Lokalsport | 01.06.2016

Siege der ersten und zweiten Mannschaft der SG OASF/Barweiler

Sommerlicher Saisonausklang

Thomas Schmitz leistet vorzügliche Arbeit als Torwartausbilder. privat

Barweiler. Das letzte Spiel der Saison trug die erste Mannschaft der SG OASF/Barweiler auf dem perfekt bespielbaren Antweiler Rasenplatz gegen den Tabellenzehnten aus Franken aus, den man im Hinspiel auf dem Königsfelder Hartplatz mit 3:0 bezwungen hatte. Auch wenn die Oberahrtaler Mannschaft so viele Ausfälle wie nie zuvor in der gesamten Saison zu beklagen hatte, war es natürlich das Ziel, eine gute Spielzeit mit dem 13. Sieg abzuschließen. Zu Beginn legten die Platzherren bei sommerlichen Temperaturen ein hohes Tempo an den Tag und erspielten sich in der Anfangsphase bereits mehrere Eckbälle, von denen einer in der achten Minute zum 1:0 verwertet werden konnte. Marc Hollender brachte den Ball scharf nach innen und Fabian Hideg, der am kurzen Pfosten einlief, traf zur frühen Führung. Auf dieser ruhte man sich jedoch zu sehr aus und musste nach einer knappen Viertelstunde den Ausgleich hinnehmen. War man kurz zuvor noch mit dem Glück im Bunde gewesen, als ein Distanzschuss des Frankener Kapitäns Dominik Galle an die Latte krachte, war es beim zweiten Vorstoß der Gäste Patrick Beutgen, der nach einem langen, über die OASF-Viererkette hinweg gespielten Pass mit einem satten Rechtsschuss zum 1:1 traf. In der Folgezeit erarbeiteten sich die Gastgeber, obwohl sie eher gemächlich agierten, ein klares Chancenplus, jedoch blieb die Belohnung in Form von Toren aus. Beispielsweise schob Lukas Knelke den Ball nach einem Alleingang am langen Pfosten vorbei, Christian Lückenbach konnte freistehend vor dem Tor in letzter Sekunde am Abschluss gehindert werden und Peter Klein scheiterte mit einem Linksschuss aufs kurze Eck am Torhüter. Darüber hinaus erzielte Christian Lückenbach nach einem Eckball von Marc Hollender das vermeintliche 2:1, als ein Frankener den Kopfball hinter der Linie mit der Hand zurück ins Feld beförderte. Jedoch gab der Unparteiische weder das reguläre Tor noch einen Handelfmeter, sondern ließ weiterspielen. Die Gäste kamen durch den Torschützen Beutgen noch einmal in aussichtsreicher Position, jedoch zielte er dieses Mal weniger genau und verfehlte aus spitzem Winkel das Tor deutlich. Trotz der Feldüberlegenheit ließ das Spiel der Heimmannschaft in der ersten Halbzeit einiges zu wünschen übrig.

