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SV Weitersburg – TuS Kettig 6:1 (0:1)

SVW zeigt zwei Gesichter

12.10.2017 - 12:31

Weitersburg. Nach den beiden Topspielen gegen die Aufstiegskandidaten aus Immendorf und Vallendar, die trotz zwei starken Leistungen leider nur mit einem Punkt beendet wurden, gastierte am 8. Spieltag der Kreisliga A der Tabellenletzte TuS Kettig im Weiherstadion. Für dieses Spiel war klar, dass nur die 3 Punkte zählen, um nicht direkt in akute Abstiegsnöte zu gelangen. Doch die Personalsituation vor diesem richtungsweisenden Spiel hätte viel schlechter nicht sein können. So standen dem wieder genesenen Coach Charly Grün nur 13 fitte Spieler zur Verfügung, sodass sich die Mannschaft fast von selbst aufstellte.

Die Anfangsphase des Spiels verlief schleppend. Beide Teams erlaubten sich viele Fehler im Spielaufbau, sodass kaum einmal ein Spielzug über mehrere Stationen gelang. Torchancen waren auf beiden Seiten Mangelware, sodass wenn überhaupt nur einmal ein Fernschuss für einen Hauch von Gefahr sorgte. So plätscherte das Spiel so vor sich hin und man fragte sich wie diese Weitersburger Mannschaft den Topmannschaften aus Immendorf und Vallendar in den letzten beiden Wochen mindestens auf Augenhöhe begegnen konnte. Als dann auch noch 5 Minuten vor der Halbzeit ein Kettiger Stürmer nach einem langen Ball alleine vor Keeper Flo Walgenbach auftauchte und zum 0:1 einschob, konnte man sich fragen, ob der Mannschaft die nötige Einstellung gegen den Tabellenletzten abging. Nachdem ein weiterer Konter der Kettiger am Weitersburger Pfosten endete, konnte man fast noch froh sein „nur“ mit einem 0:1 in die Pause zu gehen.

In dieser mussten die richtigen Worte gefunden worden sein, denn das Geschehen in der 2. Halbzeit entschädigte deutlich für das Dargebotene aus dem ersten Durchgang. Man merkte den Kubbe-Jungs direkt eine ganz andere Körpersprache an und so dauerte es keine Minute bis der Ball das erste Mal im Kettiger Netz lag. Nach frühem Pressing sprintete Tim Korth in einen Pass und setzte den Ball aus 20 Metern neben den rechten Pfosten. Keine fünf Minuten später wieder ein Ballgewinn weit in der gegnerischen Hälfte, über zwei Stationen kam der Ball in die Mitte zu Colin Püschel, der nur noch zum 2:1 einschieben musste. Doch wer dachte, die Weitersburger würden es jetzt mit der Führung im Rücken erst einmal ruhiger angehen lassen, sah sich getäuscht. Es gab auf dem Platz nur noch eine Spielrichtung, und die war mit Vollgas Richtung Kettiger Tor. So war es nach einem schönen Diagonalball Orangel Köhler, der den Ball mit der Brust für Julian Urbas abtropfen ließ, welcher den Ball im langen Eck über den Keeper hinweg versenkte. Nach einem Platzverweis für einen Kettiger Spieler war die Gegenwehr dann auch endgültig gebrochen. So kam es, wie es kommen musste und der SVW spielte sich regelrecht in einen Rausch. Nach einem abgefangenen Pass im Mittelfeld gelangte der Ball direkt zu Julian Urbas, der mit einem Traumtor aus 25 Metern in den rechten Winkel das 4:1 für Blau und Gelb erzielte. Keine 2 Minuten später war es wiederum Kapitän Urbas, der mit einem fulminanten Volleyschuss nach einem Eckball seinen lupenreinen Hattrick innerhalb von 15 Minuten vollendete und zum 5:1 einnetzte. Doch den Schlusspunkt in dieser starken zweiten Hälfte, in der auch defensiv überhaupt nichts mehr zugelassen wurde, setzte ein anderer. Nach einem langen Ball aus der eigenen Hälfte spitzelte Colin Püschel den Ball am herauseilenden Torwart vorbei ins verwaiste Tor und traf somit in seiner ersten Seniorensaison im 8. Spiel zum 7. Mal ins Schwarze. Kurze Zeit später erfolgte der Schlusspfiff. Das nach der deutlichen Leistungssteigerung in Hälfte zwei auch in dieser Höhe nicht unverdiente 6:1 und der damit errungene erste Heimsieg der Saison war unter Dach und Fach.

