Ruderverein Bad Ems e.V. auf drei nationalen Herbst-Regatten vertreten
Starke Mannschaften und gute Ergebnisse
Bad Ems.
1. Langstreckenregatta in Bernkastel-Kues
Wie in jedem Jahr nahmen zahlreiche Bad Emser Ruderer an der Langstreckenregatta in Bernkastel-Kues über vier Kilometer teil. Den Anfang machten die beiden Bad Emser Christoph Platen sowie Harald Daniel in Renngemeinschaft mit dem Limburger Club für Wassersport im Renn-Achter. Die Renngemeinschaft Bad Ems/Limburg musste sich einem 8-Boote-Feld stellen und insbesondere einer Renngemeinschaft aus dem Ruhrpott, bei denen vier ehemalige Ruderer des Nationalteams im Achter saßen. Motiviert durch die Gegner wurden die ersten zwei Kilometer bis zur Wende in einer Schlagzahl von 33 absolviert, wobei man in der zweiten Streckenhälfte dem hohen Anfangstempo etwas Tribut zollen musste und die Schlagzahl auf 30 verringerte. Erschöpft aber dennoch sehr zufrieden war man im Ziel mit der Zeit von 14 Minuten, 32 Sekunden. Es reichte jedoch nur zum dritten Platz in dem 8-Boote-Feld.
Das zweite Rennen an diesem Tag bestritt der älteste Wettkampfruderer Manfred Wendelborn im Masters Männer-Einer der Altersklasse 65. Obwohl seine Gegner teilweise 15 Jahre jünger waren als er selbst, fuhr Manfred Wendelborn ein beherztes Rennen und unter dem Applaus der anwesenden Zuschauer kam er mit einer Endzeit von 23 Minuten glücklich und zufrieden im Ziel an.
Im dritten Rennen des Tages fuhren wiederum der Bad Emser Vierer in der Besetzung Christoph Platen, Harald Daniel, Eduard Wermann und Stefan Schneider sowie Steuerfrau Annika Kesternich in der Altersklasse 43, die sich mit einem 15-Boote-Feld auseinandersetzten. Auch hier ging man das Rennen sehr dynamisch an und konnte schon bei der Streckenhälfte leicht auf das eine Minute vorher gestartete Boot aus Minden auffahren. Nach der Wende, d. h. gegen die Strömung flussaufwärts steuerte Annika Kesternich hervorragend den Vierer unter Land, so dass auch hier nochmals Zeit gutgemacht werden konnte. Im Ziel wurde die Zeit mit 15 Minuten, 36 Sekunden gestoppt. Es reichte hier zu einem hervorragenden zweiten Platz in dem 15-Boote-Feld, wo man sich nur dem Boot der Koblenzer RC Rhenania geschlagen geben musste. Im letzten Rennen dieses Tages starteten Silke Rohr sowie Fritz Oeser in einem Mixed-Zweier der Altersklasse 60. Sie mussten sich mit Gegnern von dem RV Münster sowie dem französischen Ruderclub von Visé auseinandersetzen. Hier entwickelte sich ein sehr spannendes Rennen, wobei der RV Münster im Ziel die Nase in einer Zeit von 18 Minuten, 4 Sekunden vorne hatte. Ganz knapp hinter dem zweitplatzierten französischen Boot konnte der Ruderverein Bad Ems in einer Zeit von 18 Minuten, 34 Sekunden den dritten Platz belegen. Hier war man sich aber im Bad Emser Lager einig, dass Silke Rohr sowie Fritz Oeser bei ihrem Erststart eine hervorragende Leistung abgegeben haben.
