Alte Herren des GTRVN auf Jubiläums-Tour
Ruderfahrt auf dem Main bei Traumwetter
Neuwied. Einer alten Vereinstradition folgend, gehört das verlängerte Himmelfahrtswochenende seit nunmehr 20 Jahren den „Alten Herren“ (AH) des GTRVN. Mit wechselnder Leitung wird in jedem Jahr eine mehrtägige Ruderwanderfahrt auf unterschiedlichsten Gewässern organisiert. In diesem Jahr hatten die AHs den Main als Rudergewässer auserkoren. Nachdem Hans Voigt als verantwortlicher Fahrtenleiter bereits im Vorfeld ganze Arbeit bei der Vorbereitung der Tour geleistet hatte, wollte der Wettergott ebenso seinen Teil zum Gelingen der Jubiläumsfahrt beitragen und verwöhnte die 13 Ruderer während der gesamten Tour mit sommerlichen Temperaturen und Sonnenschein. Am Mittwochabend trafen sich die Teilnehmer, die zum Teil von weither anreisen mussten, im malerischen Örtchen Dorfprozelten am Main, wo der erste Abend wie gewohnt mit großem Hallo zur Einstimmung auf die folgenden Tage genutzt wurde. Am nächsten Morgen wurden die Boote fertig gemacht und zu Wasser gebracht, bevor die erste Halbetappe in Angriff genommen werden konnte. Gleichzeitig musste auch noch der Quartierwechsel nach Aschaffenburg bewältigt werden und da in diesem Jahr erstmals kein Landdienst eingeplant war, stand die Truppe durch den Transport des Gepäcks und durch die ständig wechselnde Bereitstellung der Fahrzeuge an den jeweiligen Einsatz- und Anlegeplätzen vor nicht unerheblichen logistischen Problemen, die aber vom Fahrtenleiter und seinem unermüdlichen Assistenten Alge Kaltenborn mit viel Einsatzfreude hervorragend gelöst wurden.
So führte der erste Tag dann über Miltenberg bis nach Wörth, wobei für die gut 30 Kilometer wegen der langen Wartezeiten vor allen 3 Schleusen 10 Stunden benötigt wurden. Dabei kam den AHs zugute, dass der Rudersport ihnen zur Bewältigung dieser Anforderungen die notwendige Ausdauer und das erforderliche Durchhaltevermögen über Jahrzehnte vermittelt hatte. Bei steigenden Temperaturen trafen die Ruderer am Ende der zweiten Etappe in Aschaffenburg ein. Da der unterwegs für die Mittagsrast avisierte Biergarten geschlossen hatte, wurde die Improvisationsfähigkeit des Teams auf eine zwar harte aber nicht unlösbare Aufgabe gestellt. In Aschaffenburg wurde dann das kulturelle Bedürfnis durch den Besuch des Pompejanums befriedigt, bevor es anschließend zu Speis und Trank in eine urige Brauereigaststätte ging. Am folgenden Tag, der dritten Etappe von Aschaffenburg über Karlstein nach Großauheim, waren Schatten und Trinkwasser bei mittlerweile hochsommerlichen Temperaturen die gefragtesten Dinge. Zum Glück zeigten wenigstens die Schleusenwärter mittlerweile Verständnis für die Neuwieder Ruderer , die nach den schlechten Erfahrungen der ersten Etappe an den folgenden Tagen stets ohne wesentliche Verzögerungen und teilweise sogar alleine in den riesigen Schleusenkammern mainabwärts befördert wurden. In der langsam untergehenden Sonne und auch noch lange nach Sonnenuntergang sah man die AHs des GTRVN am letzten Abend im Gastgarten vor dem Aschaffenburger Schloss bei Bier und Wein aus der Region, wie sie die gelungene Tour noch einmal Revue passieren ließen. Auch die Anekdoten und Erinnerungen aus vergangenen gemeinsamen Schüler- und Ruderzeiten durften dabei natürlich nicht fehlen.
So war es kein Wunder, dass zum Abschluss der Wanderfahrt am Sonntagmittag beim WSV Offenbach-Bürgel, wo Günter Möhl als ältester Teilnehmer die Schlussrast organisiert hatte, kein Zweifel darüber bestand, dass diese Traditionsveranstaltung auch im kommenden Jahr wieder ihre Fortsetzung finden wird. Der neue Fahrtenleiter ist bekannt, das Ziel ist noch geheim.
Aber gleich wohin es geht, es sind hoffentlich alle wieder dabei.
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