wohnhaft in Hömberg und werden seit vielen Jahren mit diversen Ausreden vom LBM vertröstet.
  • Janek: Wer die Strecke kennt, kann sich den Grund bereits denken … Der Straßenzustand ist dort so schlecht, dass er besonders für Motorradfahrer ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko darstellt. Dem verunglückten...
  • Siegfried Kowallek: Verwunderlich ist weiterhin, dass die SPD der Neuwieder CDU vorhält, gegen den Unvereinbarkeitsbeschluss der Christdemokraten in Bund und Land im Hinblick auf die Partei Die Linke zu verstoßen. In insgesamt...
  • Siegfried Kowallek: Die Nennung von BSW und der Partei Die Linke im selben Kontext ist sachlich nicht gerechtfertigt und damit unredlich. Prominentester linker Befürworter deutscher Waffenlieferungen an die Ukraine ist Bodo...
  • Beatrix Biskup: Ich habe Bibliotheken immer geliebt und ich freue mich über jeden Schritt den die Stadtbibliothek in Richtung Zukunft geht und über jede Veranstaltung die diese durchführen würde.
Rund um´s Haus
Koblenz blüht
Stellenanzeige mehrere Stellen
Werksverkauf Anhausen
Wohnträume
Blütenfest
Stellenausschreibung Hausmeister/in
Aushilfskraft (w/m/d)
Empfohlene Artikel
Die ADAC RAVENOL 24h Nürburgring erfahren in diesem Jahr einen spektakulären Andrang.Foto: Gruppe C Photography
35

Nürburgring. Die ADAC RAVENOL 24h Nürburgring erfahren in diesem Jahr einen spektakulären Andrang. Nicht nur Fans aus der ganzen Welt wollen bei dem legendären Langstreckenrennen vor Ort sein, sondern auch immer mehr internationale Teams. Die hohe Nachfrage sorgt auch für eine große Herstellervielfalt: Mit Aston Martin, Audi, BMW, Ferrari, Ford, Lamborghini, McLaren, Mercedes-AMG und Porsche werden voraussichtlich neun verschiedene Marken alleine in der Top-Klasse SP9 vertreten sein.

Weiterlesen

Die Turnerinnen des TV Rheinbrohl waren bei den Wettkämpfen sehr erfolgreich.  Foto: privat
26

Rheinbrohl. In den letzten Wochen war der TV Rheinbrohl gleich zweimal Gastgeber großer Turnveranstaltungen. Am 1. März fand in der Rheinbrohler Turnhalle die Kreismeisterschaft statt, bei der rund 75 Turnerinnen aus vier Vereinen ihr Können zeigten. Der TV Rheinbrohl ging mit 17 Turnerinnen an den Start. 10 von ihnen konnten sich mit starken Leistungen für die nächste Wettkampfebene qualifizieren.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Stadt Mayen trauert um ihren Ehrenbürger Mario Adorf.
50

Im Foyer des Rathauses in der Rosengasse liegt ein Kondolenzbuch aus, in das sich Bürgerinnen und Bürger eintragen können

Stadt Mayen trauert um Mario Adorf

Mayen. Die Stadt Mayen trauert um ihren Ehrenbürger Mario Adorf, der am 8. April 2026 im Alter von 95 Jahren verstorben ist.

Weiterlesen

Pfarrer Jörg Meyrer. Foto: privat
13

Sie ist gerade nicht besonders verlässlich. Kriege, Krisen, harte Worte in der Politik. Vieles ist in Bewegung, manches gerät aus den Fugen. Für uns Erwachsene ist es schon nicht einfach, alles zu verfolgen – und erst recht nicht, alles zu verstehen. Und zu begreifen, warum die Mächtigen ihre Gewalt- und Kriegsspiele treiben. Wie machen Kinder das?

Weiterlesen

Dauerauftrag
Wir helfen im Trauerfall
Imageanzeige - Dauerauftrag
Rund ums Haus
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
Imageanzeige Dauerauftrag 04/2026
Rund ums Haus
Container Anzeige
Rund ums Haus
Innovatives rund um Andernach
SB Standesamt
Unterstützeranzeige
Wohnträume
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0220#
  WÄRMEPUMPE ÖL/GASHEIZUNG
Titelanzeige Nissan  114/1407895/2454617/4746681
Anzeige Tag der offenen Tür am Zeiberberg