LG Rhein-Wied
Sprintstaffel qualifiziert sich
Neuwied. Die Fahrt zum „Fly- up and far Meeting“ in Frankfurt hat sich für vier Sprinterinnen der LG Rhein-Wied besonders gelohnt: Vivien Ließfeld, Lena Brunnhübner, Jessica Roos und Viktoria Müller unterboten über 4x100 Meter mit 47,05 Sekunden die Qualifikationszeit zur deutschen Meisterschaft in Berlin und setzten sich damit gleichzeitig auch an die Spitze der deutschen Jahresbestenliste.
Dass sie sich zudem den ersten Platz sicherten, war ein schönes Beiwerk. Auch in den Einzelkonkurrenzen mischten sie nicht nur auf der Bahn vorne mit. Jessica Roos gewann die 100 Meter in 11,92 Sekunden, Viktoria Müller belegte in ihrer Paradedisziplin Hürdensprint Rang zwei und Lena Brunnhübner entschied den Weitsprung mit persönlicher Bestweite, deutscher Jahresbestleistung von 5,99 Metern sowie deutlichem Vorsprung auf Jessica Roos für sich. Für Brunnhübner war es direkt die zweite DM-Qualifiaktion an einem Tag. Ihr Ticket für die nationalen U23-Titelkämpfe ist sicher. Auch Vivien Ließfeld sprang so weit wie in noch keinem Wettkampf zuvor. Mit der Schnapszahl-Weite von 5,55 Metern war sie die beste U20-Jugendliche. Bei den Männern erreichten Roger Gurski und Florian Raadts den 100-Meter-Endlauf. Gurskis 10,97 Sekunden bedeuteten Rang drei, Raadts kam als Fünfter nicht ganz an seine Vorlaufleistung heran. Eine Woche vor dem Zehnkampf von Ratingen gab’s in Frankfurt bereits ein Aufeinandertreffen mit Orientierungscharakter zwischen Kai Kazmirek und Niklas Kaul. Der Vergleich endete 1:1: Kazmirek lief die 110 Meter Hürden in 14,42 Sekunden am schnellsten, während Kaul den Diskus zwei Meter weiter warf als der Rhein-Wieder. Vor allem die Hürdenzeit ist vielversprechend. Seit dem Jahr 2020 ist der 31-Jährige nicht mehr so schnell gelaufen. Die jüngeren Athleten der Altersklassen U14 bis U20 zog es zum ASV-Jugendsportfest nach Köln, wo die W13-, W14-, und W15-Athletinnen drei erste Plätze erreichten. Celina Medinger (W15) ließ über 80 Meter Hürden alle Konkurrentinnen hinter sich und gewann in 12,33 Sekunden. Ein zweiter Erfolg wäre über 100 Meter drin gewesen. Nach der besten Vorlaufzeit und Hausrekord von 13,16 Sekunden verzichtete Medinger jedoch auf eine Endlauf-Teilnahme. Leonie Böckmann prägte im W14-Hochsprung das Geschehen. Ihre 1,51 Meter blieben an diesem Tag unerreicht. Und auch im dritten leichtathletischen Teilbereich, dem Wurf, freute sich jemand aus Rhein-Wied-Reihen über den Spitzenplatz. Vielstarterin Eva Fabienne Stein gewann den Ballwurf. Außerdem nahm sie eine persönliche Zonen-Weitsprung-Bestleistung von 4,68 Metern mit. Im heimischen Verbandsgebiet stellte die DJK Herdorf mit ihrem Bahneröffnungssportfest ein Wettkampfangebot, bei dem für die LG sieben erste Plätze heraussprangen: Carolina Menrath, Marie Brocker, Marie Zerwes, Johanna Monschauer und Peter Hertle setzten sich durch. Hoch hinaus ging es für vier junge Rhein-Wied-Talente auf dem Koblenzer Oberwerth. Die LG machte deutlich, dass sie auch dem Stabhochsprung, der häufig nur ein Schattendasein fristet, Aufmerksamkeit schenkt. Marie Zerwes, Samuel Lehnart, Leonie Böckmann und Noah Seibel schlängelten sich über die Latte. Von allem etwas nahm Franziska Decker mit. Die in den USA aktive Stipendiatin meldete bei der Outdoor Music City Challenge für vier Disziplinen und erreichte dabei im Speerwurf mit 37,24 Metern und Rang sechs ihr bestes Resultat. Das erfolgreiche Wochenende komplettierte Friedhelm Adorf (M75) mit schnellen 14,80 Sekunden auf den 100 Metern von Troisdorf.