2. Südwestdeutsche Meisterschaften 2017 in Trier
Harald Daniel und Markus Kinzinger holten sich in einem Renngemeinschaftsachter mit Speyer den
Südwestdeutschen Meistertitel Die südwestdeutschen Meisterschaften für die Länder Rheinland-Pfalz sowie Saarland fanden in diesem Jahr in Trier statt. Bedingt durch die Herbstferien war der Bad Emser Vierer nicht komplett und konnte daher auch nicht seinen Vorjahreserfolg im Doppel-Vierer verteidigen. Dennoch trat ein Teil des Vierers in den Personen von Marcus Kinzinger sowie Harald Daniel in Renngemeinschaft mit der RG Rudergesellschaft Speyer im Renn-Achter an. Die Renngemeinschaft Ruderverein Bad Ems/RG Speyer musste sich mit Booten von der RG sowie Treviris Trier auseinandersetzen. Gleich vom Start weg konnte sich der Renngemeinschafts-Achter Bad Ems/Speyer von den gegnerischen Booten leicht absetzen, so dass man nach 200 Metern mit einer halben Achterlänge vorne lag. Mit einem effektiven dynamischen Schubschlag konnte sich der Renngemeinschafts-Achter weiter von den Booten absetzen und fuhr im Ziel mit einem Vorsprung von sage und schreibe 4,5 Sekunden den südwestdeutschen Meistertitel ein. Stolz konnten die Bad Emser Marcus Kinzinger sowie Harald Daniel den zweiten Landestitel aus den Händen des Ruderverbandspräsidenten Rheinland entgegen nehmen. Dementsprechend glücklich und zufrieden war man im Bad Emser Ruderverein über diesen Erfolg.
3. Würzburger Langstreckenregatta
Auch nach der Bernkasteler Langstreckenregatta Ende September nahmen die Bad Emser mit 8 Ruderern an der diesjährigen Würzburger Langstreckenregatta über 4,5 Kilometer teil.
Im ersten Rennen an diesem Tag ging ein Bad Emser Mixed-Vierer der Altersklasse 43 an den Start. Mixed-Vierer heißt, wenn sich jeweils 2 Ruderinnen sowie 2 Ruderer in einem Vierer zusammensetzen. Hier waren es in Personen Silke Rohr, Birgit Dillmann, Stefan Schneider, Marcus Kinzinger sowie Steuerfrau Annika Kesternich. Sie mussten sich mit 15 gegnerischen Booten, die im 20-Sekunden-Takt auf die 4,5 Kilometer lange Strecke geschickt wurden, auseinandersetzen. Der Bad Emser Mixed-Vierer konnte schon nach der Hälfte der Strecke zwei gegnerische Boote überholen und belegte zum Schluss einen sehr respektablen fünften Platz.
Im zweiten Rennen des Tages fuhr der Nachwuchs-Skuller Adrian Rohr den schweren Junior-Einer Altersklasse A. Adrian Rohr ist normalerweise ein Leichtgewichtskuller, musste aber hier in der schweren Klasse gegen 17 Boote antreten. Adrian fuhr ein technisch schönes und sauberes Rennen, musste sich aber den teilweise größeren und stärkeren Gegnern im Endeffekt geschlagen geben.
Im dritten Rennen fuhr der Bad Emser Vierer mit Christoph Platen, Harald Daniel, Stefan Schneider, Marcus Kinzinger sowie Steuerfrau Annika Kesternich im GiG-Doppelvierer das vorletzte Rennen für die Bad Emser an diesem Tag. Hier waren neun Boote, u. a. aus Dresden, Pirna, Nürnberg, Erlangen, München, Magdeburg sowie Eltville am Start.
Auch wurden die Boote im 20-Sekunden-Takt auf die Strecke geschickt und nach der Hälfte der Strecke konnte der Bad Emser Vierer auf das vorher gestartete Boot aus Eltville aufschließen und es bis zum Ziel auch überholen. Mit einer Endzeit von 15 Minuten, 42 Sekunden reichte es aber leider nur zum zweiten Platz, wobei aber das gewinnende Boot aus Frankfurt einen Vorsprung von 28 Sekunden hatte.
Das letzte Vierer-Rennen an diesem Tag bestritt nochmals Silke Rohr mit Ruderfreunden aus Limburg. Hier reichte es für einen mittleren Platz, da man an den Vorrennen schon einige „Körner“ verloren hatte. Dennoch war es eine gelungene Regatta mit insgesamt 1.200 Teilnehmern bei besten Wetterbedingungen, die den Bad Emser Ruderern sehr viel Freude bereitete.
2. Platz für den Emser Vierer.
