Lokalsport | 21.03.2023

BMW vor Audi beim NLS-Saisonauftakt

Spannender Positionskampf bis zur letzten Runde

Nur wenige Meter trennten kurz vor Ablauf der Rennzeit den führenden Rowe-BMW vom zweitplatzierten Audi. Fotos: BURG

Nürburgring. Mit einem Starterfeld von 118 Fahrzeugen eröffnete am vergangenen Samstag, 18. März, die Nürburgring-Langstrecken-Serie (NLS) die Motorsportsaison 2023 auf der Eifel-Rennstrecke. Bei Kaiserwetter präsentierte die Serie zum Auftakt mit 25 GT3 Boliden den zahlreichen Zuschauern Motorsport auf höchstem Niveau.

Am Ende waren es die beiden belgischen BMW-Werksfahrer Maxime Martin und Dries Vanthoor, die sich mit dem Rowe-BMW den Saisonauftakterfolg in der „Grünen Hölle“ sicherten. Bei ihrer Siegesfahrt konnte sich das Duo nur knapp gegen den Audi der Meuspather Mannschaft vom Scherer Team Phönix durchsetzen. Nach insgesamt 28 Runden betrug der Vorsprung der Sieger gerade einmal 6,435 Sekunden gegenüber ihren Verfolgern Kim-Luis Schramm (Ilmenau) und Ricardo Feller (Bözberg) im Scherer-Audi. Zeitweise trennten die beiden Fahrzeuge in den letzten Runden gerade mal 1,5 Sekunden. Entsprechend erleichtert äußerte sich nach dem Rennen auch Dries Vanthoor: „Der Audi war ziemlich stark. Ich habe versucht, einen Vorsprung herauszufahren, aber er kam immer näher. In der letzten Runde habe ich voll gepusht und zum Glück hat sich durch den Verkehr eine große Lücke ergeben.“

Komplettiert wurde das Podium von Marek Böckmann (Lautersheim) und Marcel Marchewicz (Schwetzingen). Das Duo im Mercedes-AMG GT3 des in Niederzissen beheimateten Schnitzelalm Racing Teams konnte in einer starken Schlussphase bis in die Top 3 vorfahren.

Nachdem in einer dramatischen letzten Runde, der zweite Audi R8 LMS EVO GT3 von Scherer Sport Phönix verunfallte, sowie der BMW M4 GT3 von Walkenhorst Motorsport mit einem Reifenschaden liegen geblieben war, erbte der Car-Collection-Audi den vierten Rang. Auch das RMG-BMW Junior Team profitierte von diesen Missgeschicken und rückte auf die fünfte Position vor.

Manthey EMA beendete das erste von zwei vorgesehenen Testrennen, zum 24h-Klassiker, mit dem Porsche 911 GT3 R als bestplatziertes Team der Zuffenhausener Marke auf Position sieben. Während der neue Porsche namentlich und farblich in die Fußstapfen seines beliebten Vorgängers tritt, müssen sich viele Manthey-Fans noch an den neuen Teamnamen „Manthey EMA“ gewöhnen. Grundlage der Namensänderung ist die erfolgte Fusion zwischen Manthey Racing und dem australischen Rennteam EMA Motorsport.

Auch bei zwei weiteren etablierten Teams aus der Region gab es über die Wintermonate Veränderungen, zum einen betrat das Team von Teichmann Racing nach dem werksbedingten Aus des KTM-Cups, mit dem Einsatz von zwei Toyota Supra GT4 in der Klasse SP10 Neuland. Zum andern kehrte Frikadelli Racing, nach der GT3 Abstinentes im vergangenen Jahr, in dieser Saison wieder zurück in die Königsklasse der Langstreckenmeisterschaft. Nach überaus erfolgreichen Jahren mit Porsche in der GT3-Klasse setzt das Team in diesem Jahr seine Erfolgshoffnungen auf einen Ferrari 296 GT3. Am Ende sahen Felipe Laser und Klaus Abbelen mit dem Italiener als Zwanzigste in der Gesamtwertung die Zielflagge, was zugleich den zweiten Rang in der SP9 PRO-AM Kategorie bedeutet. Zudem sicherte sich die Mannschaft aus Barweiler mit ihrem zweiten Einsatzfahrzeug, einem Porsche 992 GT3 Cup den dritten Platz in der CUP2-Klasse.

