52. Adenauer ADAC-Rundstrecken-Trophy
Sieg für das BMW-Junior-Team
Nürburg. Mit der 52. Adenauer ADAC-Rundstrecken-Trophy absolvierten zahlreiche Piloten und Teams des MSC-Adenau bei besten Witterungsbedingungen ihr Heimspiel. Darunter mit Teichmann Racing, Manheller Racing und rent2drive-FAMILIA-racing auch drei MSC-Teams aus Adenau oder dem unmittelbaren Umfeld. Trotz dieser zahlreichen Teilnahme der eigenen Akteure, bliebt das Starterfeld beim ersten Lauf nach dem 24-Stunden-Rennen mit 111 Fahrzeugen aber sehr überschaubar.
Jüngstes Fahrertrio auf dem Siegerpodium
In dem immer noch von Corona geprägten Motorsportjahr sahen am Ende die in der NLS erstmals zugelassenen 500 Zuschauer das jüngste Fahrertrio mit einem Altersdurchschnitt von 19,6 Jahren auf dem Siegerpodium. Nach 28 Runden auf der 24,358 Kilometer langen Kombination aus Nürburgring Kurzanbindung und Nordschleife hatten Dan von Harper Großbritannien), Max Hesse (Wernau) und Neil Verhagen (USA) im BMW M6 GT3 als Sieger die Ziellinie überquert.
Der Vorsprung des BMW-Junior-Trios betrug dabei gerade einmal 2,5 Sekunden auf den zweitplatzierten Phoenix-Audi. Der Audi R8 LMS wurde für das Teams aus Meuspath von Frank Stippler (Bad Münstereifel) und Vincent Kolb (Frankfurt) pilotiert. Platz drei ging zunächst an Jakub Giermaziak (Polen) und Frank Kechele (München) im Mercedes AMG GT3 des ebenfalls in Meuspath beheimateten Teams von GetSpeed. Die Freude über diese Platzierung wehrte bei der GetSpeed-Mannschaft jedoch nicht lange, da man durch eine nachträgliche Zeitstraffe letztlich auf Platz sechs zurückversetzt wurde. So rückte die Besatzung des Lamborghini Huracan Michele di Martino (Eitorf) und Axcil Jefferies (Montabauer) auf den freigewordenen Podiumsplatz vor. Dahinter belegten das italienische Team Dinamic Motorsport mit dem von Adrien de Leener (USA) und Michele Beretta (Italien) gesteuerten Porsche 911 GT3 R den vierten Rang.
Auf Position fünft folgte mit einem weiteren Porsche 911 GT3 R von Huber Motorsport das erste Fahrzeug, welches für den ausrichtenden MSC Adenau das Rennen unter die Räder genommen hatte. Die Piloten des Huber-Porsche Stefan Aust (Münster), Johannes Stengel (München) und Nico Menzel (Kelberg) sicherten sich zugleich den Sieg in der SP9 Pro-Am Wertung. Den Sieg in der SP9-Amateurwertung konnten Janine Shoffner (USA) und Moritz Kranz (Linz) für GetSpeed einfahren.
Insgesamt hatten 15 der leistungsstarken GT3-Boliden das Rennen aufgenommen. Mit dem 12. Gesamtrang konnten Constantin Schöll und Reinhard Kofler (beide Österreich) und Henrick Still (Kempenich) mit dem KTM X-Bow von Teichmann Racing in die Dominanz der GT3-Fahrzeuge einbrechen. Diese Platzierung bedeutete zugleich für das Team aus Adenau den Sieg in der KTM-Klasse. Auf Position zwei in dieser Wertung kreuzten Georg Griesemann (Bornheim), Yves Volte (Weil der Stadt) und Maik Rönnefarth (Bad Neuenahr) mit einem weiteren Teichmann Boliden die Ziellinie.
Nach dem Klassensieg beim 24h Rennen konnte Andy Gülden (Reifferscheid) auch im Rennen seines Heimatvereins an die Leistungen des Langstreckenklassikers anknüpfen und mit dem Golf TCR von Max Kruse Racing gemeinsam mit Fréd Yerly (Schweiz) und Matthias Wasel (Bergheim) den Klassen Sieg einfahren. In der Klasse SP7 war es das Team von rent2drive-FAMILIA-racing das mit einem Sieg die Fahnen des MSC Adenau hochhielt. Für den Sieg des Porsche 911 GT3 Cup MR zeichnete sich unteranderem mit David Ackermann (Döttingen) ein weiterer Lokalmatador verantwortlich.
Für einige der lokalen Teams verlief die 52. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy aber anders als erhofft. Beim vierten NLS-Rennen des Jahres war das Team von Manheller Racing mit zwei Autos in der Klasse VT2 angetreten. Nach einem Leistungsverlust musste Carsten Knechtges (Mayen) den BMW 328i mit der Start- Nr. 510 schon nach der ersten Runde in der Box abstellen. Die Piloten des zweiten Fahrzeuges einem BMW 330i mussten unfallbedingt eine Reparaturpause von rund einer Stunde hinnehmen und erreichten daher nur auf dem 16. Klassenrang das Ziel. „Natürlich hätten wir gerne einen Pokal vom MSC Adenau überreicht bekommen, es war ja wieder ein Heimspiel im doppelten Sinn. Mit unserem Sitz in Meuspath und als jahrzehntelange Mitglieder des MSC ist der Termin immer etwas Besonderes“, so Teamchef Stefan Manheller nach dem Rennen.
Noch schlimmer erwischte es das Team von Frikadelli Racing. Schon im Qualifying musste man sich unfallbedingt von dem Porsche GT3 R verabschieden. Auch der Cayman GT4 beendete in der Cup3-Kategorie das Rennen wegen einer defekten Antriebswelle vorzeitig. „An diesem Wochenende lief für uns leider nicht viel zusammen. Wir hatten von Anfang an eine gute Pace und waren sehr zuversichtlich für das Rennen. Wir sind das Risiko eingegangen, noch einmal mit einer schnellen Runde die Startposition zu verbessern, aber das hat sich leider nicht ausgezahlt. In zwei Wochen werden wir erneut angreifen,“ so Teamchef Klaus Abbelen.
Vorschau
Als Nächstes steht in der Nürburgring Langstrecken-Serie der Double-Header auf dem Programm. Am 10. und 11. Juli führen das 61. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen und das 44. RCM-DMV-Grenzlandrennen jeweils über die Distanz von vier Stunden. BURG
Rundenlang lieferte sich die Piloten des Phoenix-Audi und des BMW M6 GT3 einen packenden Positionskampf um den Sieg.
Auf Position fünf im Ziel der Huber Porsche, welcher unter anderen für den ausrichtenden MSC Adenau das Rennen unter die Räder genommen hatte.
Für den Sieg des Porsche 911 GT3 Cup MR von rent2drive-FAMILIA-racing in der SP7 zeichnete sich unteranderem mit David Ackermann ein weiterer Lokalmatador verantwortlich.
