Turnerschaft Bendorf 1861/ 1890 e.V. - 1. Mannschaft
Spitzenreiter zu konstant
Rheinlandliga: TSB I – SV Urmitz 26:34 (12:16)
Bendorf. Im Derby mit dem SV Urmitz zog die Turnerschaft am vergangenen Samstag deutlich den Kürzeren. Zwar boten die Recken um das Trainergespann Gutfrucht/Keip den Gästen von der anderen Rheinseite lange Paroli, doch in der Schlussviertelstunde bewies Örms die Steher-Qualitäten, die man als Spitzenreiter mitbringen muss. Mit hoher Konstanz spielte der SVU seinen Stiefel herunter und siegte schlussendlich mit 26:34 in der WRG-Arena. Dabei startete Bendorf gut in Partie. Über 3:1, 7:6 und 10:9 hatte die TSB von Beginn an den Hut auf. Die frühe rote Karte gegen den ehemaligen Bendorfer Philipp Majewski im Trikot des SVU (10. Spielminute), brachte mehr Unordnung in die Deckung der Gäste. Doch auch der Bendorfer Akteur Salar Issa folgte dem unschönen Beispiel und erhielt in der 20. Minute ebenfalls den roten Karton für eine überharte Abwehraktion. Doch davon ließ sich die Turnerschaft zunächst nicht aus dem Konzept bringen. Bei dem gut besuchten Heimspiel zählte nur die Marschrichtung: Heimsieg. Ab der 22. Minute folgte dann jedoch eine Schwächephase, die den Gästen in die Karten spielte. Bendorf tat sich im Angriffsspiel unheimlich schwer. Nur mit Mühe und Not ließen sich vereinzelt und auch nur annähernd flüssige Spielaktionen erahnen. Bis dato agierte die TS Bendorf spitzig und unbeschwert, doch aller Spielwitz schien mit einem Schwung verflogen. Demzufolge schlichen sich mehrere Fehlpässe ein, die Gegenstöße zur Folge hatten. Bis zur Halbzeitpause konnte Urmitz dadurch mit 12:16 davon ziehen. Im zweiten Durchgang knüpften beide Teams am Spielgeschehen der letzten Minuten nahtlos an. Örms bestimmte die Partie, Bendorf war weiter auf Formsuche. Mit zunehmender Spieldauer rehabilitierten sich die Hausherren jedoch. Die Bendorfer Sieben verkürzte immer weiter. Vom 13:19 nach Wiederanpfiff wurde auf 16:21 und wenig später auf 21:23 aufgeschlossen. Doch genauso gut, wie sich die TSB gefangen hatte, verspielte die Truppe ihre Chancen relativ leichtfertig. Überhastete Abschlüsse verhinderten die große Wende in der Begegnung. Ergo drehte Urmitz auf und legte bis zum Schlusspfiff auf 26:34 vor. Insgesamt zeigte Bendorf eine ordentliche Leistung, die die junge Mannschaft aber nicht über die volle Distanz abrufen konnte. Insbesondere die Torwartleistung der TSB war über weite Strecken überragend und auch im Offensivspiel brachte das Team überzeugende Argumente vor. Doch um gegen den starken Tabellenführer von der anderen Rheinseite bestehen zu können, hätte vor allem in den entscheidenden Situationen ein kühler Kopf bewahrt werden müssen. Die routinierte SVU-Truppe spielte zu konstant für die Bendorfer Falken.
Am Samstag, 9. Dezember reist die Turnerschaft Bendorf I in das Ruwertal. Im Duell mit der HSG Mertesdorf/Ruwertal werden die letzten beiden Meisterschaftspunkte in diesem Kalenderjahr verteilt. Anpfiff ist um 20 Uhr. Der Fanbus fährt um 17:30 Uhr am Yzeurer Platz ab.
Es spielten für Bendorf I: Stefan Brinkmann (3), Conni Becher, Felix Kersten (1), Lukas Schlicht (3), Salar Issa, Lucas Litzmann (1), Jannis Hofmann, Ömer Acar (4), Pascal Brink, Florian Schmitt (5), Philipp Hopfner (7/4), Felix Franken (2); im Tor: Niko Jansen, Nico Hemmerle.