Lokalsport | 26.03.2019

Comeback der Zakspeed-Viper in der VLN

Rowe BMW siegte beim ersten Lauf

Die Zakspeed-Viper in ihrem Element auf der Rennstrecke. Fotos: -BURG-

Nürburg. Mit einer Geduldsprobe für Teams und Fans startete am vergangenen Samstag die VLN Langstreckenmeisterschaft in die neue Saison. Aufgrund von Nebel hatte sich in den Morgenstunden auf dem Nürburgring kein Rad gedreht. Und so sichteten die zahlreichen Fans, die bei einer Temperatur von nur 5 Grad Celsius an der Strecke ausgeharrt hatten, erst gegen 12:30 Uhr die ersten Boliden in der „Grünen Hölle Die Geduldsprobe der Fans sollte danach jedoch durch packenden Motorsport in dem 151 Fahrzeuge starken Starterfeld, bei sogar zeitweiligem Sonnenschein, belohnt werden.

Für viele der eingefleischten VLN Fans war es wohl die Überraschung schlecht hin, als das Team von Zakspeed acht Tage vor dem ersten VLN Start, seine Rückkehr mit einer Dodge Viper GT3 ankündigte. Genau vor 20 Jahren hatte der Rennstall aus Niederzissen erstmals einer Viper in der VLN eingesetzt, worauf der US-Bolide schnell mit seinem donnernden Sound zum Publikumsliebling avancierte. Noch im selben Jahr gewann die Zakspeed-Viper das legendäre 24-Stunden-Rennen, welches sie auch in den kommenden zwei Jahren dominierte. In der Saison 2009 trat Zakspeed noch einmal mit dem Nachfolger der Viper Competition an, konnte damit aber nicht an die ursprünglichen Erfolge anknüpfen. In dieser Saison ist es Teamchef Peter Zakowski erneut gelungen eine Viper an den Start zu bringen. Zudem konnte er mit Jeroen Bleekemolen (Monaco), Florian Strauß (Berlin) und Christian Mamerow (Waltrop) ein hervorragendes Fahrer-Trio präsentieren. Beim ersten Einsatz musste das Team sich dennoch den zum Teil werksunterstützten Teams von Audi, BMW, Mercedes und Porsche geschlagen geben. Die Zakspeed-Viper erreichte auf Platz 21 das Ziel und konnte damit immerhin noch, obwohl das Auto nicht mehr gebaut wird, den besten Nissan aus der aktuellen GT-R Nismo GT3 Serie hinter sich halten, der nur auf Position 24 die Zielflagge sah.

Insgesamt siebenmal wechselte im Verlauf des Rennens die Führung, bevor Nick Catsburg (Niederlande), Marco Wittmann (Führt) und John Edwards (USA) mit dem BMW M6 GT3 von ROWE Racing als Sieger die Ziellinie überquerten. Der Vorsprung der Sieger auf die zweitplatzierten Fred Makowiecki und Patrick Pilet (beide Frankreich) mit einem Porsche 911 GT3 R von Manthey-Racing, betrug am Ende 5,486 Sekunden. Zuvor war es in der letzten Runde zum Showdown zwischen dem in Führung liegenden Porsche und dem BMW gekommen. Am Ende einer Code-60-Zone hatte der BMW Pilot schneller reagiert und das entscheidende Überholmanöver absolviert. Auf Position drei komplettierten Connor De Phillippi (USA), Tom Blomqvist (Großbritannien) und Mikkel Jensen (Dänemark) in einem weiteren ROWE BMW das Podium. Mit nur einem Rückstand von 0,281 Sekunden verpassten Klaus Bachler (Österreich) und Jörg Bergmeister (Langenfeld) im Porsche 911 GT3 R von Falken Motorsports als Vierte nur knapp das Podest. Platz fünf belegten Matt Campbell (Australien) und Mathieu Jaminet (Frankreich) im Frikadelli Porsche

Beim ersten Saisonlauf gingen in der Cayman GT4 Trophy insgesamt 13 der Sportwagen an den Start, mit von der Partie in dieser Klasse auch Thorsten Jung aus Niederzissen. Bei seinem ersten Einsatz für das belgische Team von Mühlner Motorsport belegte Jung mit seinen beiden Fahrerkollegen den 6 Rang.

Bereits am 13. April starten die Akteure der VLN Langstreckenmeisterschaft zu ihrem zweiten Meisterschaftslauf, bei dem sich die Fans sicherlich mit Blick auf die Vorbereitungen der Teams auf das 24h-Rennen auf ein erneut attraktives Starterfeld freuen dürfen.

BURG

Thorsten Jung mit dem Porsche Cayman GT4 von Mühlner Motorsport.

Thorsten Jung mit dem Porsche Cayman GT4 von Mühlner Motorsport.

Die Zakspeed-Viper in ihrem Element auf der Rennstrecke. Fotos: -BURG-

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