SV Rot Weiß Queckenberg
SV Rot Weiß Queckenberg schießt Heimerzheim sturmreif
Heimerzheim. Im April 1991 gastierte der SV Rot Weiß Queckenberg letztmalig beim SSV Heimerzheim. Gegner damals wie heute war die zweite Mannschaft. Seinerzeit gab es noch zwei Punkte für einen Sieg, der RWQ spielte in der C-Liga. Klimaszewski, Ring und Bures spielten damals bereits in der erste Kreisliga.
Nach einem gemeinsamen Frühstück brach die Mannschaft nach Heimerzheim auf. Wind und Regen setzten dem Spielverlauf arg zu. Es wurden wieder einmal Chancen für zwei Spiele auf dem nassen Grün verschenkt.
Bures übernahm die Verantwortung, erkämpfte sich an der Mittellinie des Spielfelds den Ball, führte ihn bis in den gegnerischen Strafraum und schoß diesen schließlich ganz überlegt flach ins lange, rechte Eck. Dass man mit diesem für die Einheimischen äußerst schmeichelhaften Pausenstand die Seiten wechselte, lag einzig und allein daran, dass bis auf Defensivrammbock Kaya, Abwehrchef Uygur sowie Feuerkopf P. Watty definitiv alle Spieler von der Madbach mindestens einmal nicht in der Lage waren, das Runde ins Eckige einzuschweißen. So bedeutete ein brandgefährlicher SSV-Freistoß beinahe den Ausgleich.
Die Wetterverhältnisse verschlechterten sich zusehends. Doch man hatte das Gefühl, dass der RWQ seine Reserven aus den Depots geholt hatte und dem Gegner mehr und mehr zusetzte. Zunächst ging Capitano Declair höchstpersönlich voran und machte das 2:0 aus Nahdistanz zur Chefsache (58.). Als mit zunehmender Spieldauer ein jeder Akteur mehr und mehr den eigenen Halt verlor, spielte Martin „the Ring of fire“ seine ganze Erfahrung aus und schnürte seinen zweiten Doppelpack in Folge (72./90.). Aus spitzestem Winkel von links überlupfte er aus ca. zehn Metern den verdutzten SSV-Keeper ins lange Torwarteck. Unmittelbar danach hatte der souveräne Hasim ein Erbarmen mit allen Beteiligten und schickte die Akteure unter die warme Dusche. Die niemals aufsteckenden und jederzeit fairen Gastgeber belohnten sich für ihre ehrliche, aufopferungsvolle Vorstellung mit dem zwischenzeitlichen 1:3 (75.).
Angetrieben von dutzenden Queckenberger Fans rutschten die Sieger bäuchlings zehn Meter über den seifigen Untergrund in ihre Fankurve und feierten gemeinsam mit ihrem Anhang den zweiten Tabellenplatz. Diesen gilt es am 30. September auf dem Mount Queck zu verteidigen. Dazu bedarf es abermals einer hochkonzentrierten, geschlossenen Mannschaftsleistung; erwartet man doch ab 15 Uhr Rot Weiß Merl III. Und von der Seidel-Truppe weiß man aus vergangenen Tagen nur zu gut, dass auch sie nach den 90 Minuten gern den Sieg nach Hause tragen.
Aufstellung: P. Watty – Leifer, Uygur, Wappenschmidt – Klemm, Kaya, Declair, Bures, Cipera, Klimaszewski – Ring.
Verstärkung: A. Watty, Mücklich, Joerger.
