Lokalsport | 16.05.2018

SV Rot Weiß Queckenberg

Savas erledigt den Rest

Queckenberg. Als der SV Rot Weiß Queckenberg am vergangenen Sonntag bei SV Wachtberg III gastierte, schüttete es wie aus Kübeln. Trotz dieser extrem lausigen Bedingungen waren die Queckies mit stolzer Brust angereist, hatte man doch vier Punkte in den vorangegangenen Partien gegen zwei Spitzenteams im Sack. Zwar traten insgesamt nur 14 Kerle die Reise von der Madbach nach Berkum an. Doch Fußballzar Bures wusste genau, wie er diese kleine, aber feine Truppe zu einer eingeschworenen, taktisch vorbildlich aufgestellten und technisch immer wieder brillierenden Eliteeinheit formen konnte. So ließ er hinten unter dem seit Wochen blendend aufgelegten Uygur aufopferungsvoll Mann gegen Mann kämpfen. Und wem obliegen solch unangenehme Pflichten wohl besser als kampferprobten Declair, Klemm und von Sturm; zumal sie mit Erol quasi einen vierten Musketier an ihrer Seite wussten. Der feierte sein Startelfdebüt und zahlte das in ihn gesetzte Vertrauen mehrfach zurück, indem er zum einen seinen Gegenspieler zur Verzweiflung trieb, zum anderen durch ruhiges und besonnenes Agieren immer wieder die Laufwunder Wappenschmidt und Keshikashvili auf Reisen schickte. Während so der Watty-Kasten immer uneinnehmbarer schien, setzten die Bures-Buben vorn vermehrt ganz spitze Nadelstiche. Und einer sollte dem Gästeanhang zum Zungeschnalzen gereichen: nach Foulspiel an Klimaszeski trat dieser höchstpersönlich zur Vollstreckung an – aus 25 Metern Entfernung hauchte PK7 die Pille ganz gefühlvoll in den linken Gambel (21.). Der Führungstreffer erzürnte zwar die Einheimischen sehr, doch deren Wutschnauben prallte regelrecht ab am rot-weißen Defensivbollwerk. War dann doch mal ein Wachtberger seinen Häschern entwischt, gab es immer noch P. Watty, der zweimal mit eiskalter Mimik und brandheißen Paraden auf dem Posten stand.

Zweite Halbzeit

Nachdem der tadellose Holzem zum zweiten Durchgang bat, änderte Bures die Taktik. Man ließ den Gegnern in deren Hälfte alle Zeit und allen Platz der Welt, um dann auf Höhe Mittellinie umso aggressiver und energischer gegen Mann und Ball zu arbeiten. Dabei steigerte sich der eingewechselte Savas in einen wahren Rausch. Dabei behielt er stets die Übersicht, um nach kompromissloser aber fairer Eroberung des Spielgeräts einen der seinen gekonnt in Szene zu setzen. Auch Jentsch, eigentlich ein wahres Defensivmonster, fand Gefallen an dem munteren Spielchen nach vorn. Als Sturmtank Klimaszewski seine mustergültige Flanke vom Keeper pariert sah, stand Cipera goldrichtig und staubte ab zum mittlerweile hoch verdienten 2:0. Wie aus dem nichts brachte eine hervorragende Einzelleitung die Gastgeber noch einmal ins Spiel zurück (81.). Doch da stand ja immer noch ein gewisser Savas auf dem Platz. Der Tagesbeste im rot-weißen Trikot krönte seine bärenstarke Leistung nur 120 Sekunden später mit dem hoch umjubelten und ebenso hoch verdienten 3:1, indem er eine Bures-Flanke volley zur Queckenberger Glückseligkeit in die Maschen drosch. Nun war den Wachtbergern auch der letzte wackelige Giftzahn gezogen. Pitschenass aber hoch zufrieden feierten die Voreifler den fünften Sieg in fremden Gefilden. Nun genießt man nach vier Spielen in 21 Tagen erstmal die Pfingstpause. Auf Punktejagd geht es dann erst wieder am 27. Mai, wenn man ab 11 Uhr im altehrwürdigen Preuschoff-Stadion zu Meckenheim seine Visitenkarte gegen den VfL II abgibt. Aufstellung: P. Watty –von Sturm, Uygur, Erol – Wappenschmidt, Klemm, Declair, Cipera, Bures, Keshikashvili, – Klimaszewski. Verstärkung: Jentsch, Savas. Eiserne Reserve: Claßen.

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