Lokalsport | 02.11.2021

SG OASF Barweiler

Spiel und Spieler verloren – Ein komplett gebrauchter Sonntag

Grafschafter SG – SG OASF/Barweiler 2:0 (0:0)

Christoph Wirfs.Foto: privat

Barweiler. Am letzten Oktobertag führte die Reise der SG OASF/Barweiler auf den Kunstrasenplatz in Vettelhoven, wo der Tabellendritte Grafschafter SG seine Heimspiele austrägt. Gegen diesen zuletzt genau wie die eigene Mannschaft sehr erfolgreichen Gegner peilten die mit einem weitgehend kompletten Kader angereisten Gäste ein weiteres positives Ergebnis an.

In der Anfangsphase begegneten sich die beiden Teams auf Augenhöhe, wobei Grafschaft nach einem Konter zu einer ersten guten Chance kam, als ein abgefälschter Schuss um Zentimeter am Pfosten vorbeitrudelte. Wenig später konnte Marcel Ley mit einer starken Reaktion den Rückstand für seine Farben verhindern. Weitere aussichtsreiche Angriffe der vorwiegend mit langen Bällen operierenden Grafschafter konnten im letzten Moment bereinigt werden, ansonsten wäre es mehrmals brandgefährlich geworden. Die größte Möglichkeit in der ersten Halbzeit bot sich allerdings der Mannschaft aus dem oberen Ahrtal. Christoph Wirfs schlug aus dem Halbfeld einen Diagonalball in den Strafraum, der GSG-Abwehrchef verschätzte sich und so kam Peter Klein freistehend in zentraler Position vor dem Tor zum Abschluss, spitzelte den Ball allerdings knapp am Tor vorbei. Sehr schlechte Nachrichten gab es dann aus Gästesicht kurz vor dem Halbzeitpfiff zu vermelden. Christoph Wirfs verletzte sich ohne Fremdeinwirkung am Knie und musste anschließend mit dem Krankenwagen abtransportiert werden. Es bleibt zu hoffen, dass die Diagnose nicht allzu schlimm ausfällt. Leider rissen die schlechten Nachrichten auch zu Beginn der zweiten Halbzeit nicht ab. Keine zwei Minuten waren gespielt, als die Heimmannschaft über die rechte Seite den Weg nach vorne suchte und eine scharfe Flanke den in der Mitte völlig freistehenden Christoph Kläser fand, welcher aus zehn Metern zum 1:0 einnetzte. Mit einer entschlosseneren Zweikampfführung und besserem Stellungsspiel im Zentrum wäre dieser Gegentreffer sicherlich vermeidbar gewesen.

In der Folge spielte sich die Begegnung hauptsächlich im Mittelfeld ab, wobei sich die Grafschafter wiederholt nur mit Fouls, die auch die eine oder andere gelbe Karte verdient gehabt hätten, zu helfen wussten, die folgenden Freistöße auf Seiten der Gäste den sehr guten Torhüter der Hausherren aber nicht in Bedrängnis brachten. Erschwert wurde der Versuch einer Aufholjagd in der 64. Minute, als der kurz zuvor wegen einer vermeintlichen Torwartbehinderung verwarnte Max Niggemann für ein Handspiel, das eine potenzielle Torchance verhinderte, mit der gelb-roten Karte des Feldes verwiesen wurde. Am Spielverlauf änderte sich daraufhin nicht wirklich etwas und die Begegnung plätscherte mehr oder weniger dahin, wobei der SG OASF/Barweiler keineswegs fehlendes Bemühen zu unterstellen war, es mangelte jedoch an Durchschlagskraft und Präzision im Angriff. Auch der Gegner tat sich lange Zeit schwer, in den Strafraum vorzudringen und benötigte die tatkräftige Unterstützung des Schiedsrichters, um die Partie zu entscheiden. Nach einem vollkommen fairen Tackling von Yannick Dreser ertönte nämlich in der 84. Minute zum Entsetzen der Gäste ein Elfmeterpfiff. Fabian Floter nahm das Geschenk gerne an und erhöhte souverän auf 2:0. Dies war die letzte nennenswerte Aktion des Spiels. Fazit: Insgesamt lässt sich konstatieren, dass die SG OASF/Barweiler an diesem Tag sicher keine schlechte kämpferische und spielerische Leistung zeigte, aber bis auf eine Topchance so gut wie nie echte Torgefahr gegen eine robuste und gut organisierte Grafschafter Defensive aufkeimen lassen konnte.

Auch das eigene Spiel gegen den Ball war weitestgehend ansprechend, allerdings ermöglichte ein Moment kollektiven Abschaltens dem Gegner das 1:0 kurz nach der Pause, welches sich im Nachhinein als spielentscheidend erwies, denn im Anschluss konnte man den Eindruck bekommen, dass die OASF-Spieler noch den ganzen Tag hätten weiterspielen können und dennoch kein Tor erzielt hätten. Hinzu kamen unnötige bzw. unglückliche Umstände – Verletzung, Platzverweis, Elfmeter – die die Mission Punktgewinn zusätzlich erschwerten. Sorgen für die Zukunft bereitet die gezeigte Leistung jedoch keineswegs.

SG OASF/Barweiler: Marcel Ley – Leon Rollmann, Christian Lückenbach, Max Niggemann – Tim Schmidt (65. Yannick Dreser), Manuel Emmerichs, Sven Kolbig (74. David Weber), Christoph Wirfs (44. Lukas Thelen) – Denny Naumann (85. Marius Karst), Fabian Hideg, Peter Klein

Vorschau

SG OASF/Barweiler – SV Remagen, Freitag, 5. November, 19.30 Uhr in Barweiler.

Christoph Wirfs.Foto: privat

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