Starke zweite Halbzeit mit vielen Torchancen

Gleich zwei Saisonpremieren gab es mit Wiederanpfiff zu feiern. So feierte der A-Jugendliche Jannik Friedrichs als Torwart sein Debüt in der Kreisliga B, während Marcel Ley seinen Platz zwischen den Pfosten erstmals in dieser Spielzeit verließ, um fortan als Feldspieler zu agieren. Keine fünf Minuten dauerte es, da fiel endlich der überfällige Treffer zum 2:1, als Peter Klein den Ball im Strafraum von Justin Fries aufnahm, um anschließend von der Seite umgegrätscht zu werden. Den folgerichtigen Elfmeter konnte Lukas Knelke sicher verwandeln. Im Anschluss an diese Szene versuchten die Frankener zwar, Druck aufzubauen, konnten sich gegen eine deutlich verbesserte Oberahrtaler Defensive keine einzige nennenswerte Torchance erspielen, um selbst reihenweise von den Offensivspielern der Hausherren ausgekontert zu werden. So ergaben sich für OASF-Spieler etliche höchst aussichtsreiche Situationen, die jedoch teilweise fahrlässig verschenkt wurden, sei es durch mangelnde Übersicht, fehlende Präzision im Passspiel oder das Verpassen des richtigen Momentes des Abspiels. Torschüsse wurden dennoch in großer Zahl abgegeben. Im Laufe der Zeit kam beinahe jeder Feldspieler aufseiten der Gastgeber zum Abschluss, sei es durch wuchtige Distanzschüsse von Ben Krahe und Christian Kaster, Kopfbälle von Yannick Dreser und Max Niggemann oder Solos von Lukas Knelke. Jedoch verhinderten entweder mangelnde Präzision oder der starke SGF-Torhüter Kevin Wagner weitere Einschläge. Erst in der 82. Minute folgte das erlösende 3:1, als Max Meyer, der zweite A-Jugendliche B-Klassen-Debütant des Tages, nach einem Ballgewinn Lukas Knelke auf die Reise schickte, der dann nach Doppelpass mit Justin Fries sicher ins lange Eck einschieben konnte. Bis zum Ende passierte nichts Nennenswertes mehr. Aus einer gerade in der zweiten Halbzeit äußerst einseitig verlaufenden Partie gingen die Gastgeber als hochverdienter Sieger heraus und konnten somit ihr Punktekonto auf 45 Zähler ausbauen. Auch wenn die an diesem Tag gezeigte Leistung sicher nicht die beste in dieser Saison war, muss man doch sehr lange überlegen, bis man sich an eine Begegnung erinnert, in der sich die erste Mannschaft derartig viele Torchancen erspielen konnte. Ohne Weiteres hätte die Saisonbestmarke von sechs Treffern in einem Spiel übertroffen werden können. Zum Sieg hat es nach einer guten zweiten Hälfte dennoch gereicht, sodass die Spieler die folgenden Stunden auf dem Antweiler Sportplatz in vollen Zügen genießen und die Spielzeit mit einem positiven letzten Erlebnis ausklingen lassen konnten.

Guter Saisonabschluss der SG OASF/Barweiler II

SG OASF/Barweiler II – SC Niederzissen II 3:2 (1:0): Zum vorgezogenen Saisonfinale trat die Oberahrtaler Reserve bei sommerlichen Temperaturen gegen den Tabellennachbarn aus Niederzissen an. Nach der zuletzt gezeigten Form war das Ziel der Elf unter Uwe Kolbig nichts anderes, als die Partie als Sieger zu verlassen. Während man den siebten Platz schon sicher innehatte, konnte man mit einem Kantersieg sogar noch vor den Brohltalern landen. Dem Ziel entsprechend begann die Begegnung auf dem heimischen Rasen auch ereignisreich. Schon nach wenigen Sekunden konnte ein erster Angriff gut ausgespielt werden, dem zu Folge der Ball das gegnerische Gehäuse nur knapp verfehlte. Doch auch die Gäste zeigten früh, dass auch sie mehr als nur Erfahrung aus diesem Spiel mit nach Hause nehmen wollten. Eine zu kurz geratene Kopfballabwehr landete genau vor den Füßen eines Niederzisseners, der sich das Leder zurechtlegen konnte und vom Strafraumeck den Querbalken traf. Der Barweiler Schlussmann Philipp Cläsgens war jedoch zur Stelle gewesen und hätte schlimmeres verhindern können. Der direkte Gegenangriff konnten die Gäste nur durch ein Foul unterbinden und den fälligen Freistoß trat Maik Schwall wieder denkbar knapp über das Tor. In den folgenden Spielminuten entwickelte sich eine ansehnliche und spannende Partie, bei der das Chancenplus jedoch klar aufseiten der Gastgeber lag, die dies jedoch nicht in Bares ummünzen konnten, da die Abschlüsse oft zu ungenau kamen, aber auch, da der Niederzissener Torhüter seine Mannschaft mit einigen starken Paraden vor dem Rückstand bewahrte. Auf der anderen Seite kamen die Gäste vermehrt über die Außenbahnen, fanden bei der gut gestaffelten Oberahrtaler Verteidigung aber kein Durchkommen, sodass kaum gefährliche Szenen zustande kamen. Mit der Zeit erhöhten die Hausherren mehr und mehr den Druck und kontrollierten das Spielgeschehen über weite Teile vollkommen. Jedoch dauerte es bis kurz vor die Pause, ehe das erlösende 1:0 fiel. Nach einem Ballverlust in der Vorwärtsbewegung konnte Rudi Seifen das Spielgerät mit vollem Einsatz zurück in die eigenen Reihen holen, in denen es schnell nach vorne geleitet wurde, ehe Maximilian Meyer mustergültig für Philipp Müller durchsteckte, der seinen Gegenspieler schwindelig spielte, auch vor dem Torwart die Nerven behielt und zum, zu diesem Zeitpunkt mehr als verdienten, Führungstreffer einschob.