Für den SVW im Einsatz waren: Florian Walgenbach, Niclas Weber, Björn Debrich, Erik Heizmann, Jonas Hof, Orangel Köhler, Claudius Marzilius, Tim Korth, Julian Urbas, Yalcin Yürek, Colin Püschel, Lorenz Dobkowitz, Philipp Ley, Theo Damm, Robin Hopfner, Betreuer Kuba Garry und Jacky Schmidt sowie Trainer Charly Grün.

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Kommentare
juergen mueller:
Was heutzutage so alles eine Pressemitteilung wert ist. Da wird jemand, alkoholisiert, gleich zu etwas abgestempelt, was noch garnicht bewiesen ist und womöglich nur aus einer Alkohollaune heraus geschah. Sicherlich ein öffentliches Ärgernis und zugleich für die ausführende Hand auch lebensbedrohlich. Aber ein Aufreger? Finde ich nicht. Da regen sich wieder Zweibeiner über etwas auf, was sie mit Sicherheit, zwar nicht öffentlich (oder doch?), aber zumindest zuhause im stillen Kämmerlein oder einem sonstigen stillen Örtchen selbst schon einmal "gehändelt" haben. Da ging jemandem ganz einfach nur der TRIEB durch, was der TRIEBfahrzeugführer ja auch sofort erkannt hat, der ja sehr genau hingeschaut haben muss.
ROTMILAN:
Für alle, die nicht das geistige Niveau von EIKE e.V. und Herrn Uwe Klasen erreicht haben - soll heißen: Das Zusammenfallen von zwei/mehreren Ereignissen bedeutet noch keine Wechselbeziehung der Ereignisse und erst recht noch keine Ursache/Ursächlichkeit für ein bestimmtes Ereignis - eine bestimmte Erscheinung in der Natur. Herr Klasen leugnet den Klimawandel durch jedenfalls überwiegend menschliche Einflüsse auf dem geistigen Niveau von Scheinwissenschaftlichkeit. Was sich klug anhören soll, ist nicht zwangsläufig klug aus sich heraus. Die Analyse von Frau Dr. Etscheidt ist zutreffend. Wer dies in Zweifel zieht mit "Argumenten" der dargestellten "Güte" von Herrn Klasen, wird auch nicht in Zweifel ziehen, dass die Erde eine Scheibe sei.
Uwe Klasen :
Klimawandel, Starkregen: Eine Koinzidenz ist noch keine Korrelation und bedeutet erst recht noch keine Kausalität
J. Holstein:
Es steht zu hoffen, dass die Planer bei einer zukunftsfähigen Lösung für die Innenstadt nicht ausschließlich für das Verkehrsmittel Auto planen. Während man in vielen Städten ja bereits verzweifelt überlegt wie man Belastung in den Innenstädten verringern kann, sollte man in Sinzig aus den Fehlern der Vergangenheit lernen und bei der Planung den Fokus auf die emissionsfreien Verkehrsmittel Fahrrad und Füße richten. Eine Anbindung an den Bahnhof oder die Ahr muss in Sinzig nun definitiv nicht auf Autoverkehr ausgerichtet sein - zum Glück sind es ja jeweils nur wenige hundert Meter! Mit einem vernünftigen, funktionierenden Leihradkonzept, echten Radwegen und einer autofreien Anbindung an Wanderstrecken könnte Sinzig seine Attraktivität als touristisches Ziel zukunftsfähig ausbauen.
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