Fußball-Rheinlandliga, siebter Spieltag

Ronaldo Kröber rettet spät das Remis

TuS Mayen musste gegen die SG Malberg/Rosenheim mit einem 1:1 (0:1) zufrieden sein

27.09.2021 - 08:39

Mayen. Am siebten Spieltag der Fußball-Rheinlandliga wurde es zwar wieder nichts mit dem ersten Heimsieg für den TuS Mayen, aber immerhin rettete Joker Ronaldo Kröber mit seinem Treffer in der ersten Minute der Nachspielzeit das 1:1 (0:1) gegen die SG Malberg/Rosenheim.


„Im ersten Moment nach dem Abpfiff bist du natürlich enttäuscht, weil es eigentlich nur einen Sieger hätte geben dürfen“, machte TuS-Spielertrainer Tobias Uhrmacher aus seinem Herzen keine Mördergrube. „Und das waren wir. Es gab schließlich nur eine einzige Mannschaft, die Fußball spielen wollte. Allerdings haben wir zu viele Chancen vergeben, wir hätten uns einfach belohnen und gewinnen müssen.“

Vor allem in den ersten 20 Minuten lag der Führungstreffer der Gastgeber, die im Vergleich zum Derby bei der SG Eintracht Mendig/Bell nur einen Wechsel in der Startformation vornahmen (Philipp Ries für Julian Schäfer), in der Luft. Das nach dem 3:2 (0:1)-Erfolg an der Brauerstraße gestiegene Selbstbewusstsein war den Spielern deutlich anzumerken. Tobias Loosen, vergangene Woche noch zweifacher Torschütze, ließ sich nach exakt einer Viertelstunde von SG-Torhüter Matthias Zeiler zu weit nach außen abdrängen. 60 Sekunden später jagte Niklas Weis eine Hereingabe von Leon Kohlhaas aus fünf Metern per Direktabnahme in die Wolken.

Wie aus heiterem Himmel gingen die Westerwälder in Führung. Eine Flanke von Jannik Weiler nahm Mittelstürmer Justin Nagel volley. Der Ball, den er noch nicht einmal richtig getroffen hatte, sprang nach Verlassen des Fußes einmal auf und senkte sich über TuS-Schlussmann Kevin Michel ins Netz (23.). Nur 60 Sekunden später verhinderte Michel gegen Nagel das 0:2, als er den Winkel geschickt verkürzte. Die größte Tat vollbrachte der TuS-Torhüter vier Minuten vor der Pause, als erneut Nagel allein auf ihn zustürmte und er mit einer großartigen Fußparade einen höheren Rückstand verhinderte. Innenverteidiger Tim Gilles hatte zuvor über den Ball getreten.

Nach Wiederanpfiff erhöhte der TuS Mayen den Druck, die eingewechselten Julian Schäfer und Sanih Nasic machten Dampf über die Außenbahn. Einen Weis-Schuss aus der Drehung parierte SG-Urgestein Zeiler mit dem Fuß (50.), danach blieben Chancen aber bis in die Schlussphase Mangelware. Einen weiten Schlag von Ries, der ein starkes Comeback nach seiner Verletzungspause feierte, legte der eingewechselte Uhrmacher selbst für den nach einer guten Stunde gekommenen Ronaldo Kröber auf. Der Joker drückte das Spielgerät aus kurzer Distanz zum 1:1-Endstand über die Linie (90. + 1).

„Es ist schwierig, immer wieder einem Rückstand hinterherzulaufen“, räumte Uhrmacher nach Ablauf der vierminütigen hektischen Nachspielzeit ein. Sein Gegenüber Volker Heun ärgerte sich ebenfalls: „Aufgrund der zweiten Halbzeit ist das Ergebnis gerecht, aber wir hätten das Ding über die Zeit bringen müssen. Wir haben unsere Konter allerdings nicht gut zu Ende gespielt und den Ball nicht oft genug festmachen können.“

TuS Mayen: Kevin Michel, Michael Daub, Tim Gilles (46. Julian Schäfer), Philipp Ries, Tim Schneider, Tim Krechel (62. Ronaldo Kröber), Steffen Schmitt, Uwe Unterbörsch, Leon Kohlhaas (46. Sanih Nasic), Tobias Loosen (81. Tobias Uhrmacher), Niklas Weis.

SG Malberg: Matthias Zeiler, Sven Heidrich, Dennis Märzhäuser, Peter Gerhardus (75. Luke Jung), Justin Nagel (84. Felix Rixen), Lukas Müller, Benjamin Weber (58. Colin Remy), Dominik Neitzert (90. Luca Antonio Groß), Arthur Becker, Tjark Benner, Jannik Weiler.

Schiedsrichter: Christian Fritzen (Neuwied).

Zuschauer: 150.

Torfolge: 0:1 Justin Nagel (23.), 1:1 Ronaldo Kröber (90. + 1).

Nächste Aufgabe für den TuS Mayen: am Sonntag, 3. Oktober, um 15.30 Uhr beim FC Metternich.

Nächste Aufgabe für die SG Malberg: am Sonntag, 10. Oktober, um 15.30 Uhr beim Ahrweiler BC.

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Kommentare

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Gabriele Friedrich:
Toll! Und weil die Fahnen so fein im Wind wehen, hören weltweit die Kerle auf, sich über Frauen herzumachen und sie mit Gewalt zu übersäen. *Applaus* für so viele gute Taten....
Gabriele Friedrich:
Da meldet sich doch kein Mensch. Vor allem wenn so einer vor Gericht kommt und man als Zeuge aussagen muss, dann wird man nach Name und Wohnort gefragt- öffentlich. Während der Zeuge nicht erfährt, wo der Angeklagte wohnt, evtl. nicht mal den Namen erfährt. Findet den Fehler. .... !...
Gabriele Friedrich:
Unfassbar, wie dämlich die Leute sind. Alkohol riecht man und wenn die 82 jährige nüchtern war, hätte sie nicht einsteigen sollen. Verantwortung liegt auch beim andern, das er einen gar nicht erst fahren lässt. Ich habe in solchen Fällen, wenn einer betrunken fahren wollte, den Schlüssel weggenommen....
 

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