Hart umkämpfte zweite Halbzeit

Nach dem Seitenwechsel erwischte die Oberahrtaler Spielgemeinschaft einen Traumstart. Nach nicht mal einer vollen Zeigerumdrehung, wurde Maik Schwall auf der linken Außenbahn freigespielt und bediente Philipp Müller, der, aus ähnlicher Position wie im ersten Durchgang, ein zweites Mal gekonnt einnetzte. Nun zeigten die Gäste wieder erste Lebenszeichen und auch gleich deutliche. Bei einem schnell ausgespielten Konter der Brohltaler, wurde der ballführende Spieler unsanft im Strafraum zu Fall gebracht, sodass der Unparteiische folgerichtig auf den Punkt zeigte. Der Niederzissener Schütze schob das Leder frech in die Mitte. Philipp Cläsgens, schon in die linke Ecke unterwegs, bekam zwar mit einem guten Reflex noch den Fuß an den Ball, konnte den Einschlag aber nicht mehr verhindern. Sichtlich geschockt von diesem unerwarteten Anschlusstreffer entglitt der Oberahrtaler Reserve das Spiel und nun drängten die Gäste auf den Ausgleich. Doch wie das im Fußball so ist, fiel der Treffer erneut auf der anderen Seite. Nach guter Vorarbeit kam Felix Reither in aussichtsreicher Position zum Abschluss, scheiterte aber am viel geforderten Niederzissener Schlussmann, der den Ball jedoch genau vor die Füße von Philipp Müller parierte, der sich nicht zweimal bitten ließ und seinen dritten Treffer an diesem Tag markierte. Nun ging der Spielfluss sichtlich verloren, da die Partie wegen vieler unnötiger Fouls ständig unterbrochen wurde und Freistöße aus allen erdenklichen Lagen an der Tagesordnung standen. Eine, besagter Standardsituationen, flankten die Gäste hoch in den Oberahrtaler Strafraum und alle mussten mit ansehen, wie die Flanke länger und länger wurde und schließlich zwar glücklich, aber dafür nicht weniger sehenswert im hinteren Winkel einschlug und die Gäste auf 3:2 verkürzen konnten. Doch auch der nächste Aufreger dieser turbulenten Spielphase ließ nicht lange auf sich warten. Nach einem langen Ball wurde Philipp Müller im Brohltaler Strafraum regelwidrig zu Fall gebracht, sodass der sehr gute Schiedsrichter korrekterweise auf Elfmeter entschied. Der Gefoulte trat selbst an, scheiterte jedoch am rechten Innenpfosten. Hiernach hatte sich die Heimelf wieder im Griff und gestaltete das Spiel wieder ausgeglichen. So verpassten es jedoch Marcel Kuhl, Dren Imeri und Philipp Müller gleich mehrfach die Vorentscheidung für ihre Farben zu erzielen. Da man nach hinten nichts mehr zu ließ, endete die Begegnung folglich mit einem hart umkämpften aber verdienten Sieg der Oberahrtaler.

Besserer Tabellenplatz wäre möglich gewesen

In einem bis zum Schluss spannenden Spiel konnte man sich letztendlich verdient durchsetzen. Zwar konnte man defensiv wie offensiv überzeugen, dennoch wäre in dieser Partie mehr drin gewesen, da man oft in den entscheidenden Momenten dann doch nicht alles gegeben hat. Nichtsdestotrotz kann man mit diesem Ergebnis und dem daraus resultierenden Tabellenplatz gut leben. Schade ist nur, dass der, um einen Tabellenplatz gut zu machende, fünf Tore Vorsprung zwar nicht leistungsgerecht, angesichts der Chancenverteilung aber alle andere als unmöglich gewesen wäre. Bei der zuletzt gezeigten Form ist es schon beinahe schade, dass die Saison nun endet.

Thomas Schmitz leistet vorzügliche Arbeit als Torwartausbilder. Foto: privat

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