D-Jugend der JSG Bendorf/Vallendar
Rheinlandmeister-Titel geholt
D-Jugend krönt erfolgreiche Saison
Bendorf. Am Samstagvormittag machte sich der Tross der JSG auf die Reise in den Hunsrück nach Irmenach, um den Titel Rheinlandmeister auszuspielen. In einem Final-Four-Turnier ging es gegen die Teams der JH Mülheim/Urmitz, JSG Hunsrück und TuS 05 Daun.
Die angereisten JSG-Jungs eröffneten das Turnier gegen den Meister der Parallelstafel JSG Hunsrück. Die mit Heimvorteil ausgestatteten Hunsrücker wollten natürlich sich in eigener Halle nicht die Butter vom Brot nehmen lassen und so wurde von Anfang an um jeden Ball gekämpft. Das Spiel wogte hin und her, aber es gelang immer, knapp in Führung zu bleiben. Es zeichnete sich ab, dass es gelingen musste, die beiden Haupttorschützen der Irmenacher auszubremsen, da diese beiden mit Abstand die meisten Tore erzielten. Mit der Halbzeitführung von 11:9 ging es in die Kabine. Diese Führung währte leider nicht lange, man kassierte den Ausgleich zum 11:11. Jetzt wurde es hektisch und die volle Halle sorgte nicht dafür, dass man in Ruhe weiterspielen konnte. 12:12 und das Spiel drohte zu kippen. Mit starkem Willen und einigen guten Aktionen konnte man das Heimteam doch wieder mit drei Toren hinter sich halten. 15:12 hieß aber immer noch nicht, dass alles in trockenen Tüchern war. Ein toller Fight bis zum Ende zeichnete sich ab. Bis auf ein Tor kamen die Gelben wieder ran und erst in der unmittelbaren Schlussphase konnte die offene Manndeckung ausgespielt werden und der Sieg war mit 22:19 fixiert.
Finale... aber gegen wen? Also durchatmen und die möglichen Gegner im zweiten Halbfinale beobachten. JH Mülheim/Urmitz vs. TuS 05 Daun. Klare Sache für die Jungs von der anderen Rheinseite, 22:13-Sieg gegen wohl ersatzgeschwächte Dauner. Rheinland-Derby im Hunsrück, zwei knappe Niederlagen in der Regular-Season, aber jetzt ist Playoff Time, um mal die Phrasen der Profiligen zu nutzen. High Noon und Crunchtime... Während des Spiels um Platz 3 wurde bei einem Spaziergang die Truppe noch einmal vom Trainerteam Busse-Burgard auf das Finale vorbereitet. Wie erwartet, gab keine Mannschaft auch nur eine Kleinigkeit nach. Jede Aktion wurde hart umkämpft. Ob Nervosität oder einfach nur Pech in der Anfangsphase war nicht zu eruieren, es lief für die JSG fast alles schief. Ballverluste, technische Fehler, natürlich dann noch freie Bälle, die an Pfosten oder Latte knallen und man lag 1:5 zurück. Egal, es ist ein Finale und es gibt nicht mehr viele Chancen. Es gelang tatsächlich, bis zur Pause auf 4:6 zu verkürzen. In der Kabine mussten die Fehler besprochen werden. Nochmal in so einen Rückstand zu geraten, wird wohl nicht mehr aufzuholen sein. Mitte der zweiten Halbzeit dann tatsächlich der Ausgleich zum 9:9., 9:10, 10:10, 10:11, 11:11, jede Aktion könnte spielentscheidend sein. Jede Tribünenseite zwischen Sieg und Niederlage. Alles am Anschlag... Spiel aus... 13:13 Unentschieden. Laut Regularien direkt 7m-Werfen.
Der Wahnsinn geht weiter und die Spannung steigt und steigt. Wahrscheinlich waren die Anhänger auf den Tribünen nervöser, als die Hauptakteure. Am Ende gelang der Sieg und damit ist die Truppe der D-Jugend Rheinlandmeister. Es fällt schwer, einzelne Mitglieder besonders hervorzuheben. Hier wurde Handball als Mannschaftssport gelebt. Alle zusammen, Spieler, Trainer, Betreuer und Eltern haben für dieses Ziel gearbeitet und es hat sich eine tolle Truppe gefunden. EVM-Cup-Sieger, Vizemeister in der Staffel und jetzt Rheinlandmeister in einer Saison - das ist eine klasse Leistung. Besonders zu erwähnen ist allerdings aktuell der Fanclub „Vallendarer Löwen“. Die Crew um Bobo hat den ganzen Tag die JSG’ler mit voller Lautstärke unterstützt. Somit wieder eine neue Erfahrung für die Jungs, die sie zu Höchstleistung antrieb.
Wichtig natürlich auch alle Unterstützer, Helfer, Organisatoren, Kuchenbäcker, Kioskverkäufer, usw., die alle einen Beitrag zum Erfolg geleistet haben. In Irmenach feierten: Louis Matthews und Matthias Schumann im Tor, Max Schleier, David Bode, Linus Stritzke, Lennart Euler, Fynn Corcilius, Marco Brügel, Torben Berleth, Benedikt Eberle, Max Weber, Paul Schleier, Henri Lewin.