Box-Union Weißenthurm e.V.
Starker Auftritt beim Open-Air-Boxen
Die Boxerinnen und Boxer lieferten spannende Kämpfe in Idar-Oberstein
Weißenthurm. Boxer kennen keine Sommerpause! So trat die Boxstaffel der Weißenthurmer Box-Union beim Open-Air-Boxen in Idar-Oberstein an. Das Wetter war überraschend gut und der Schleiferplatz daher gut gefüllt. Den Anfang machte der erfahrenste Weißenthurmer Boxer, der amtierende Jugend-Rheinlandmeister Mehmet Can Uzun. Da der ursprünglich für ihn vorgesehene Gegner nicht gegen den starken „Canni“ antreten wollte, bekamen die ca. 250 Zuschauer lediglich einen Sparringskampf (ohne Wertung) gegen den zwei Jahre jüngeren Dominik Kowal vom Boxring Westerwald zu sehen. Beide Boxer verkauften sich gut, zeigten sich schnell und beweglich und begeisterten mit cleveren Kombinationen. Während die beiden einander in der ersten Runde ausguckten und sich zurückhaltend zeigten, nahm der Fight in der zweiten Runde deutlich an Fahrt auf. Dominik boxte mutig und mit viel Herz, war technisch jedoch nicht so variabel wie sein Gegner. Canni zeigte Größe, spielte seine Überlegenheit über den jüngeren Boxer nicht gnadenlos aus, sondern ließ ihm auch mal Raum für eigene Aktionen, wobei er dennoch keinen Zweifel daran ließ, wer diesen Kampf bestimmte. Als Dominik in der dritten Runde dann noch etwas frecher und angriffslustiger wurde, stoppte Canni ihn bestimmt und konterte ihn klar ab. So empfahl sich der junge Mann durchaus bei den Funktionären des Landesverbandes, die, so hört man, noch einiges mit ihm vorhaben. Im zweiten Kampf mit Weißenthurmer Beteiligung stand der 13-jährige Daniel Abay dem gleichaltrigen Pedro Couto vom CBC Luxemburg gegenüber. Erst im Juni dieses Jahres hatten die beiden in Luxemburg gegeneinander geboxt. Damals verlor Daniel durch TKO in der dritten Runde, wobei der Abbruch durch den Ringrichter damals einige Diskussionen nach sich zog. Daniel freute sich über einen Rückkampf, wollte er doch zeigen, dass das Ergebnis in Luxemburg nicht seiner Leistung entspricht. Gleich von Beginn an setzte Pedro den Weißenthurmer stark unter Druck, kannte nur den Vorwärtsgang und schlug fast ohne Pausen. Daniel gelang es, geschickt auszuweichen und Konter zu setzen. Die Schwüle des Abends machte ihm jedoch zu schaffen und in der zweiten Runde hatte er Schwierigkeiten, sich dem aggressiven Luxemburger immer rechtzeitig zu entziehen und musste einige Treffer nehmen. Daniel versuchte, in den Kampf zurückzufinden, zeigte sich in der dritten Runde wieder mutiger, wurde aber nach einem knackigen Angriff des Gegners angezählt.
Hart gekämpft, aber doch verloren
Daniel hatte die Handschuhe sofort oben, signalisierte dem Ringrichter so, dass er weitermachen will. Zu diesem Zeitpunkt war allen klar, dass der Kampf verloren war, doch aufgeben kam für den Jungen gar nicht in Frage. So brachte er den Kampf anständig zu Ende und vergaß auch nicht, seinem Gegner zum verdienten Sieg zu gratulieren. „Es ist bitter für Daniel, dass er erneut gegen Pedro verloren hat, denn er hatte sich so viel vorgenommen. Wie wir ihn kennen, wird er aber nach vorne schauen und nun noch härter trainieren, damit es beim nächsten Mal auf jeden Fall klappt mit dem Sieg“, so Betreuer Christian Nickenig, der Trainer Serge Wunder heute in der Ecke unterstützte.
Zwei Mädels schlagen zu
Zuletzt trat an diesem Abend Christina Nickenig für die Box-Union an. Auch für sie war es ein Rückkampf gegen die 17-jährige Marcia Da Luz vom CBC Luxemburg. Das erste Duell im Juni hatte Da Luz knapp, aber verdient nach Punkten gewonnen. „Ich freue mich, dass ich die Chance auf diesen Rückkampf bekomme. Ich habe hart trainiert und es wird einen schonungslosen Fight geben“, so Nickenig im Vorfeld. Da hatte sie nicht zuviel versprochen. Da Luz boxte aggressiv, befand sich pausenlos im Angriff. Nickenig zeigte sich beweglich, wich aus und konterte die Luxemburgerin geschickt ab, suchte den Infight, um Da Luz‘ Reichweitenvorteil zu neutralisieren und einige schmerzhafte Treffer zum Körper bringen zu können. In Runde zwei ließen es beide Boxerinnen etwas ruhiger angehen. Nickenig boxte nun mit mehr Übersicht und nutzte die ganze Fläche des Rings aus.
Da Luz versuchte immer wieder, Nickenig in der Ecke zu stellen, was aber nicht gelang. In der dritten Runde gaben beide Faustkämpferinnen noch einmal alles, in beiden Gesichtern las man Entschlossenheit und man wusste, dass es hier wieder eine knappe Entscheidung geben würde. Da Luz gelangen mehrere harte Kopftreffer, von denen sich Nickenig aber unbeeindruckt zeigte und ihrerseits mehrere Schlagserien ins Ziel brachte. Am Ende war es wieder Da Luz, die den Sieg mit nach Hause nahm. „Und beim nächsten Mal gewinne ich“, so Nickenig unmittelbar nach dem Kampf. „Natürlich ist es schade, dass es für unsere Boxer heute nicht zum Sieg gereicht hat. Und ganz bitter für Mehmet Can, der sich intensiv vorbereitet hat und der dann am Ende nur für einen Sparringskampf angereist ist. Nun haben wir ein paar Wochen Zeit, um uns auf die nächsten Kämpfe im September vorzubereiten. Diese Zeit werden wir nutzen“, so Trainer Serge Wunder. Weitere Informationen zur Weißenthurmer Box-Union gibt es im Internet unter www.boxunion.de.
