AW-Fliegern gelingt ein punktereicher Saisonauftakt
Segelflugliga startet mit Paukenschlag
Bad Neuenahr-Ahrweiler. Besser könnte der Start in die Segelflugliga für die Segelflugvereine der Region kaum laufen. Der Luftsportverein (LSV) Bad Neuenahr-Ahrweiler wird zweiter in der bundesweiten Quali-Liga. Auch die Segelfluggruppe (SFG) Wershofen und der Luftsportverein Mönchsheide (LVM) Bad Breisig-Andernach bringen Punkte in der Quali-Liga nach Hause. Das Wochenendwetter war eigentlich typisch für den April: wechselhaft, ab und zu Schauer und teilweise recht böiger Wind. Die Segelflieger des Ahrkreises haben sich davon aber nicht abschrecken lassen und starteten in ihren weißen Kunststoffvögeln zu Streckenflügen bis nach Thüringen. Bereits am Samstag legte Herbert Nett von der SFG Wershofen vor. Er konnte mit der DG-300 des Vereins unter schwierigen Bedingungen in der Nordeifel 138 Kilometer sammeln und erreichte dabei eine Schnittgeschwindigkeit von 46 km/h. Deutlich besser waren die Bedingungen am Ostersonntag, während die Kinder im Garten die Ostereier suchten, starteten auf den Flugplätzen in Wershofen, Bad Neuenahr und Bad Breisig die Piloten, um Thermik zu suchen. Am Besten gelang dies Thomas Marr (DG-600/18m), der von Bad Neuenahr aus zu einem 457 Kilometer langen Flug über Bad Kissingen und Iserlohn startete und dabei unter Wolkenstraßen einen Schnitt von sagenhaften 122 km/h erreichte. Er war zusammen mit Shark-Pilot Jürgen Koch unterwegs, der auf 120 km/h kam. „Es war einfach geil!“, kommentierte Marr den Flug. Dietmar Spranger war mit Co-Pilot Dominic Kneipp im Vereinsdoppelsitzer DuoDiscus ebenfalls dabei, allerdings endete sein Flug nach 367 Kilometern (Schnitt: 101 km/h) mangels Thermik auf einem Feld im Westerwald. LVM-Pilot Stephen Parker zog es ebenfalls in den Osten bis nach Suhl. 583 Kilometer erreichte er mit Co-Pilot Günther Lödige in der Stemme S10 bei einer Schnittgeschwindigkeit von 110 km/h. Auch Vereinskollegin Karin Wiesenthal flog mit Vater Hans im Arcus M in diese Richtung. Sie erreichten beim Flug bis nach Fulda 461 Kilometer und einen Schnitt von 102 km/h. Für den Wershofener Gerhard Krautwig war das Ziel die Wasserkuppe, die Geburtsstätte des Segelflugs. Auf seinem 452 Kilometer langen Flug kam er mit seinem Ventus bT auf 107,58 km/h. Dritter SFG-Pilot war Norbert Mülligann. Er flog mit seinem ultraleichten Motorsegler vom Typ Taurus eine 183 Kilometer lange Strecke durch Eifel und Westerwald und erreichte dabei einen Durchschnitt von 60 km/h. Flugschülerin Tessa Stefan von der SFG Wershofen absolvierte an diesem Tag noch ihren ersten Streckenflug über 70 Kilometer als letzte Voraussetzung für die Segelfluglizenz. Die 16-jährige Schülerin aus Tondorf erreichte dabei in dem Übungsflugzeug vom Typ ASK-18 zwar nur eine Schnittgeschwindigkeit von 28 km/h, konnte aber dennoch die ersten vier Punkte in der U25-Landesliga für die SFG ergattern. Im Ergebnis geht der LSV Bad Neuenahr-Ahrweiler direkt zu Beginn der Segelflugliga in der Landesliga in Führung und behauptet sich mit einem zweiten Platz auch in der bundesweiten Quali-Liga (49 Punkte). Die Wershofener Eifeladler kommen auf den sechsten Platz in der Landeswertung und erreichen Rang 27 (24 Punkte) in der Quali-Liga. Der LVM schafft es in Rheinland-Pfalz noch auf Rang neun und erzielt mit dem 36.Platz in der Quali-Liga auch noch 19 Punkte.
Kreisend gewinnen die Segelflugzeuge unter den Cumuluswolken an Höhe.