„Ich bin mit dem gesamten Wochenende und unserem Auftritt in den beiden Klassen sehr zufrieden. Das gesamte Team hat nach dem Rennen ein breites Grinsen im Gesicht. Das zeigt, wie sehr wir uns schon jetzt auf die nächsten Läufe freuen“, freute sich auch Teamchef Klaus Abbelen.

Einen vielversprechenden Saisonauftakt zeigte auch das in Wiesemscheid beheimatete Team von Prosport Racing, welches sich mit zwei Aston Martin Vantage GT3 der Herausforderung in der Königsklasse stellte. Ebenso wie Frikadelli Racing setzte auch die Mannschaft von Prosport mit dem Aston Martin auf ein nicht aus einer deutschen Sportwagenschmiede stammenden Fahrzeug. Nach vier Rennstunden beendeten die beiden Boliden das Rennen auf den Positionen 14 und 16 in der Gesamtwertung, zudem sicherte sich das Team auch den Pokal als das beste nicht mit Profipiloten besetzte GT3-Auto. Das dritte Prosport-Auto belegte in der sich in der neuen Saison quantitativ und qualitativ verstärkt zeigenden GT4-Klasse (SP10) hinter dem besten Teichmann Toyota den sechsten Rang.

Mit insgesamt vier Fahrzeugen in verschiedenen Klassen startete das Döttinger Team von Rent2drive bei der 68. ADAC-Westfalenfahrt. Freud und Leid lagen bei diesem Rennen für das Team eng beisammen. Während man im Rennverlauf zwei Ausfälle hinnehmen musste, durfte man sich nach Ablauf der Rennzeit von vier Stunden über den zweiten Platz in den Klassen V5 sowie in der V6 freuen.

Neben den Platzierungen gab es aber auch Klassensiege für die Teams aus der Region zu feiern.

So konnte das Team von Mertens Motorsport mit einem Hyundai i30N und den Piloten Daniel Mertens (Müllenbach), Christian Dannesberg (Hainburg) und Norbert Fischer (Köln) den Klassensieg in der VT2-FWD einfahren.

Ebenso zeigte sich auch zum Saisonauftakt das Team von Schmickler Performance aus Bad-Neuenahr Ahrweiler als Erfolgsgarant. Gemeinsam mit Achim Wawer (Karlsruhe) und Claudius Karch (Ilvesheim) konnte Carsten Knechtges (Mayen) mit einem Sieg in der Klasse SP3T den ersten Grundstein in Richtung Klassensieger-Trophäe für 2023 legen.

Ein Erfolg, den das Team im Jahr 2022 in der Porsche CUP3 Klasse mit der Porsche Endurance Trophy Nürburgring einfahren konnte.

„Die Klasse ist mit 14 Fahrzeugen deutlich stärker besetzt und es gehört auch immer etwas Glück dazu“, dämpfte im Vorfeld des Rennens Teamchef Markus Schmickler die Erwartungen auf eine Erfolgswiederholung.

In diesem Rennen war das Glück dem Team in der Cup 3 Klasse jedenfalls nicht hold, bereits nach sieben Runden kam das Aus für den Porsche 718 Cayman GT4 CS.

Schon am 1. April steht mit dem NIMEX 47. DMV 4h-Rennen der zweite Lauf in der NLS-Serie auf dem Programm. Bei diesem wird das Team aus Bad-Neuenahr Ahrweiler noch mit zwei weiteren Porsche in den Klassen V5 und V6 vertreten sein.- BURG -

Daumen hoch nach dem ersten Einsatz des Ferrari 296 GT3 von Frikadelli Racing in der Grünen Hölle.

Daumen hoch nach dem ersten Einsatz des Ferrari 296 GT3 von Frikadelli Racing in der Grünen Hölle.

Der Teamchef von Schmickler Performance Markus Schmickler am Klassensiegerauto der SP3T einem Porsche Cayman 982.

Der Teamchef von Schmickler Performance Markus Schmickler am Klassensiegerauto der SP3T einem Porsche Cayman 982.

Einen vielversprechenden Saisonauftakt zeigte auch das in Wiesemscheid beheimatete Team von Prosport Racing mit dem Einsatz von zwei Aston Martin Vantage GT3.

Einen vielversprechenden Saisonauftakt zeigte auch das in Wiesemscheid beheimatete Team von Prosport Racing mit dem Einsatz von zwei Aston Martin Vantage GT3.

Nur wenige Meter trennten kurz vor Ablauf der Rennzeit den führenden Rowe-BMW vom zweitplatzierten Audi. Fotos: BURG

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