Spannendes Rheinlandpokal-Final-Four
TSB steigt aufs Treppchen
Im Finale musste sich die Mannschaft mit 25:31 gegen Vallendar geschlagen geben
Vallendar. Es war letztendlich nicht ganz das erhoffte Osterwunder beim Rheinlandpokal-Final-Four 2016, dennoch hat sich die Turnerschaft Bendorf von ihrer besten Seite gezeigt. Mit zumindest dem zweiten Platz im prestigeträchtigen Rheinlandpokal hat die Mannschaft um Christoph Barthel ein Ausrufezeichen gesetzt. Bereits im Halbfinale gegen den HSC Schweich ging es hoch her. In einem engen Kopf-an-Kopf-Duell wurde um jeden Zentimeter gekämpft. Die Moselaner erspielten sich in der ersten Hälfte zwar ein kleines Polster (7:4), doch über die konzentrierte Bendorfer Abwehrleistung konnten in der Folgezeit vermehrt Bälle abgefangen und in Tore umgemünzt werden. So stand es wieder pari, 8:8.
Bis zur Halbzeit setzte sich der HSC noch einmal auf 10:8 ab, bekam es im zweiten Spielabschnitt aber mit dem Bendorfer Tempospiel zu tun, sodass es auch hier wieder schnell zum Gleichstand kam. Björn Boinski tat im TSB Tor sein Übriges dazu und Bendorf ging sogar in Führung, 14:15. Ob durch Jonas Strüder, Felix Kersten oder Moritz Gutfrucht, von allen Positionen ging Gefahr aus. Jedoch auch der HSC-Keeper machte seine Sache gut und so stand es nach Ende der regulären Spielzeit 17:17. Ein Siebenmeter-Werfen musste her, um den Finalisten festzustellen. Aber auch nach jeweils fünf geworfenen Siebenmetern ließ sich noch immer kein Sieger ermitteln (21:21). So musste nochmals drauf gesattelt werden. Bendorf verwarf den ersten Siebenmeter, Schweich hatte die Möglichkeit alles klar zu machen, doch Matthias Kunz parierte. Dann trafen beide Schützen (22:22). Auch den nächsten markierte die TSB im Netz und Kunz buchte mit einer weiteren Parade den Finaleinzug.
Und nun ging es ins Finale gegen den klassenhöheren Lokalrivalen HV Vallendar. In diesem hielt die TSB wacker gegen die Hausherren dagegen. Weder beim 3:3, beim 6:4, dem 10:8 oder 13:11 konnte sich der HVV entscheidend absetzen. Immer wieder konterte die Turnerschaft und blieb auf Schlagdistanz. Gegen Ende des ersten Durchgangs zündete Valler jedoch den Turbo und ging mit einer beruhigenden 19:13-Führung in die Pause. Mit den zur Verfügung stehenden Mitteln konnte die TS Bendorf dieses hohe Tempo nicht ganz mitgehen, steckte aber nicht auf und kämpfte sich noch einmal auf 21:17 heran. Von da an spielte der HVV die Partie abgebrüht herunter. Mit dem Versuch, die Bendorfer Deckung kompakter aufzustellen, verkürzte die TSB zwar den Rückstand, aber im Großen und Ganzen brachte sie nicht ganz den gewünschten Impuls. So unterlag Bendorf nach 60 Minuten mit 31:25.
Fazit: „Generell können wir zufrieden sein mit dem zweiten Platz“, äußerte sich Kapitän Lucas Litzmann nach dem Spiel. „Besonders nach dem etwas glücklichen Erfolg im Siebenmeter-Werfen haben wir versucht, im Finale nochmal alles zu geben und haben das Beste aus der Situation gemacht.“ Bendorf bleibt mit der vierten Endrundenteilnahme in Folge Dauergast beim Final-Four und sichert sich erstmals den zweiten Platz, nach 2013 (Pokalsieg in Urmitz) die beste Platzierung. Es spielten: Conni Becher (3), Lars Dreidoppel (3), Florian Schmitt (1), Jonas Strüder (10), Moritz Gutfrucht (7), Lucas Litzmann (8/2), David Mohrs (6/5), Nicolas Barreteau, Felix Kersten (3), Christian Schaub, Juri Flaming; im Tor: Matthias Kunz, Björn Boinski.
Vorschau
Am Samstag, 9. April geht es in der Liga gegen den HSC Schweich. Dieses Mal ist zwar kein Siebenmeter-Werfen geplant, aber Spannung und ein kampfbetontes Spiel sind praktisch vorprogrammiert.
