Lokalsport | 02.12.2015

Kreisliga D, Gruppe 4

Rot-Weiße Kannibalen an der Madbach

Nach einer desolaten ersten Halbzeit holt Queckenberg mit dem 4:4 (0:3) einen Punkt

Queckenberg. Das Kellerduell am ersten Adventssonntag zwischen dem SV Rot-Weiß Queckenberg und dem SC Villip war definitiv Gift für Leute mit einem schwachen Gemüt oder für Leute, die an Kreislaufproblemen leiden. Für das letzte Heimspiel hatten sich die Queckies nicht weniger als den ersten Dreier in dieser Saison auf dem Mount Queck überhaupt auf ihre Fahnen geschrieben, gleichbedeutend mit dem ersten Sieg seit drei Monaten.

Indiskutable Vorstellung in der ersten Hälfte

Das man am Ende über wenigstens einen Punkt richtig zufrieden sein durfte, lag an einer völlig indiskutablen Vorstellung während der ersten 45 Minuten. Der Tabellenletzte reiste mit einer Empfehlung von lediglich drei Unentschieden und neun Toren auf die Queckenberger Alm. Entsprechend offensiv schwor Lohaus seine Truppe auf die bevorstehende Aufgabe ein. Doch was seine Schützlinge in Durchgang eins boten, hatte mit Fußball nicht im Ansatz etwas zu tun! In allen Bereichen fehlte es an Spritzigkeit, Fußballverstand, Siegermentalität und mannschaftlicher Geschlossenheit. Vielmehr sah man elf Kicker auf dem Platz, die zu oft nur hinterherliefen, die viel zu selten das Auge für den freistehenden Nebenmann hatten und dadurch, dem auch nur zaghaft und unsicher agierenden Gast kaum Paroli bieten konnten. Den drei Gegentreffern (19., 25., 34.) gingen jeweils individuelle Fehler voraus. Und so kam es, dass zur Halbzeit die Mannschaft führte, die auch als solche auftrat und weniger grobe Fehler produzierte. Bei der nun fälligen Kabinenpredigt ließ Lohaus Gnade vor Recht ergehen und appellierte vielmehr an das Gewissen seiner Jungs, sich hier vor den Augen der eigenen Fans nicht abschlachten zu lassen. Was kaum noch für möglich gehalten wurde, angesichts der vorangegangenen totalen Arbeitsverweigerung, sollte dann tatsächlich eintreten.

Nach dem Wechsel war Queckenberg gierig nach Toren

Auf einmal standen da elf rot-weiße Kannibalen auf der Queckenberger Asche, gierig nach Toren und Punkten, giftig, gallig und vom Ehrgeiz getrieben, allzeit bereit den Gegner förmlich aufzufressen. Den größten Hunger entwickelte dabei Geimer. Nach über 440 Minuten beendete der Wirbelsturm aus der Voreifel endlich seine Torflaute und läutete eine Aufholjagd ein, an die man zu diesem Zeitpunkt nur vage glauben mochte (54.). Nur für ganz kurze Zeit stellte Villip den alten Abstand noch einmal her, ehe erneut Geimer auf 2:4 verkürzen konnte (59./60.). Jetzt tobte die RWQ-Sturmabteilung mit den aufkommenden Herbstwinden um die Wette und die sich dezimierenden Gäste wurden am eigenen Strafraum immer mehr eingeschnürt und unter Dauerfeuer gelegt. Als Bellinghausens Fackel aus rund 25 Metern im SC-Gehäuse einschlug, war der bereits verloren geglaubte Punkt wieder zum Greifen nahe. In der 84. Minute zerlegte dann ein Tiki-Taka-Doppelpass die komplette Villiper Hintermannschaft, und Markus Becker zauberte mit seinem ersten Saisontreffer den erlösenden Urschrei von der Madbach auf die Lippen der mitfiebernden Fans. Danach war noch genug Zeit, um gar den Spieß ganz herumzudrehen.

Remis ist ein gerechtes Ergebnis

Doch die Beine wurden nun etwas schwer und die Konzentration ließ zunehmend nach. Trotzdem boten sich weitere Möglichkeiten, um am Ende dem Gegner den Todesstoß zu versetzen. Doch aufgrund der völlig desolaten „Leistung“ in der ersten Halbzeit ist das Remis ein gerechtes Ergebnis. Ein Wort noch zu dem Schiedsrichter: wer mit 15 Jahren so souverän und umsichtig agiert, wer in diesem Alter gestandenen Kreisliga-Haudegen so abgeklärt gegenübertritt, der hat ein Extralob verdient. Die Queckies indes warten nun seit acht Heimspielen auf einen Dreier zu Hause. Aufstellung: P. Watty - Heinrichs, Declair, Winkel, von Sturm - Becker, Arlt, Klemm, Bellinghausen, Rau - Geimer. Verstärkung: Leifer, Coskun, Kurek. Eiserne Reserve: Breuer.

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