Oberahrtaler Sportfreunde e.V.
Taekwon-Do- Weltmeisterschaft in Deutschland
Inzell. Vor Kurzem fand in der Max-Aicher Arena im bayerischen Inzell die diesjährige Taekwon-Do-Weltmeisterschaft statt. Insgesamt waren 1234 Kampfsportler aus der ganzen Welt, von Argentinien bis Neuseeland, in den verschiedenen Disziplinen am Start. Während des fünftägigen Turniers ermittelten die Wettkämpfer/innen die Besten im Formenlauf, im Bruchtest und im Freikampf (Sparring). Neben den Betreuern, Organisatoren und Wettkampfrichtern waren auch über 100 freiwillige Helfer dabei, um den reibungslosen Ablauf des Riesenturnieres zu gewährleisten. Zu den Helfern zählte auch Bernd Hellendahl, Geschäftsführer der OASF und Trainer der Taekwon-Do-Abteilung. Zu dem Event begleitete ihn sein langjähriger Freund Herbert Kettel aus Barweiler. Beide waren zehn Tage lang ehrenamtlich bei den Vor- und Nacharbeiten im schönen Inzell, um den Sportlern und Zuschauern ein unvergessliches Erlebnis zu gewährleisten. Bereits drei Tage vor Turnierbeginn begannen die Helfer mit dem Aufbau der insgesamt zehn Wettkampfflächen, dem Anbringen der Werbung, dem Aufbau der Verkaufsstände für Getränke, Nahrungsmittel und Süßigkeiten, dem Anbringen des Blumenschmuckes und so weiter. Während der Wettkämpfe sorgten die beiden mit dafür, dass es Zuschauern, Sponsoren und den VIPs an nichts fehlte und möglichst jeder Wunsch erfüllt wurde. Es wurden „Unmengen“ an Kaffee gekocht, Würstchen und Brötchen verkauft. Am Ende der täglichen Wettkämpfe musste natürlich auch wieder „klar Schiff gemacht“ werden, damit tags darauf die Halle wieder in sauberem und ordnungsgemäßem Zustand war. Für die Helfer immer ein 14-Stunden-Tag. Für das eigentliche Wettkampfgeschehen blieb daher den Helfern so gut wie keine Zeit. Etwas Ablenkung von der Arbeit brachten allerdings die verschiedenen „Schlachtgesänge“ der internationalen Zuschauer.
Die Schweizer hatten beispielsweise eine Kuhglocke dabei, die Schotten hörte man aufgrund der Melodien aus den Dudelsäcken. Die Neuseeländer beeindruckten durch die Aufführung ihres Nationaltanzes „Haka“. Den muss „man“ einfach mal gesehen haben.
Während der Wettkämpfe wurde es besonders laut, wenn die deutschen Sportler auf Gegner aus Polen, den USA oder Argentinien trafen, dann schnellte die Lautstärke ganz nach oben. Dann trafen nämlich die teilnehmerstärksten Nationalmannschaften aufeinander. Jedes Team hatte circa 80 aktive Wettkämpfer. Die deutsche Mannschaft hatte 45 Sportler und Sportlerinnen gemeldet. Am Ende des Turnieres belegte das deutsche Nationalteam mit insgesamt vier Gold-, drei Silber- und vier Bronzemedaillen den 4. Platz unter den 64 teilnehmenden Nationen.
Als Fazit bleibt, so die übereinstimmende Meinung von Herbert Kettel und Bernd Hellendahl: Trotz der Strapazen mit rund 1500 gefahrenen Kilometern und dem fast immer über zwölf Stunden dauernden Arbeitstag, ist die WM ein unvergessliches Erlebnis. Zudem ist auch Inzell eine Reise wert.
