Hans-Willi Korf vom SV Unkel und VG-Chef Karsten Fehr luden zur Sportabzeichenverleihung
So viele Abzeichen verteilt wie schon lange nicht mehr
Unkel. „Ich freue mich, dass sich nicht nur so viele Bürger wie noch nie während meiner inzwischen siebenjährigen Amtszeit in den verschiedenen Sportdisziplinen und Altersklassen erfolgreich bewährt haben, sondern dass auch so viele trotz des schönen Wetters unserer Einladung zur Sportabzeichenverleihung hier her ins VG-Rathaus gefolgt sind“, begrüßte VG-Chef Karsten Fehr am Sonntagnachmittag die Sportler. Hatten 2015 in der VG nur insgesamt 34 Sportler die Bedingungen in den fünf Kategorien für ein Sportabzeichen erfüllt und 2016 nur zwei mehr, so war dies im Vorjahr 50 Sportlern gelungen. „Und das, obwohl uns der Unkeler Sportplatz die meiste Zeit über nicht zur Verfügung stand, sodass wir nach Erpel oder sogar auf das Linzer Kaiserberg-Stadion ausweichen mussten“, erinnerte Hans-Willi Korf, der bei SV Unkel schon seit Jahrzehnten diese Aktion organisiert. Vor allem die Entwicklung bei den Kindern und Jugendlichen sei sehr erfreulich. Hatte er 2012 noch 20 Sportlern dieser Altersklasse ein Sportabzeichen verleihen können, so war die Zahl 2015 auch einen Tiefstand von nur noch fünf Jugendlichen abgesunken. „Nachdem wir 2016 zehn junge Sportler auszeichnen konnten, sind es dieses Mal 18 Jugendliche, von denen die Anforderungen im Vorjahr erfüllt worden sind“, freute sich das jüngste Ehrenmitglied des Sportvereins.
„Sport gewinnt in unserer Gesellschaft für Kinder wie für Erwachsenen immer mehr an Bedeutung“, hob Karsten Fehr hervor. Sport zu treiben, sei für viele zunächst hinsichtlich der Fitness ein Muss. Spätestens nach den ersten Erfolgserlebnissen käme aber die Freude an der sportlichen Betätigung hinzu.
„Wer den Spaß am Sport entdeckt hat, der hat ein Hobby gefunden, das ihn ausfüllt und mit dem er meist mit anderen zusammen viel aus seiner Freizeit herausholen kann“, so der VG-Chef.
Gemeinsame sportliche Betätigung bedeute auch immer Einüben sozialen Verhaltens. Sport vermittelte und lehre Einstellungen und Fähigkeit, die abstrakt nur höchst unvollkommen vermittelt erden könnten, erinnerte Karsten Fehr. Beim gemeinsamen Training oder bei Wettkämpfen entstünden durch die Begegnungen soziale Kontakte, die den Einzelnen fordern und prägen würden. „Er lernt, sich anzupassen, aber auch sich zu behaupten, mit Sieg und Niederlage umzugehen, Regeln anzuerkennen und einzuhalten, Rücksicht zu nehmen und sich dennoch durchzusetzen, vor allem aber, den Anderen zu achten“, so der VG-Chef, bevor er sich den Themen „Kameradschaft“ und „Fairness“ widmete, Werte, auf welche die Gesellschaft auch nicht verzichten könne. Von daher könne er nur hoffen, dass nach der erfolgreichen Sanierung des Sportplatzes und der anstehenden Renovierung des Hallenbades 2019 noch mehr Sportler geehrte werden könnten, „vielleicht auch endlich ich selber“, erinnerte Karsten Fehr an seinen schon 2016 geäußerten Vorsatz, sich den Sportabzeichenanforderungen zu stellen. Immerhin hatte ihm Sportlehrer Dieter Prax damals angeboten, als „personal trainer“ seine partiellen Schwächen abzubauen.
50 erfolgreiche Sportler
Keine derartigen Defizite hatten 2017 Nina Kamphowe und Mats Kotthoff, die erstmals das Sportabzeichen Jugend Bronze erhielten. Zum wiederholten Mal erfolgreich waren Jan Stettner (2), Neele Bornheim (3) und Finnegan Bornheim (4). Erstmals Jugend Silber ging an Lucie Bockshecker, Mia-Sophie May, Tracy Miesen-Jung, Sophia Miesem und Anton Klein, während Neil Brügger die Anforderungen bereits zum zweiten Mal erfüllt hat. Jugend Gold ging erstmals an Milla Christmann, Leonie Stahl, Celina Gayk, Tim Vetters und Fabian Jütte sowie zum wiederholten Mal an Matti Dietzman (2) und Nadine Wolf (4).
Mit dem Sportabzeichen Erwachsenen Bronze wurden Hannah Roos (1) und Marina Bialas (2), Erwachsenen Silber an Mechthild Roos (1), Charlotte Bauch (2), Judith Mohr (7) ausgezeichnet, ebenso wie Günter Bornheim (35) und Regina Weichsel (42), die in den Vorjahren noch in der „Gold-Abteilung“ zu finden waren. Die Bedingungen für das Goldene Sportabzeichen für Erwachsene erfüllten erstmals Jan Wagener, Sarankan Thuraisingam und Heinrich Pelger sowie zum wiederholten Mal Thomas Bahne, Franziska Vetters, Günter Witten und Friedrich Schlott (2), Ralf Kämpf und Pauline Wensing (3), Helmut Freitag (4), Brigitte Prax (7), Manuela Stürner (8), Rudolf Metzen (10), Dietmar Roos (11), Dieter Prax (16), Claudia Bauch und Thomas Wensing (17), Juliane Orth (19), Dieter Rechmann (22), Bernd Prangenberg (26), Hans Bierbaums (27), Hans-Günter Pertz (29) sowie Manfred Kautzky (30), Rudolf Weichsel (43) und Hans-Willi Korf (47).
Günter Bornheim, auf dessen Abzeichen eine Ehrengarbe in Silber die Zahl „35“ rahmt, so wie bei Manfred Kautzky eine Ehrengarbe in Gold die Zahl „30“, konnte dieses Mal auch bereist das sechste Familiensportabzeichen in Empfang nehmen, das er zusammen mit seinen Enkeln Finnegan und Nele erkämpft hatte. Erstmals nahmen dieses Abzeichen Mechthild und Dieter Roos mit Tochter Hanna und Enkelin Mia-Sophie May entgegen, während die Badminton-Cracks, Brigitte und Dieter Prax, das Familienabzeichen bereits zum zweiten Mal erhielten, dieses Mal zusammen mit Tochter Franziska und Enkel Tim Vetters. DL
