SV Rot Weiß Queckenberg
Rot Weiße Ebbe an der Bonner Düne
Queckenberg. Es bleibt dabei: fährt der SV Rot Weiß Queckenberg zum Tennenplatz an der Düne, kehrt er mit leeren Händen zurück; drittes Spiel - dritte Niederlage in den letzten 13 Monaten! Am vergangenen Sonntag spielten die Voreifeler deutlich unter ihren Möglichkeiten und verloren vollkommen zu Recht bei der erst vor ca. 90 Tagen aus dem Boden gestampften Reserve von Azadi Bonn.
Dabei setzte der Gast die ersten Ausrufezeichen und ging in der 15. Minute in Führung. Mundorfs goldenes Hinterköpfchen verlängerte einen Uygur Freistoß über den etwas zu zaghaft herausgelaufenen Bonner Schlussmann.
Was danach speziell von den Rot-Weißen abgeliefert wurde, erinnerte nicht im Ansatz an die Galavorstellung gegen Südstadt Bonn bzw. den aufopferungsvollen, nimmermüden Einsatz in der zweiten Halbzeit in Dünstekoven. Es bleibt für alle Verantwortlichen und Fans (und wahrscheinlich sogar für die Spieler selbst) ein Rätsel, warum sich diese oft nicht annähernd für ihre guten Trainingsleistungen belohnen.
Es entwickelte sich ein Fehlpassfestival, wodurch die zunächst zurückhalten agierenden Gastgeber Mut und Hoffnung schöpften.
Ein kreatives Mittelfeld fand kaum statt. Auch die bisher so gut organisierte Defensive „glänzte“ durch Stellungsfehler und unorthodoxe Befreiungsschläge. Dieses Chaos in allen Mannschaftsteilen nutzte Azadi nach 20 Minuten und bestrafte die Queckenberger mit dem Ausgleich. Zwar wurden in der Folgezeit auf beiden Seiten Torchancen generiert, allerdings blieb es bei der verkrampften, unansehnlichen Darbietung der Gäste. So kam einem jeden, der mit dem RWQ mitfieberte, der Halbzeitpfiff wie eine Erlösung vor.
Wer nun ein Aufbäumen der Madbach-Kerle erwartete, wurde abermals bitter enttäuscht. Zu keiner Zeit wollte es den Voreifelern gelingen, endlich das Zepter in die Hand zu nehmen. Vielmehr drehten die Gastgeber in der 65. Minute endgültig die Partie, und Queckenberg schleppte sich wie ein angeschossenes Tier über die Asche.
Als das Gästelager drei Minuten vor dem Abpfiff doch so etwas wie ein Aufbegehren der seinen erahnen konnte, war der Siegerdrops für die Heimelf schon längst gelutscht. So quittierte die Madbachelf, aus der allenfalls Winkel gefallen konnte, eine verdiente Schlappe und sieht so schon recht früh in der Saison die hochgesteckten Ziele in unerreichbare Weiten entschwinden.
Die erste Gelegenheit zur Wiedergutmachung bietet sich der Kurek/Abeling-Truppe am nächsten Sonntag um 15 Uhr daheim gegen Godesberger FV III. Doch dazu bedarf es einer Leistungssteigerung von mindestens 200 Prozent!
Aufstellung: Watty - Becker, Declair, Klemm, Rau - Geimer, I. Uygur, Winkel, Mundorf - Raffino, D. Uygur; Verstärkung: Klimaszewski, Dupin; Eiserne Reserve: Kolvenbach
